Samstag, 18. April 2009

Line Dancing

Donnerstag, 16. April 2009

Da wir keine Vorhänge an unserem Schlafzimmerfenster haben, wachen wir wie jeden Morgen schon vor dem Wecker auf. Da es im Radio -2 Grad angesagt hat, nehmen wir in der Früh den üblichen Weg zur Schule: die Straßenbahn.

Wir wollen nicht zu spät kommen. In meiner Klasse hat der Lehrer mit den Schülern folgende Regel aufgestellt: Wer zwischen 1 bis 10 Minuten zu spät kommt, muss vor der Klasse tanzen und am nächsten Tag für die Klassenkameraden Süßigkeiten mitbringen. Da ich die einzige weibliche Person in der Klasse bin, und die männlichen Kameraden notgeile Gockel sind, möchte ich dieses Schicksal nicht herausfordern und das Huhn spielen. Pünktlich um 8.00 Uhr laufen wir also los.

Es hat mich schon am ersten Tag gewundert, warum ich in einer Klasse sitze, die auch Level 6 Schüler hat. Ich wurde doch beim Test in Level 7 eingeteilt ?!? Also fragte ich heute den Lehrer. Er teilte mir etwas mit, dass mich sehr stolz gemacht hat: Ich bin die einzige Schülerin im Level 7 in der gesamten Schule und sie mussten mich mit Level 6 Schülern zusammensetzen. Häh? Also wenn ich das richtig verstehe, bin ich die fortgeschrittenste Schülerin von ca. 500 Schülern??? Ja, das ist der Fall.

Für nächsten Monat werde ich mir etwas Anspruchsvolleres aussuchen. Vielleicht tue ich mir den Business-Kurs an, obwohl ich gehört habe, er soll langweilig sein.

Heute nach der Schule machen wir uns auf den Weg, um ein Geschäft namens "7 Eleven" zu suchen. In der 17 th Avenue soll einer sein. Harry möchte sich unbedingt einen Kaffebecher kaufen, damit er sich in der Schule Kaffee mitnehmen kann. Von Starbucks will er keine haben, da diese zu kitschig sind. Also los Richtung 17th Avenue von der 6th Avenue. 9 Kreuzungen durch Baustellengebiet. Es wundert uns, dass bei der Wirtschaftskrise noch soviel gebaut wird.

"7 Eleven" gesucht, gefunden, - Kaffeebecher gekauft. Es ist wunderschönes Wetter und wir wollen bei diesem strahlendem Sonnenschein wieder zu Fuss nach Hause laufen. Insgesamt sind es dann 5 km, die wir heute hinter uns gebracht haben. Voller Stolz über unsere sportliche Verausgabung betreten wir außer Atem unsere Wohnung.

Freitag, 17. April 2009

Hier zuerst einige Daten über Calgary:
  • Sie ist die viertgrößte Stadt Kanadas
  • Sie ist die am schnellsten wachsende Großstadt Kanadas
  • Sie hat etwas über 1 Million Einwohner
  • Sie hat die meisten Sonnenstunden im Jahr
  • Das Durchschnittsalter ist 35 Jahre
  • Sie ist die sauberste Stadt der Welt (215 Städte des Erdballes wurden untersucht)
Wir freuen uns beide auf den Tag. Heute nehmen wir an der ersten schulischen Aktivität teil. Heute Abend geht es in "Ranchmans Country Club", dem drittgrößten Country-Club Kanadas.

Nach der Schule schnell nach Hause (gefahren) um Mittag zu essen und uns umzuziehen. Um 16.45 müssen wir am anderen Ende der Stadt sein. Gut, dass wir die Straßenbahn nehmen können.

Treffpunkt erreicht. In einer Gruppe von 10 Schülern laufen wir Richtung "Ranchmans". Plötzlich fragt ein asiatischer Schüler, ob wir den Reisepass brauchen. Ich rolle nur die Augen und denke: Ja, verdammt, das hatte der Lehrer schon zigmal bei der Vorstellung gesagt: Bei Eintritten in Clubs MUSS ein amtlicher Ausweis vorgezeigt werden. In unserem Fall ist dieses nur der Reisepass.

Na ja, der Lehrer meinte, sie sollen es versuchen, vielleicht kommen sie auch so rein.

Und, oh Wunder, keiner musste den Ausweis vorzeigen. Dieses hatte sogar den Lehrer gewundert.

Wir kommen kostenlos rein. Normalerweise kostet der Eintritt 10,00 Dollar.
Gleich nach Ankunft geht es los: Es gibt "Beef on a bun" (Rindfleich auf einem Brötchen) und als Beilage rote Bohnen und Pommes aus Süßkartofel. Ein typisches Country-Essen. Mir schmeckt es nicht, weil alles versüsst ist. Harry nimmt es mir ab.

Die Getränke an diesem Abend kosten die Hälfte, das Wasser ist umsonst und das schont unseren Geldbeutel. Harry und ich probieren ein kanadisches Bier "kokanee". Es schmeckt nicht besonders. So ähnlich wie das rumänische Bier.

Um 19.00 Uhr geht es dann los: Tanz-Unterricht in Country "Line Dancing" . Ich begebe mich auch auf die Tanzfläche, da ich diese Tänze liebe und auch mal sowas lernen möchte. Es macht riesig Spaß und in 30 Minuten bin ich nassgeschwitzt. Es ist wirklich guter Sport.



Um 20.30 Uhr gibt es kostenlose Snacks, die wiederum alle versüsst sind. Gut für meine Figur. Ich sitze VOR der Platte und kann nichts essen, weil es mir nicht schmeckt.


Kurz nach 21.30 machen wir uns auch auf den Heimweg.

Samstag, 18. April 2009

Heute stehen wir um 8.00 Uhr auf, da wir um 10.00 Uhr bereit sein müssen, damit wir mit Corina und Henz eine Shopping-Tour machen. Zuerst fahren wir zum "Edelweiss", einem deutschen Laden (Importeur), bei dem man deutsche Produkte kaufen kann. Die Preise sind allerdings gesalzen. Wir kaufen trotzdem für 20,00 Dollar ein. Im Hintergrund läuft deutsche Volksmusik und ich empfinde es seeeehr kitschig. Es passt einfach nicht zu Calgary. Wir denken dieses war der erste und letzte Besuch beim "Edelweiss".

Dannach zum "Polcan", einem polnischen Laden, bei dem es gute Wurst und Aufschnitt gibt. Schmeckt wie in Rumänien....Auch hier geben wir 28,00 Dollar aus.

Als Letztes folgt ein deutscher Laden, dessen Namen ich aber vergessen habe. Dort gibt es auf Wunsch auch Mittagessen. Angeboten wird unter anderem Eisbein, Krautwickel, Schnitzel, Hackbraten... Nur zur Info: Wir haben dort nicht gegessen. Nur die Schnitzel gekauft....und für 4 Hähnchenschnitzel 25,00 Dollar ausgegeben. Das sind etwa 16,00 Euro.

Auf dem Heimweg flitzen wir noch in den "Real Canadian Superstore", bei dem der Einkauf etwas billiger sein soll. So ähnlich wie der deutsche "Real Markt". Preise sind O.K. und günstiger als bei unserer Wohnung der "Safeway". Also schlagen wir zu. Wir achten darauf und kaufen hauptsächlich gesunde Nahrung.

Corina und Henz bringen uns nach Hause und wir kochen selbst unser Mittagessen: Vom Deutschen gekaufte Hähnchenschnitzel mit selbst gekochten Beilagen: Kartoffeln, Karotten und Brokoli. Richtig lecker und gesund. Nach dem Mittagessen wollen wir noch den Sonnenschein genießen und machen einen Spaziergang am Fluß entlang. Es fält auf, dass an manchen Stellen noch Schnee liegt.



Immer wieder wird es plötzlich windig und die Luft wird frisch. Trotzdem sieht man viele Jogger, die in T-Shirt und kurzer Hose unterwegs sind. Auch wir kommen heute auf etwa 4 km Fußweg.

Im Radio läuft im Moment Country-Musik und ich schreibe an meinem Blog. Es wird Abend und wir sind auch heute geschafft.

1 Kommentar:

  1. das hast du sehr schön hinbekommen ,..lg angelika

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