Dienstag, 30. März 2010

Endlich mobil...


Seit letzten Mittwoch habe ich nun endlich auch mein Auto. Nachdem ich solange gewartet hatte, hat Rico das Auto von innen reinigen lassen. Ein kostenloser Service.

Endlich erfahrt ihr, welches Auto ich fahre.

Ich fahre einen weißen SATURN aus dem Jahre 2000.



Ich fahre jeden Tag 40 km zur Arbeit und 40 km zurück. Ich hoffe das Auto hält mich die nächsten 6 Monate.

Es hat im Vergleich zu den meisten Autos in Kanada keine großen Roststellen.

Seit letzter Woche habe ich Besuch und wir fahren jeden Tag (nach meiner Arbeit) einkaufen.

Letztes Wochenende haben wir gleich den ultimativen Härtetest mit dem Auto gemacht. Wir waren in Banff, einer Kleinstadt in den Rocky Mountains und ca. 1 Stunde Autofahrt von Calgary. Durch die Berge hat das Auto gute Dienste geleistet und hatte einen überraschend guten Benzinverbrauch.

Mit seinen 137 PS kann ich mit einem 50 Liter Tank über 600 km gefahren. Und die Benzinpreise in Kanada sind erträglicher als in Deutschland. Ein Liter Benzin kostet hier umgerechnet 0,70 Cent.

Bilder zu Banff folgen in den nächsten Tagen...

Samstag, 20. März 2010

Test vorbei

Es ist Samstag Abend um kurz nach 20 Uhr. Draussen sind immer noch 13 Grad plus. Heute war ein wunderschöner, sonniger Tag von dem ich leider nicht soviel genießen konnte, denn ich habe heute den Test geschrieben.

Er ist einigermassen gut gelaufen. Der Test besteht aus 4 Teilen:

"Listening"
(CD hören und Fragen beantworten und Lückentext ausfüllen)
Dauer ca. 40 Minuten

"Reading"
(3 Texte lesen und Fragen dazu beantworten)
Dauer 60 Minuten

"Writing"
(einen Brief UND einen Aufsatz zu vorgegebenen Themen schreiben)
Dauer 60 Minuten

"Speaking"
(eine Art Interview mit einem Prüfer)
Dauer ca. 14 Minuten

Die ersten drei Teile wurden auf einmal geschrieben. Drei Stunden unter Druck, ohne Pause oder Pinckelpause. Wir mussten ALLE persönlichen Sachen abgeben, Jacken, Taschen, inklusive unsere Uhren (den Grund weiß ich heute noch nicht). Im Prüfungsraum war nur erlaubt: Ein Bleistift, ein Radiergummi, der Pass und eine Flasche Wasser (die durchsichtig sein muss). Eine strenge Angelegenheit.

Die Fragen und Aufgaben des Testes waren ziemlich einfach bis auf den "Speaking" Test. Hier musste ich meine englischen Sprachkenntnisse unter Beweis stellen. Ein Interviewer stellte mir einige Fragen und ich musste wenn möglich in vollen Sätzen antworten. Die ersten Fragen waren auch ziemlich einfach. Aber dann kam der Hammer: Ich musste 2 Minuten ununterbrochen und wenn möglich ohne nachzudenken (also ohne hm, ähm, ähhhm) sprechen. Das Thema: SPORT! Ich war auf Alles vorbereitet nur nicht auf Sport.

Stelle doch einer Frau, die sich nicht für Sport interessiert, nie Fragen über Sport!!!


Die Frage lautete so ähnlich:

"Beschreibe einen aufregenden Sport;
Sag, was für ein Sport es ist,
Sag, ob es ein berühmter Sport ist,
Sag, warum er so aufregend ist"

Nun hat es mich erwischt. Ich hatte 1 Minute zum Vorbereiten der Antowort, dann musste ich die 2 Minuten sprechen.

Hm, Ähm, Ähhhm, was erzähle ich der Dame wohl?


Dann fiel mir doch unser Freizeitsport ein: Badminton. Ich habe dann ein paar Sätze erzählt, und nach ca. 1 Minute sind mir die Ideen ausgegangen.

Was soll's! Diesen Teil des Testes habe ich verkackt.

Dann folgten weitere Fragen, zu denen ich meine Meinung geben sollte. Ich kann mich nicht mehr so an die Fragen erinnern, aber sie beeinhalteten das gefürchtete Thema: SPORT.

Ich war so frustriert, und so stinkig, dass ich viele Fragen nicht mal richtig verstanden hatte. Ich kann mich erinnern, dass ich sogar einen Satz gebildet habe, und mir zufällig ein deutsches Wort dazwischen gekommen ist. Das geschieht mir recht, wenn ich mich so aufrege....

Aber es ist geschafft! Ich denke im Großen und Ganzen wird der Test ganz gut ausfallen.

Ihr fragt euch doch Alle: Was ist nun mit dem Auto?

Nun ja, eine etwas längere Geschichte.

Nachdem ich in Calgary etwa 8 Autohändler abgeklappert hatte, und ein Privatkauf außer Frage war, habe ich mich für den größten Händler entscheiden. Dort muss doch was zu finden sein.

Also war ich am Mittwoch bei "Eastside Dodge", Albertas größte Auswahl an Neu- und Gebrauchtwagen.

Ich hatte mir vorgenommen, maximal einen Betrag von 3.000 Dollar, also umgerechnet 2.100 Euro auszugeben. Mit diesem Budget habe ich dann angefragt. Es gab ein Auto, dass kostete 3.888 Dollar. Ich sagte, ich könnte es mir nicht leisten.

Der freundliche und geduldige Mitarbeiter hieß Rico und seine Abstammung ist Deutsch. Sein zweiter Vorname ist Werner, aber das sollte keiner im Autohaus wissen. ;0)

Rico hielt Rücksprache mit seinem Vorgesetzten und war mit den 3.000 Dollar einverstanden. Aber er kann mir das Auto nur verkaufen "as is", dh. ohne Garantie und ohne Sicherheitsprüfung.

Ich sagte Rico, dass ich das Auto bis spätestens Samstag brauche, da ich am Montag mit der Arbeit anfange. Wie soll ich noch die Sicherheitsprüfung einplanen?

Rico rennt wieder zum Vorgesetzten und er kommt mit guten Neuigkeiten zurück: Der Boss bietet mir auch eine Sicherheitsprüfung an, die im Preis von den 3.000 Dollar enthalten sei.

Den ersten Schritt habe ich geschafft. Die Sicherheitsprüfung fand am gleichen Tag statt und Rico sollte mich am Nachmittag zurückrufen und mir mitteilen, ob das Auto verkehrssicher ist.

Am Nachmittag kam auch der versprochene Rückruf, der mich vom Hocker gehauen hat: Das Auto ist NICHT verkehrssicher und die nötigen Reparaturen kosten insgesamt 1.800 Dollar.

Soviel kann ich mir aber nicht leisten.

Dann kam die wichtige Frage: Wäre ich bereit, noch 500 Dollar zu opfern, und ich bekäme die gesamte Reparatur mit neuen Teilen (unter anderem auch neue Bremsen).

Es war Donnerstag und dieser Händler war der einzige, der mir noch geblieben war. Was sollte ich sagen... ich habe eingewilligt. Aber nur unter der Voraussetzung, dass ich das Auto bis Samstag habe, da ich es am Montag gleich brauche.

Die Teile wurden bestellt und Rico versicherte mir, ich könne das Auto am Samstag abholen.

Gestern, am Freitag, kam der nächste Anruf: Das Auto kann nicht bereitgestellt werden, da die bestellten Autoteile noch nicht geliefert wurden. Oh Mann! Mit was fahre ich dann in die Arbeit?

Hehe, Rico zeigte sein Mitleid und bot mir an, einen Leihwagen für Montag zu nehmen. Am Montag soll dann mein Auto fertig sein.

Heute am Samstag, habe ich das Auto abgeholt. Das Leihauto ist ein Van. (Ein Dodge Caravan). Ich hatte schon die Panik bekommen, denn ich bin noch nie ein Van gefahren.

Rico drückte mir den Schlüssel in die Hand, sagte "Fahr vorsichtig" und ließ mich ohne Einweisung stehen. Der gute Mann war so im Stress.

So, nun musst du losfahren. Hoffentlich blamier ich mich nicht!

Ich setzte mich in das riesige Ding und suchte erst mal den Automatikhebel. Der befindet sich am Lenkrad. Den Hebel auf "D" und es konnte losgehen.

Zum Glück war auf den Straßen nicht soviel Verkehr, so dass ich mich langsam durchschlengeln konnte. Ich bin sicher nach Hause angekommen. Puh!


Und so kam es dazu, dass jetzt vor der Tür ein Leihwagen mit der Werbung des Autohauses steht. Kostenlos versteht sich!

Ich hoffe, dass ich am Montag mein Auto abholen kann. Was für ein Auto es ist, bleibt noch ein Geheimnis!

Es bleibt spannend...

Donnerstag, 18. März 2010

Schöne Abende

Mit nur 3 Grad ist es heute, Donnerstag, sehr frisch draussen. Es ist sehr windig und dadurch ist die gefühlte Temperatur bei Minusgraden.

Ich habe diese Woche mal ein Foto von einem Parkplatz geschossen.

An jedem zweiten Parkplatz steht ein Pfahl. Was glaubt ihr für was die sind?

Das sind Steckdosen für die Autos. Jedes Auto hat vorne einen Stecker, den man im Winter bei minus 40 Grad hier einstecken kann. Ich vermute es ist wegen der Batterie.

Ich fahre immer noch mit den Öffentlichen, aber ich hoffe, dass ich Ende dieser Woche in einem Auto unterwegs sein kann.

Ich habe heute schnell in einem Shoppingcenter etwas einkaufen wollen. Es ist nur 3km weit weg, aber ich habe mit den Öffentlichen über 2 Stunden gebraucht. Auf dem Rückweg habe ich auf den ersten Bus 30 Minuten gewartet und auf den zweiten 10 Minuten.

Bei dieser Kälte und diesem Wind geht das almählich auf die Nerven, wenn man so lange auf die Busse warten muss. Ich hätte die Strecke auch laufen können, aber man weiß ja nie wann der Bus kommen könnte. Es gibt ja (wie ich schon mal berichtet habe), keine Busfahrpläne an den Busstationen.

Was kann ich von den letzten Tagen noch berichten?

Am Samstag war ich mal wieder mit ein paar Schulkollegen aus Essen. Es ging wieder in ein indisches Restaurant.

Und gestern Abend war ich mit ein paar Klassenkollegen zu Abend Essen und im Kino. Dannach habe ich zum ersten Mal einen schönen Blick auf die Skyline von Calgary bekommen.


Hatte ich schon erwähnt, dass ich am Samstag einen Test schreibe? Eigentlich hate ich vor, in diesen 5 freien Tagen etwas für diesen Test zu pauken. Aber ich bin im Moment nicht dazu gekommen. Ich war die ganze Woche damit beschäftigt, ein Auto zu finden. Mir ist es wichtiger am Montag mit einem Auto in die 40 km entfernte Arbeit zu fahren, anstatt eine gute Note im Test zu bekommen.

Da ich nicht viel Geld ausgeben wollte, konnte ich auch kein vernünftiges Auto finden. Von Privat gibt es genug Angebote, aber denen traue ich nicht über den Weg. Also blieb mir nur die Wahl, zum Autohändler zu gehen...

Morgen oder am Samstag werde ich berichten, wie es gelaufen ist...

Bis dann....

Freitag, 12. März 2010

Time to say goodbye...


Ja, heute war mein letzter Tag in der Schule. Und wieder musste ich Klassenkollegen "Auf Wiedersehen" sagen. Aber wir bleiben in Kontakt.

Mit einigen habe ich mich heute schon für nächste Woche verabredet. Zum Beispiel werde ich zusammen mit einer Kollegin für den Test am Samstag, den 20.März üben. Alleine macht es nicht soviel Spaß und es fehlt an Motivation.

Nächste Woche wird stressig, weil ich nur noch 5 Tage bis zum Test habe. Aber ich bin guter Hoffnung, dass ich eine gute Note bekomme. Beim IELTS gibt es Noten von 0 bis 9.

0 heißt, du hast dich zum Test angemeldet, hast aber nicht teilgenommen.
9 heißt, dein Englisch ist so gut und wie das eines Einheimischen (Kanadiers)

Mein Ziel ist eine 6, also auf der höheren Stufe.

Der heutige Schultag war ein angenehmer. Die Schule hat erst um 9.15 Uhr begonnen und kurz vor 12 Uhr konnten wir Abschied nehmen.


Wir haben uns dann noch in einem indischen Restaurant getroffen und haben gemeinsam zu Mittag gegessen.


Der Tag war herrlich. Draussen waren 14 Grad und Sonnenschein. Was etwas nervig war, war der starke Wind. Er war richtig sturmartig. Aber was macht einem der Wind aus, wenn man 14 Grad und Sonnenschein hat?

Ich hoffe das Wetter bleibt so schön.

Am 22. März werde ich gleich mit der Arbeit anfangen. Ich bin aufgeregt, was so alles auf mich zukommen wird. Natürlich werde ich berichten.

Also dann, bis demnächst.

Ach ja....ein günstiges Auto habe ich noch nicht gefunden. Langsam wird die Zeit knapp.

Montag, 1. März 2010

Schöne Grüße an Alle

Ich dachte, es wäre mal wieder an der Zeit, Etwas von mir hören zu lassen.

Aber im Moment gibt es nicht viel zu berichten, da ich zur Schule gehe und sich nichts Neues tut.

Meine Klasse in der Schule ist gemischt. Es sind Klassenkolleginnen dabei, die sind schon über 40 Jahre alt und ein Schüler ist 23 Jahre alt. Ich bin froh, dasss ich dazwishcen liege. Also fühle ich mich nicht mehr so alt... :o)

In dieser Vorbereitung geht es darum, die Strategien des Testes zu lernen. Es ist wirklich nicht einfach, aber machbar, wenn man mit den Hausaufgaben nicht zu faul ist.

Ich habe mir letzte Woche noch Zusatzliteratur gekauft um daheim zu üben.

Am 20.März ist es dann soweit. Ich hoffe ihr drückt mir alle die Daumen.

Das Wetter hier ist super. Etwas frisch am Morgen, aber schön sonnig den Rest des Tages. Gestern, am Sonntag, habe ich den Bus genommen und bin nur im Pulli einkaufen gegangen. Es war herrlich. Wenn es sonnig ist, ist es sehr warm, da Calgary auf 1.000 Meter Höhe liegt. Also praktisch wie in den Alpen.

Ich habe erst gegen Abend wieder den Heimweg angetreten und habe das Wetter doch unterschätzt. Denn kaum geht die Sonne unter, wird es wieder frisch. Während ich auf den Bus gewartet habe, haben meine Zähne geklappert. So kalt war es. Ich muss mich noch an das Wetter hier gewöhnen.

Ansonsten gibt es nichts Neues zu berichten.

Danke für die treuen Leser. Ich sehe ihr schaut fast jeden Tag in meinem Blog vorbei.

Nach dem 20.März werde ich hoffentlich mehr berichten können.

Bis dann.