Mittwoch, 28. März 2012

Fotogrüße


Da ich euch vorgestern zugequatscht hatte, werdet ihr heute mal mit vielen Fotos belohnt.

Bei dem tollen Wetter habe ich heute ein paar Stunden in der Nähe der Berge verbracht.

Also hier Fotos ohne Worte. Schweigt und genießt. :)












Dienstag, 27. März 2012

Peinlich! Peinlich!


"Ich kann dir auf Alles 15% Rabatt geben, wenn du mehrere Teile kaufst“

Da schaltet doch dein Hirn aus. Bei der großen Auswahl an so tollen Möbeln kann man ja nicht nein sagen. 
 
Gestern war also der Tag der Entscheidung. Nach so vielen Tagen Herumfahrerei in den Möbelhäusern habe ich gestern eine alleinige Entscheidung getroffen, was wir kaufen. 
 
Gute 2 Stunden habe ich gebraucht, um im Laden die gesamte Wohnungsaustattung auszusuchen:
 
  • Gesamtes Schlafzimmer
  • Wohnzimmer-Couch
  • Esstisch mit 6 Stühlen
  • 2 Barhocker

    Der Verkäufer hat sich schon heimlich auf die Provision gefreut.
Als wir dann alles zusammen hatten, wollte ich die Gesamtsumme finanzieren. Die Möbelhäuser werben ja alle mit 

„Finanzierung ohne Anzahlung – keine Zinsen“

Also warum nicht nutzen? 
 
So, den Antrag auf Finanzierung hatte ich ausgefüllt, nur um festzustellen, dass der Kredit nicht gewährt wird. Aussage des Verkäufers: Keine Kredithistorie. 

Arghhhh! Warum nur? Sch***e war das peinlich! 
 
Ähnlich wie die Schufa wird auch in Kanada alles erfasst was mit Geld zu tun hat. 

Der Untershied hier ist: Hast du keinen Eintrag, bekommst du keinen Kredit. 

Aber warum habe ich keine Historie? Ich nutze seit 1 Jahr eine kanadische VISA, habe alle Telefonrechnungen und Stromrechnungen pünktlich bezahlt. 
 
Tja, der Grund ist einfach: Harry und ich, wir haben ein Gemeinschaftskonto. Und die Kreditkarte hat zwar meinen Namen drauf, aber sie läuft auf den Hauptkonto Inhaber: Harry

Hätte ich das vor einem Jahr gewusst, dass ich keine Kredithistorie beim Gemeinschaftskonto aufbauen kann, hätte ich mich dagegen entschieden.

Jetzt ist die Kacke am Dampfen. Heute geh ich zur Bank und ändere den Status des Kontos. Schließlich brauche ich auch irgendwann eine Kredithistorie. Sonst kann ich nicht mal ein Handyvertrag abschließen.

Tipp an die Neuankömmlinge in Kanada: Öffnet die Konten und Kreditkarten jeweils auf euren eigenen Namen. Nur so kann man eine Kredithistorie aufbauen. Oder erkundigt euch gleich bei der Bank. Eine Kredithistorie ist das W I C H T I G S T E überhaupt in Kanada.

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Aaaaaalso, die Chancen stehen gut, dass ihr kurz nach Ostern schon Bilder von unserer Wohnung zu sehen bekommt. Vorher nicht. Die Möbel werden aus den USA geliefert und das kann dauern.

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Weil der Beitrag keine Bilder enthält, hier ein kleines Trostbild. 

Am Sonntag habe ich Harry zu seinem Truck gebracht und musste doch feststellen, wie klein er ist....Harrys Truck. Es ist der weiß-blaue (wo unser Auto davor steht). 

Sein Traum ist es, so einen wie der schwarze (links im Bild) zu fahren. Einen Peterbilt

 

Donnerstag, 22. März 2012

Diese Dreckspatzen!

Heute Früh, der Blick aus dem Fenster. Ein Grund, mal wieder an unserem Tagebuch zu schreiben. 

 

Dieses mal ein etwas längerer Bericht auch mit weniger erfreulichen Bildern. 

 

Zwei Tage vor dem Umzug erfuhr ich von unserem zukünftigen Vermieter, dass ein „Einzugstermin“ mit der Hausverwaltung vereinbart werden muss. Die „Einzugsgebühr“ beträgt 150 Dollar (115 Euro) und muss vor Ort bezahlt werden. So einfach kann man nicht einziehen. Wenn man erwischt wird, gibt es 500 Dollar Strafe. Und da das gesamte Haus videoüberwacht ist, wollen wir es auch nicht riskieren. 
 
Tja, Samstag Abend hungrig und total geschafft erreichen wir unser Ziel. Den Mietvertrag können wir in der Wohnung abfertigen und wir erhalten auch die Schlüssel. Aber leider können wir noch nicht unser Zeug und vor allem unser Bett hoch tragen. Der Einzugstermin ist erst am Sonntag früh um 9. 
 
Die Nacht haben wir dann bei Bekannten verbringen können.



Sonntag früh um 9 Uhr: 

Die Hausverwaltung kleidet den Aufzug mit Decken ein und bevor wir die Möbel bewegen, werden in unserem Stockwerk die Wände auf Schäden überprüft und jeder Kratzer und jede Delle wird festgehalten. 
 
Dann endlich mit zwei Bekannten haben wir den PKW und den Pick-Up Truck entladen. Nach dem Einzug werden nochmal die Wände auf eventuell entstandene Schäden überprüft. Was sein muss, muss sein. 
 
Unser Apartment hat ein Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer und zwei Bäder. Also ist für Gäste schon vorgesorgt. Ihr könnt uns alle besuchen kommen. 
 
Die Wohnung befindet sich in einem dreiteiligen Gebäudekomplex, und die Namen enden auf -burg: Ravensburg, Lindenburg, Salzburg.

Wir wohnen im Salzburg.
Echtes Ziegeldach


 

Auf Bilder von der Wohnung werdet ihr euch noch gedulden müssen, bis wir alle Wände gestrichen und die nötigen Möbel gekauft haben. Das kann noch so 6 Wochen dauern.
Ich kann leider nicht alles alleine machen, da Harry gleich am Sonntag wieder zur Arbeit losgefahren ist. So bleibt das Putzen und Einräumen mir überlassen.



Am Montag hab ich das Haus ohne Straßenkarte oder Stadtplan verlassen. Ich wollte mein Ziel alleine und ohne Hilfe finden. So ungefähr wusste ich wo es ist: IKEA 

Habe aber die falsche Stadtautobahn erwischt und *schwupps die wupps* habe ich mich verfahren. Ich landete im Glenmore Park. War noch nie dort. Na wenn ich schon mal da bin, kann ich mich ja umschauen. Die Aussicht ist gar nicht so übel. 
Der Fluß endet im Stausee

Blauer Himmel und Schäffchenwolken. Der 4 km lange Stausee ist noch zugefroren.
 
Nach nur ein paar Minuten Verweilzeit ab ins Auto auf die Suche nach der IKEA.Irgendwo muss sie doch sein....
 
Gefunden! 
Insgesamt hatte ich 90 gefahrene km auf dem Tacho anstatt 30 = 60 km Umweg *grins*
 
Da mir Ivonne in ihrem Blog Appetit auf „Schwedische Hackbällchen“ gemacht hatte, habe ich mir natürlich auch welche gegönnt. 

Für die nächsten paar Stunden bin ich erstmal gesättigt.
 



So, und seit der Heimkehr bin ich nur noch am Putzen. Der Walmart gegenüber von uns hat ja gottseidank alles was man braucht. 

He, was sehe ich da auf dem Parkplatz! Ein Deutscher? 


Ja, in Alberta und ein paar anderen Provinzen muss man nur hinten das registrierte Nummernschild tragen. Vorne kann man sich dran machen, was man will. In diesem Fall ein deutsches Kennzeichen als Erinnerung.

Hehe, falls du dein Auto erkennst, melde dich mal.

 

Die Chemikalien in den Putzmitteln vernebeln mir schon mein Hirn. Meistens benutze ich Desinfizierer, denn das was die Vormieter hinterlassen haben, ist nicht mehr normal. Oder doch?

In den Schränken finde ich noch Zwiebeln, Kartoffeln, und ein Sack Reis. Alles landet im Müll.

In der Mikrowelle hängen noch die Essensreste an der Tür, im Kühlschrank hat sich wohl ein Haustier enthaart, und die Waschmaschine hat seit 2 Jahren keinen Putzlappen gesehen. Die mieft ganz nach Schimmel. Überall muss ich schweres Geschütz auffahren. 
 
Bin ich pingelig? Urteilt selbst. Achtung Ekel-Alarm! 


Kartoffeln wachsen schon aus.

Der Kalk hat sich schon ins Metall gefressen, also läuft das Wasser oben raus. Einen neuen Wasserhahn kaufen wir aus eigener Tasche, weil es dem Vermieter egal ist. Der Vermieter kann sicher sein, dass wir bei Auszug den alten Wasserhahn wieder einbauen.

Wer weiß wie lange das schon so klebt.

Wie kann man nur so leben?



Trockner mit Sieb wurde auch so hinterlassen.
Ute, sowas zeigt man doch nicht im Internet! Warum nicht? Sollen doch alle sehen, wie manche Kanadier hausen. In dieser Wohnung hat ein Pärchen mit Baby gewohnt. Sie 20, er 22. Also noch jung und verantwortungslos. 

Aber keine Angst, das schaut jetzt Alles blitzeblank aus.
 
Ich will mich ja nicht beschweren, aber manche Kanadier sind echte Dreckspatzen. 
 
Ende.


Montag, 19. März 2012

Haaaaalllooo Alberta!


Wir sind da. Unser neues zu Hause ist bezogen. Das Chaos hat begonnen. In allen Ecken liegt Kram, und die Übersichtlichkeit haben wir schon längst verloren. 
 
Aber Alles zurück auf Anfang. 
 
Samstag früh: 
 
Umzugstag. Schon bei Sonnenaufgang wird der Pick-Up-Truck beladen. 
 
Wir hätten auch einen U-Haul Umzugs-Truck mieten können aber hier kommt ein guter Vergleich.

Angebot von U-Haul: 1,000 Dollar (ca. 750 Euro)
Angebot von Harry's Boss den Fimen-Pick-Up zu nutzen: 0 Dollar

Draußen sind gefühlte 15 Grad plus, obwohl das Thermometer 2 Grad anzeigt. 

 
Voll beladen, geht die Reise los. 750 km liegen vor uns. Wenn wir nur kurze Pausen machen, können wir es in 9 Stunden schaffen. 

Bei der ersten Pause noch mal die Ladung sichern. Harry ist ein echter Trucker.

Ein Drittel der Strecke haben wir geschafft. Nur noch 500 km. 

Ein Holzfäller Sandwich wird fast ganz verschlungen. Fahren macht hungrig.
 
Leider spielt das schöne Wetter nicht mit. Nach etwa 4 Stunden wechselt der Himmel von blau in grau und Schneeregen vermiest uns die Fahrt. Die Sicht ist schlecht und wir haben noch 5 Stunden vor uns. 5 Stunden Qual und Konzentration auf die Straße. Das kanadische Wetter ist unberechenbar. 


Nach 540 km wird das erste Mal getankt. Starkes Schneetreiben und eiskalter Wind bläst uns an der Tankstelle um die Ohren. Wie gut, dass ich meine Ski-Jacke anhabe. Wasserdicht und winddicht. 

Schnell tanken und weiter gehts
 
Beide Tanks voll und eine große Überraschung: Beide Fahrzeuge waren bei Fahrtantritt vollgetankt und beide haben die gleichen Kilometer gefahren und das gleiche Benzin getankt.
 
Der einzige Unterschied: Der Endpreis nach dem Tanken. Auf meinem Kassenzettel für mein Auto stehen knappe $39, aber Harry kann für den Pick-Up-Truck überbieten: $100

Mannomann frisst ein Pick-Up-Truck viel Sprit! Ok, er war voll beladen, aber mein Auto war auch bis oben hin voll. 
 
Unsere Pausen haben wir kurz gehalten: Toilettengang, zweimal an der frischen Luft ein-  und ausatmen und weiter....

Nach 9 Stunden unterwegs – ein Licht am Ende des Tunnels....ähm...der Reise. 
 
In Calgary angekommen, hört das Schneetreiben auf und die Straßen sehen aus, als hätten sie heute keine Nässe gesehen....komisch....

Und das Schöne...im Westen über den Bergen scheint die Sonne. 


 Wir nehmen es als „Freundliches Willkommen“ von Calgary hin. 
 
Wir konnten nicht am gleichen Abend mit den Möbeln in die Wohnung einziehen....aber dazu mehr im nächsten Beitrag.

Fortsetzung folgt...




Donnerstag, 15. März 2012

Improvisation ist alles


Ja, das passiert, wenn man umzieht. Der Esstisch und die Stühle sind weg. Die Couch ist weg und der Fernsehtisch ist weg. 

Bei unserem Einzug vor einem Jahr sah es ganz anders aus.

 >>>Hier die alten Bilder zur Wohnung. 

 Und so sieht es aus, wenn man improvisiert. 


 Die Schlafzimmermatratze dient als Bett, Couch, Stuhl und ein leerer Karton soll den Tisch darstellen. 

Alles noch bequem. 
 
Der Fernseher steht auf einer Staubsaugerkiste, wenn man es nicht ganz erkennen kann. 

Zum Abendessen gibt es ein Gericht aus Resten aus dem Kühlschrank. Zum Nachtisch gibt es noch ein Magnum Eis, das auch aus dem Tiefkühlfach verschwinden muss. Lecker.


 
Und hier noch ein kleines Puzzle Stück zu unserem neuen Heim: Wir ziehen nach Salzburg :o)

Mehr wird nicht verraten. 
 
Nur noch 2 mal schlafen.




Dienstag, 6. März 2012

Jubiläum (schon wieder)


Liebe ist das wunderbare Gefühl, nach den Sternen greifen zu können, ohne sich dabei auf Zehenspitzen stellen zu müssen.
 
Ich finde jeder Tag ist ein Grund zum Feiern. Aber manche Tage sind etwas Besonderes. 
 
Heute ist unser



Seit 14 Jahren sind wir ein Paar aber erst vor 3 Jahren haben wir uns versprochen, auf immer und ewig füreinander da zu sein. 
 
Ich sehe es als ein Wink des Schicksals an, dass wir genau heute an unserem Hochzeitstag die Zusage zu unserem neuen Liebesnest in Calgary erhalten haben. Die Mietkaution ist bezahlt und wir werden am 17.März 2012 einziehen.
 
Wir sind sooooo aufgeregt. 

Ich bin mal gemein und zeige euch nur einen kleinen Ausschnitt aus dem was uns erwartet. 


Soviel wird verraten: Es ist wieder ein Condo, kein Haus. 

Wenn ihr mehr sehen wollt, müsst ihr bis zum 17.März warten, also schaut einfach wieder mal auf unserem Tagebuch vorbei. 

Ihr dürft gespannt bleiben.  

Zum Schluß noch einen passenden "Liebe ist.." Cartoon.