Montag, 2. September 2013

Yoho National Park

Das September-Wochenende vom 31. August - 2. September ist das letzte lange Wochenende in Kanada, dann geht die Schule los und jeder geht wieder arbeiten. Also holt jeder Kanadier an diesem Wochenende sein Wohnmobil ein letztes Mal aus der Garage und fährt in die Berge.

Grundsätzlich sind die Rocky Mountains staufrei. Es gibt aber die Ausnahme der drei Wochenenden, an dem mit Stau zu rechnen ist. Das lange Mai-Wochenende, das lange Juli-Wochenende und dieses lange September-Wochenende.

Da wir nicht zu Hause vergammeln wollten, stürzten wir uns mitten in die Blechlawine Richtung Berge. Wir sind aber nicht nach Banff oder Jasper gefahren, da wir wussten, dort wird es brutal eng mit Parkplätzen und jeder Tourist steigt sich auf die Füße.

Wir wählten den Yoho Nationalpark, der an den Banff Nationalpark angrenzt. Das letzte Mal, als wir diesen Nationalpark besuchten, war 2008 in unserem Kanada Urlaub. Also war es mal wieder Zeit, dorthin zu fahren.

Die erste Attraktion auf der Strecke im Park sind die Takakkaw Falls. Die 13-km geschlängelte Straße ist nicht empfehlenswert für Fahrzeuge über 7 Meter (und ein Verbot für Trailer ist unten angeschrieben). Die Trailer muss man unten abkuppeln und nur mit dem Truck hochfahren.

Und hier die ersten Bilder von einem der höchsten Wasserfällen Kanadas.

Nein, es ist keine Überbelichtung. Das Flusswasser ist milchig weiß von den heruntergespülten Mineralien in den Bergen.

Näher sind wir nicht an den Wasserfall. Die Spritzer des Wassers konnte ich schon hier spüren und es befleckte schon meine Kameralinse.

Findet ihr den klitzekleinen roten Punkt links unten am Wasserfall? Das sind Menschen mit Regenjacken. Dann könnt ihr euch ein Bild von der Höhe des Falls machen.
 Nur ein paar Bilder geschossen, denn die Farbe des Flusses gefiel mir nicht. Das milchige Wasser enttäusche mich etwas.

Weiter zur nächsten Attraktion: Emerald Lake.
Na das nenn ich FARBE!
Je nach Sonnenlichteinfall gab der See unterschiedliche Türkisschichten wider.
Wir sind etwas am Ufer entlang geschlendert.....und das M O S K I T O frei.
Kein einziger Moskito zu sehen. Mensch, war das angenehm.





Die letzte Station im Yoho Nationalpark war ein kleiner 2,4 km Wanderweg zu den Wapta Falls.
Der Wanderweg war gar nicht so anstrengend und auch für meinen Level geeignet. Was uns noch herausforderte waren die quer liegenden Baumstämme. Wir haben sie gezählt: 14 Stück lagen quer und wir mussten bei einigen "Hürdenlauf" durch Bücken machen.

Erst gemütlich durch den Wald....

....dann Hürdenlauf



Dann die Ankunft an den Wasserfällen.
Irgendwie fühlte ich mich auch hier enttäuscht, da es ja der gleiche weiße und milchige Fluss war. Ich habe nur ein Foto gemacht. Man kann auch bis hinunter und die Wasserfälle von unten fotografieren. Aber das habe ich gelassen. Grund: Hierher müssen wir mal wieder kommen, wenn der Kicking Horse River schön grün/türkis ist. Dann werden wir mehr Bilder schiessen.

Waren wir wohl etwas verwöhnt von den Farben des Emerald Lake?
Nach der Wanderung war es schon spät Nachmittag und unser Plan war, uns ein Hotel im 30-Minuten entfernten Golden zu suchen. Na ja, am Info-Center erfuhren wir, dass Golden komplett ausgebucht ist un nur 2 Zimmer übrig waren: 300 Dollar pro Nacht (etwa 220 Euro).

Tja, die Entscheidung fiel uns nicht schwer. So viel Geld geben wir nicht für ein Hotel aus. Entscheidung: Wir fahren heim. In nur etwa 3 Stunden wären wir daheim.

Auf dem Rückweg machten wir kurz Halt an einem kleinen See an der Autobahn um unsere Steaks zu brutzeln.


Ein toller Abschluss des Tages, und daheim angekommen freuten wir uns auf unser eigenes Bett und waren happy, dass wir uns 300 Dollar gespart haben.
Und die Rechnung für das Benzin: $40 (etwa 30 Euro) für 640 km.
Ein günstiger Tagestrip, oder?

Kommentare:

  1. Sehr schöne Bilderstrecke. Besonders die Fotos vom Emerald Lake gefallen. Das beste ist dort, dass sich nur wenige Touries die Mühe machen, die gerade mal sechs Kilometer um den See zu wandern. Je weiter man geht, desto einsamer wird es und man hat die Schönheit des Sees ganz für sich allein. Nun bin ich wieder ein Stück heimwehkrank nach Kanada...

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  2. oh toll! An den Takkakaw Falls waren wir auch letztes Jahr und den Emerald Lake habe ich nun ganz oben auf meiner Liste dank Deiner Fotos. Danke ;-)

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