Mittwoch, 29. Januar 2014

Grüne Oase mitten im Winter

Am Mittwoch hatte ich einen Termin beim deutschen Konsulat in Calgary. Mein Pass läuft im Juni 2014 aus und ich musste ihn noch verlängern, bevor wir nach Deutschland fliegen.

Ich hatte alle Unterlagen dabei, unter Anderem meine Geburtsurkunde, Heiratsurkunde, Einbürgerungsurkunde, Abmeldebescheinigung von Deutschland, usw.... Ich fragte mich, warum alles benötigt wird, wenn ich meinen Pass nur verlängern will. Aber was solls, Vorschrift ist Vorschrift.


Im Büro des Konsul ging alles schnell vor sich. Innerhalb von 10 Minuten war alles erledigt, ich hatte meine Fingerabdrücke verewigt, und war innerhalb kürzester Zeit $235 ärmer geworden. Umgerechnet sind das etwa 157 Euro Gebühren für die Passbeantragung. Wenn man bedenkt, dass es in Deutschland nur 60 Euro kostet.....Aber ich will mich nicht beschweren, denn ich bin froh, dass wir ein Konsulat in Calgary haben. Für andere deutsche Bewohner in anderen kanadischen Städten liegt das nächste Konsulat so weit entfernt, dass sie fliegen müssen. Das blieb mir gottseidank ersparrt.

Da wir nun in Calgary Downtown waren, nahmen wir uns Zeit, durch das Zentrum zu laufen. Es war windig und kleine Schneeflocken wirbelten herum. Gut, dass in Calgary alle Einkaufszentren innerhalb von den monströsen Bürogebäuden gebaut wurden. So müssen die Calgarianer nicht in die klirrende Kälte, wenn es mal minus 30 Grad hat.

Zum Shopping war uns nicht zumute, aber wir liefen zu den Devonian Gardens. Eine tropische Oase mitten im Calgary Winter, und der Eintritt ist kostenlos. Insgesamt 550 tropische Bäume, Pflanzen, Wasserspiele und ein feucht-warmes Klima auf  einer Fläche von 10,000 Quadratmeter bilden einen der größten Indoor-Parks der Welt.










Wieder draußen stellten wir fest, dass der Schnee schlimmer geworden war. Ganz dicke Schneeflocken bedeckten schon die Straße.
Wir hatten uns entschieden, den Tag in Downtown so abzubrechen und den Nachhauseweg anzutreten.



Montag, 27. Januar 2014

Kananaskis Country und Troll Falls

Es ist natürlich schwer, den Lake Louise Beitrag mit noch schöneren Bildern zu toppen. Aber wir haben noch ein paar schöne Bilder im Repertoire.

Samstag fuhren wir ins Kananaskis Country, um wieder "spazieren zu gehen".
Schon bei der Anfahrt sprang uns ein Waldbewohner vor das Auto.
Ich war so erschrocken, dass ich nicht genug Zeit hatte, die Kamera zu zücken. Die Mutter verschwand ganz schnell im Wald. Als wir unseren Weg fortsetzen wollten, überraschte uns das Baby, denn es sprang auch vor unser Auto. Und da hatte ich die Kamera schon an und bereit.

Das Baby Moose (Elch) hatte Angst und wollte zur Mama Moose.
Wir starteten unseren Spaziergang ganz oben im Kananaskis Village und liefen zur berühmten Aussicht vom Rand. Diese Aussicht habe ich schon so oft fotografiert, ihr könnt sie unzählige Male in meinen Beiträgen finden. Sie ist immer wieder schön.


Und dann ein kurzer Spaziergang am Kananaskis Rim Trail. Ein ebener und bequemer Weg führt am Rand entlang. Rundgang 2 km.


Weiter unten im Tal befindet sich der Parkplatz zu den Troll Falls. Diese sind auch auf einer kurzen und relativ ebenen Strecke zu erreichen. Ein Rundweg von etwa 3,2 km.

Die Strecke selber ist nicht besonders attraktiv, man läuft nur durch Wald.

 
Ab und zu hat man einen Ausblick auf die Berge rundherum.


Die Troll Falls sind im Winter zugefroren, und bieten tolle Fotomotive, da man auch ganz nah dran gehen kann.



Tagesetappe: 5,2 km.

Zur Zusammenfassung:
- Donnerstag: Elbow Falls
- Freitag: Lake Louise
- Samstag: Kananaskis Village mit Troll Falls
- Sonntag Morgen konnte ich plötzlich nicht mehr richtig auftreten, weil ich irgendwie beim Wandern durch den unebenen Schnee den linken Fuß leicht verknackst hatte.

Das Ergebnis: Sonntag, Montag, Dienstag Knöchel hochlegen und schonen.

Nach drei Tagen "Nichtstun" war wieder alles in Ordnung.

Samstag, 25. Januar 2014

Winter-Wunderland

Nach dem kurzen Tag bei den Elbow Falls ging es gleich am Freitag etwas weiter weg.
Das Ziel: Das etwa 2 Stunden Fahrt entfernte Lake Louise.

Es war unglaublich, dass wir seit der Ankunft von Monika Plusgrade im kanadischen Winter hatten. Herrlicher Sonnenschein erwärmte die Luft. In Lake Louise selber war es mit -8 Grad wie erwartet etwas kühler, schließlich waren wir ja auch mitten in den Rocky Mountains.
Aber sehr überraschend: AbsoluteWindstille und dadurch angenehm auszuhalten.

Schon die Hinfahrt bezauberte uns. Das Wolkenspiel war einzigartig.


Als wir am Lake Louise ankamen, war es noch wolkig, aber nach ein paar Minuten lichtete sich der Nebel, und was wir zu sehen bekamen, war ein Winter-Wunderland. Seitdem wir in Kanada wohnen, habe ich den Winter noch nie so atemberaubend erlebt, wie an diesem Tag in Lake Louise.


Die Feuchtigkeit gefriert an den Ästen.
Durch immer wieder aufziehenden Nebel veränderte sich die Aussicht von Minute zu Minute. Die Sonne, der Schatten und der Nebel boten ein eindrucksvolles Schauspiel.



Man konnte sehen, wie der Nebel um die Ecke schlich.
Bei einem Spaziergang entlang des Sees gerieten wir immer wieder ins Staunen, da die Landschaft sich wunderschön präsentierte. Auf 4 km hatten wir die tollsten Fotomotive.
Geil!

Eine Pferdeschlittenfahrt kostet nur $30 pro Person. Aber wir bevorzugten den Spaziergang.
So konnten wir in Ruhe die Aussichten einsaugen.
Der hier friert nicht


Auf dem Rückweg fanden wir eine Bank ;)

Total eingeschneite Bank
Ganz schön viel Schnee

Eis
Natürlich haben wir auch die Eisskulpturen besucht. Dieses Jahr waren alle Skulpturen zum Thema Olympische Spiele.








Das war mit Abstand der schönste Wintertag in den Rocky Mountains. Nicht zu kalt, ein tolles Naturschauspiel mit Sonne, Schatten und Nebel. Der Spaziergang am See wird uns unvergesslich bleiben. Diese Eindrücke kann man nicht auf einem Foto festhalten. Das muss man selber erlebt haben.

Freitag, 24. Januar 2014

Elbow Falls

Oje, oje, oje, nicht viel Zeit zum Quatschen. Ich hänge schon mit 3 Beiträgen hinterher....

Also hier die Bilder vom letzten Donnerstag.

Erst ein ausgiebiges Frühstück...
Dann fuhren wir zu den Elbow Falls. Am Parkplatz angekommen, stellten wir fest, wir waren ganz alleine dort und hatten den ganzen Fluss für uns.
Elbow River im Winter

Der Elbow River




Das Flussbett war vor der Sommer Flut 2013 nur halb so breit.

Da unten fließt der Elbow River hinunter und bildet die Elbow Falls.
Ich liebe Eisformationen

Der Zugang zu den Elbow Falls war wegen Rutschgefahr gesperrt. Die Stufen waren mit einer dicken Eisschicht bedeckt und ein Laufen darauf war nicht möglich.



Es war keiner in Sicht, also gingen wir an der Sperrung vorbei und kraxelten entlang der Stufen bis man die Wasserfälle von vorne sehen konnte. Es war wirklich rutschig und es funktionierte nur mit Festhalten.
Als wir dann unsere Fotosession hatten, tauchte plötzlich doch ein Pärchen an der Sperre auf. Die Dame beobachtete uns mit ihren Adleraugen, aber traute sich nicht rein. Pf! Machte uns nix aus.
Auf dem Heimweg stoppten wir noch Flussabwärts für einen Spaziergang. Es war herrlich warm, nur das Wasser, war eisig kalt.
 


Ich fand die Schneeoberfläche witzig. Sie war wie mit Nadeln besetzt.

Auf dem Heimweg begegnete uns ein kleiner Waldbewohner.
Soooooooo..... der nächste Beitrag wird mit vielen Bildern beladen sein, deshalb wollte ich sie nicht zusammenfügen. Seid gespannt und schaut in den nächsten Tagen wieder rein.....