Donnerstag, 15. Mai 2014

Erste Wanderung in den Bergen

Das erste Mal dieses Jahr haben wir uns in die Berge zum Wandern getraut, und hofften darauf, dass sich der Schnee größtenteils verzogen hatte.

Durch die winterliche Pause ohne große Bewegung waren meine Gelenke und Knochen eingerostet und meine Lungen hechelten schon nach der kleinsten Steigung nach Luft.

Deswegen war es besser, wieder klein anzufangen. Das Ziel: Grassi Lakes bei Canmore. Ein Rundweg von etwa 4 km, bei dem die ersten 2 km ziemlich steil bergauf gingen.

*hechel*hechel*hechel*puh*schnauf*

Aber die Anstrengung hatte sich gelohnt. Die beiden kleinen Seen waren eisfrei und die Sonne zauberte wunderschöne grüne Akzente in die klaren Seen. Schaut selber.






Zum Größenvergleich: Der kleine rote Punkt ganz links ist ein Mensch. Und darüber hängen zwei weitere Personen nebeneinander an der Kletterwand.

Nur am Ufer war noch etwas Schnee übrig (das waren die schattigen Plätze am See)



Mit den tollen Bildern der Grassi Lakes verabschieden wir uns für die nächsten 4 Wochen in den Urlaub.
Es geht wie jedes Jahr nach Deutschland, und was am Ende zurück bleibt, sind die vielen Pfunde, die ich mir während der Zeit angefressen habe. Zum Teufel mit der Diät! Die 4 Wochen lassen wir uns gut gehen.

Bleibt alle anständig...und man sieht sich...bald wieder! 

Samstag, 10. Mai 2014

Nose Hill Park

Was aussieht wie ein trockener Heubüschel in einem Strauch....



.....ist in Wirklichkeit ein Porcupine (Stachelschwein).
Wir befinden uns im Porcupine Valley im Nose Hill Park, mitten in Calgary.

Der Nose Hill Park ist ein 11 Quadratkilometer großer Park, wo vor etwa 200 Jahren noch Bisons grasten und die Indianer auf Bisonjagd gingen.

Heute ist der Park umzingelt von Wohnsiedlungen und die Bisons sind längst verschwunden. Jetzt ist der Park nur noch Lebensraum für Kojoten, Rehe und Stachelschweine.

Wenn man alle Trampelpfade ablaufen möchte, wird man dafür Wochen brauchen, denn die ziehen sich über 300km in die Länge. Davon sind nur 8 km asphaltiert und 52 km Schotterweg. Der Rest ist Trampelpfad.

Hier haben wir auch das erste Lebenszeichen vom Frühling entdeckt.
Der Prärie-Krokus ist die erste Blume, die den Frühling einläutet und er wächst in der Prärie und an Berghängen. Hübsch, aber gefährlich.

Vorsicht! Nicht anfassen. Die feinen Härchen sind giftig.
Die Indianer haben diese Pflanze äußerlich gegen Rheuma benutzt, und um entzündete Wunden zu heilen. Innerlich, also eingenommen wurden sie benutzt, um die Geburten einzuleiten, oder für Abtreibungen.

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Wie Papparazis haben wir uns an die Stachelschweine heran geschlichen, um ein möglichst gutes Foto zu erhaschen. Aber die Viehcher waren so schüchtern und haben ihr Gesicht dauernd versteckt.

 
Zähne wie ein Biber



Ich habe auch ein kleines Video gemacht. Soooo süß!

Hier geht es zum Video