Donnerstag, 4. Februar 2016

Lake Louise Sonntag (1)

Halli-Hallo! Zeit für einen neuen Beitrag. Ich wette ihr wartet schon gespannt drauf.
Die Bilder in den nächsten zwei Beiträgen kommen aus der Lake Louise/Banff-Gegend, da wir die letzten beiden Sonntage dort waren. Am ersten Sonntag war das Wetter noch ok, aber am zweiten hingen tiefe Wolken über den Gipfeln.  Also los geht es heute ohne viel Geschnatter.

Vor zwei Jahren um die gleiche Zeit war ich mit meiner Schwester (die mich aus Deutschland besuchte) in Lake Louise und konnte tolle Aufnahmen bei tollem Wetter machen. >>> HIER<<<  ist der Beitrag dazu. Man kann ja nicht immer blauen Himmel haben.

Auf dem Weg machten wir einen 5-Minuten-Halt in Banff auf dem Bahnhof, um ein Schnappschuss von der Lok aus Eis zu machen.



Und einen Schnappschuss von unterwegs.



Und einen Schnappschuss  von der berühmten "Morant's Curve". 


Ich glaube, das ist Mount Temple, mit 3544m der höchste Berg der Region um Lake Louise. Aber die Aufnahme entstand wegen der Hufeisenform im Baumgipfel.

Moraine Lake Road ist den ganzen Winter gesperrt.

In Lake Louise standen wir dann im Chaos. Parkplätze so überfüllt wie im Sommer und schwer, einen zu finden. Es war ja der letzte Tag des jährlich stattfindenden "Ice Magic Festivals" und ihren Eisskulpturen. Der Eintritt kostete $10 pro Person, aber wir entschieden uns dagegen, da man sich in der Menschen-Masse kaum bewegen konnte geschweige denn Fotos von den Eisskulpturen machen. Wir entschieden uns, nächsten Sonntag Fotos zu machen, wenn wir wieder hier waren und es sogar kostenlos war. Deswegen hier nur ein Foto vom See.




Da die Sonne noch etwas am Himmel wärmte, entschieden wir uns spontan für ein Abstecher auf die 93 Richtung Süden zu fahren. Erster Stopp: Marble Canyon

Marble Canyon
Marble Canyon
Um das obere Foto zu machen, musste ich runter zum Fluss. Aber leider war der Weg nach oben sehr rutschig und ich steckte fest. Hilfe Harry, komm hilf mir hoch! (Na klar musste er vorher noch ein Foto mit dem Handy schießen)

Marble Canyon

Marble Canyon
Langsam verschwand die Sonne hinter den Bergen aber wir mussten ja noch schnell zum zweiten Stopp: Numa Falls.

Über die Numa Falls gibt es normalerweise eine Brücke. Die war zumindest in 2008 bei unserem Urlaub noch da. Aber die Recherche im Internet ergab, dass sie irgendwann im letzten Jahr weg gespült wurde. Wahrscheinlich ist der Zugang im Sommer gesperrt. Im Winter kümmert es keinen, wer dort rumläuft. Wir trafen auf zwei Australier und fragten, ob man zu den Wasserfällen laufen könnte. Er bestätigte uns dieses und meinte nur, wir sollten dem Pfad folgen, dann laufen wir "auf den Wasserfällen". Ähm, bitte was? Wir tasteten wir uns vorsichtig auf dem festgetrampelten Pfad an die Wasserfälle ran. Der Schnee war meterdick und wenn man neben den Pfad trat, versank man bis über die Knie.


Der Schnee war so dick, dass man nicht mehr erkennen konnte, was es ist... Ein Picknicktisch mit zwei Bänken.
Die Ungewissheit, dass man irgendwo steht und nicht weiß, wo der Abgrund beginnt, machte meine Knie weich. Aber ich dachte mir zu den Fußspuren: Wenn schon andere hier gestanden sind, und wenn ich in den Fußstapfen bleibe, kann mir nichts passieren.
Einen Schritt oder weniger und unten fließt das Wasser. Ich hatte nicht mal einen halben Meter Bewegungsradius (das sieht man an den Fußstapfen um mich herum).
Von diesem Standort und mit zitternden Knien konnte ich in beide Richtungen eine Aufnahme machen.

Zuerst vor mir. In Abstufungen ging es nach unten in einen Canyon. Ich konnte aber unter mir wegen dem dicken Schnee keine Abstufung sehen. 

Flussaufwärts

Flussabwärts. Hier kann man erkennen, dass ich wahrscheinlich "auf dem Wasserfall" stand.
Die beiden Stopps hatten sich gelohnt. Man kann noch am Marble Canyon einen Trail laufen, der jenseits der Brücke beginnt, doch da bin ich nicht mal mit meinen Spikes an den Schuhen hoch gekommen. Auf purem Eis und einem steilen Anstieg legte ich beim Versuch hoch zu kraxeln fast einen Spagat hin und rutsche rückwärts runter.  Zum Glück war Harry nicht schnell genug mit der Kamera, also gibt es auch kein Foto, pah!

Der Rückweg gewährte uns noch tolle Ausblicke.

Während der Fahrt mit dem Handy fotografiert.
In Banff waren wir dann pünktlich zum Sonnenuntergang an den bekannten "Vermilion Lakes". Ein beliebter Spot für Sonnenuntergänge. Der See ist ganz zugefroren, bis auf eine Stelle, wo eine heiße Quelle aus der Erde fließt und diese Stelle nie gefrieren lässt.




>>> HIER <<< geht es zum zweiten Sonntag.

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