Man tut alles, um sie nachzukochen.
Ich hatte schon länger vor, mich an dieses Mammut-Rezept zu wagen.
Ich vermisse dieses spezielle Gericht, das ich in Siebenbürgen und in Deutschland sehr gern gegessen habe. Dieses Gericht hat man im Herbst gekocht und man hatte den ganzen Winter über leckeren Brotaufstrich. Nur....es ist solch ein großer Aufwand, dieses herzustellen. Auf geht es, wer es nachkochen möchte, hier kommt das Rezept.
Zacuscă - Ein typisch siebenbürgischer Brotaufstrich
Zutaten:
- 3 kg Auberginen
- 2 kg rote Paprika
- 1 kg Zwiebeln
- 1 Liter Tomatensosse (nicht die Paste)
- 500 ml Pflanzenöl
- 5-8 Lorbeerblätter
- 1 Esslöffel Salz für den Anfang, danach evtl. mehr zum Abschmecken
- 1 Teelöffel Pfeffer
= Total vegetarisch!
| Auberginen mit der Schale auf dem Grill von allen Seiten gut anbraten bis sie innen weich sind. |
| Kurz abkühlen lassen, dann die Haut entfernen. In ein Sieb legen, damit sie abtropfen. Je länger desto besser. Ich habe sie 45 Minuten tropfen lassen. |
| Die Abtropfflüssigkeit wegschütten, da sich hier die ganzen Bitterstoffe der Aubergine befinden. Nun schmecken die Auberginen nicht mehr so bitter. |
| Auberginen mit einem Mixer zerkleinern. |
| Während der Abtropfzeit der Auberginen kann man die Zwiebeln schälen und klein mixen. Achtung! Heulgefahr. 1 kg Zwiebeln zerkleinern brennt richtig in den Augen. Ich hab das Harry machen lassen ;) |
| Rote Paprika rundherum anbraten. Haut kann ruhig schwärzen, damit es einen richtigen Geschmack ergibt. |
| Nach dem Anbraten für 30 Minuten in eine Schüssel und mit Plastikfolie bedecken, damit sich die Schale durch den Dunst löst. Danach kann man die Schale nur noch abschaben. Es geht viel einfacher. |
| Rote Paprika auch durch den Mixer. |
| Alle anderen Zutaten (Auberginen, Paprika, Tomatensosse, Salz, Pfeffer, Loorbeerblätter) in den Topf schütten und gut umrühren. Bei kleiner Hitze mit einem Deckel nur halb zugedeckt köcheln lassen. |
Ab diesem Moment muss man den Topf im Auge behalten, da die Masse schnell anbrennen kann. Es ist eine dickbreiige Masse. Alle 10-15 Minuten muss umgerührt werden. Achtung, der Brei spuckt!
Da ich das Rezept zum ersten Mal probiert hatte, wußte ich nicht, wie lange es köcheln muss, oder wie das Endprodukt aussehen soll. Ich habe es 1,5 Stunden köcheln lassen, bis die Masse cremig geworden ist.
Man liest in anderen Rezepten, dass das Öl an der Oberfläche schwimmen muss, dann ist es fertig. Aber bei mir kam auch nach einer Stunde kein Öl hoch, aber die Masse war schön breiig. Fertig zum auf das Brot schmieren. Nicht vergessen kurz vor Ende noch mit Salz abzuschmecken.
| Kurz vor Ende habe ich die Einmachgläser im Backofen bei 100 Grad erhitzt. |
| Die Zacuscă noch heiss in die Gläser gefüllt und gleich verschlossen. Nochmal 1 Stunde in den Backofen. |
Die Zacuscă im Topf ergab genau 10 Gläser a 500ml.
Ich habe 6 Stunden für die Herstellung gebraucht. Wenn man Hilfe in der Küche hat, z.B. beim Schälen der Auberginen und Paprikas dauert es nicht so lange.
In dem traditionellen Rezept steht drin, dass man die Gläser aus dem Backofen nimmt und in soviele Decken wie möglich warm einpackt, damit alles so langsam wie möglich abkühlt. Das soll dazu führen, dass die Zacuscă für bis zu einem Jahr haltbar gemacht wird. Ich weisss nicht, ob ich das richtig gemacht habe und habe Angst, dass die Zacuscă nicht so lange hält.
Wer will, kann auch zu Konservierungsstoffen greifen. Ich habe es nicht gemacht, da ich nicht vorhabe, ein Jahr mit dem Verzehren zu warten. Ein Glas ist ja schon verputzt!
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| Nachher |
Jeder hat seine eigenen Rezepte.
Gerne bin ich für kostbare Tipps dankbar, die mir helfen, beim nächsten Mal das Rezept besser zu machen.
Ich habe meine eigene Zacuscă probiert, und ich muss sagen, ich habe keine bessere gegessen. Auch nicht zu Hause. Sie ist mir perfekt gelungen. Genau nach meinem Geschmack.
Schmeckt auf weißem, frisch gebackenem Brot am besten.
