Donnerstag, 26. März 2015

Las Vegas und "Sind wir nicht alle Sparfüchse?"

Na so ein Zufall: Heute genau vor 4 Wochen bin ich von unserer Reise aus Vancouver zurück gekehrt. Es hat tatsächlich so lange gedauert, bis ich die Beiträge fertig gestellt habe.

Dieser Beitrag besteht aus zwei Teilen: Der erste Teil besteht aus den Bildern unserer Reise und der untere Teil aus einem Text, der erklärt, wie wir dazu kamen, 2 kostenlose Tage in Las Vegas zu verbringen. Der letzte Teil enthält mehr Text, deshalb müssen diejenigen, die nicht daran interessiert sind, nicht lesen. Einfach beim THE END aufhören.

Mit einem Mietwagen machten wir uns an einem wunderschönen Samstag auf den Weg über die Grenze in die USA. Wir hatten den Flug nach Las Vegas erst für Sonntag Mittag gebucht, aber wir wollten schon einen Tag früher über die Grenze, damit wir am Tag der Abreise keinen Stress hatten.

Den Nachmittag verbrachten wir auf dem Chuckanut-Drive entlang der Küste und wir warteten auf einen schönen Sonnenuntergang.


Selfie-Zeit!
Unten am Ufer schlängelt sich ein Zug entlang.
Das Gold der untergehenden Sonne spiegelt sich im Ozean


Am Sonntag dann der Flug nach Las Vegas - ohne Probleme und ohne Stress. Das Auto konnten wir an einem der Flughafen-Parkplätze stehen lassen. Für die 4 vollen Tage haben wir nur $20 bezahlt.



Auch in Las Vegas hatten wir ein Auto gemietet, damit wir flexibel waren. Wir wollten auch mal raus. Und noch einen Grund gab es: Die Buffets auf dem Strip kann sich ja keiner leisten, denn die Zeiten der spottbiligen Buffets ist vorbei. In den Casinos zahlt man schon mindestens $23.99 pro Person bis hin zu $39.99.

Was die meisten Touristen nicht wissen: Die Casinos, die zur STATION-Gruppe gehören, liegen abseits vom Strip und man muss ein Auto haben. Aber man zahlt auch nur $7.99 für ein Dinner-Buffet. >>>Hier die Liste der Casinos<<<

Wir hatten an dem Tag noch nicht viel gegessen, da wir ja im Stress waren: Einchecken, Fliegen, Auto abholen... Also hatten wir Kohldampf und ein Buffet wäre uns Recht. Wir hatten uns für das Red Rock Casino entschieden, da es eine gute Bewertung im Internet hatte. Die Entscheidung war die richtige, denn ich muss euch sagen: Seitdem wir vor 4 Jahren nach Kanada ausgewandert sind habe ich kein so gutes Buffett gegessen. Es gab verschiedene Stationen entlang des Ganges, aus denen man sich was aussuchen konnte. Und eine riesige Salatbar, in die ich mich reinsetzen könnte. Also wer hier nichts findet.... Das Fleisch, das Gemüse, die Salate und der Nachtisch hatten richtig guten Geschmack und die richtige Würze.


Für den Preis von $13.99 kann man nicht meckern und wir haben uns so voll gestopft, dass wir uns nicht mehr bewegen konnten. An dem Abend hatte es sowieso geregnet, also konnten wir nicht rumlaufen.

Am nächsten Tag war der 4 Stunden entfernte Grand Canyon auf dem Programm. Der Grand Canyon gehört zu den Hauptattraktionen der USA und mindestens einmal im Leben sollte man den gesehen haben.

Auf dem Weg dorthin liegt der Hoover Damm, der einen Stopp wert ist.


Auf der Brücke da hinten standen wir auch. Von dort habe ich das vorige Foto gemacht. 

Selfie?

Am späten Nachmittag kamen wir dann im Örtchen an, dass nur einen Kilometer vom Eingang zum Grand Canyon lag. Da es schon anfing dunkel zu werden (ja, es war ja noch Februar, wo die Tage noch kurz waren), hatten wir den Besuch des Grand Canyon auf den nächsten Tag verschoben. Die Wettervorhersage: Ganz schlecht und Schneewarnung. Aber gegen Mittag sollte sich die Sonne zeigen.

Am nächsten Morgen dann die Überraschung. Das weiße Zeugs hatte mich aus Calgary bis zum Grand Canyon verfolgt.


Trotzdem zahlten wir die $25 Eintritt und hofften, dass bald die Sonne zum Vorschein kam. Die Broschüre vom Parkeingang hatte auch das richtige Foto drauf.

Genauso sah es bei uns an dem Tag auch aus.
Ganz heftiger Schneefall



Beweisfoto :) Gaaaaar nix zu sehen. Hinter der Monika breitet sich der 400 km lange Grand Canyon aus.

Der Schnee wurde immer schlimmer und wir kehrten zum Auto zurück und fuhren enttäuscht zurück nach Las Vegas.
Nur eine Stunde weg vom Grand Canyon war der Himmel wolkenlos und in Las Vegas waren es 18 Grad. Könnt ihr glauben, dass die folgenden Bilder aus dem Red Rock Canyon neben Las Vegas vom gleichen Tag sind, also nur 4 Stunden entfernt?


Könnt ihr den Kletterer ungefähr in der Mitte des Bildes sehen? Soooo groß waren diese roten Steinformationen.

Ute kraxelt wieder herum...

Nein, nix mit Umarmen. Die Stacheln waren richtig spitz wie Nadeln.


Da wir an dem Abend schon auf der Seite von Las Vegas waren, wo sich auch das Red Rock Casino befand, entschieden wir WIEDER dort zu Abend zu essen. Der Preis war einfach unschlagbar!

Nach dem Essen waren wir wieder so voll, aber wir machten einen "kleinen" Spaziergang entlang des Strips.


Bis zu den Brunnen von Bellagio und dann machten wir kehrt. Wenn man alles von Las Vegas sehen möchte, muss man auch länger dort bleiben. Vom Luxor zum Bellagio sind wir gefühlte 10km gelaufen, weil man immer wieder die Überführungen der Querstraßen nehmen muss. Und mit diesem letzten Bild von den Bellagio Fountains schließen wir die Reise von Monika ab.
 
Am darauffolgenden Tag wieder zum Flughafen, Auto abgeben, zurück nach Belingham fliegen, und zurück nach Vancouver fahren. Alles ging ruck-zuck und um 6 Uhr hatten wir uns noch mit Yvonne + Familie im FAMOSO zum Abendessen getroffen. Ich hatte mal wieder einen Gutschein von Groupon gekauft. Es war ein geselliger Abend.

Am nächsten Tag dann der Abschied. Die drei Wochen waren so schnell vergangen, und mit Tränen in den Augen sagte ich Monika "Auf Wiedersehen". Wir sehen uns ja im Mai wieder :)

************************* THE END **********************


Montag, 2. März 2015

Wir fliegen in den Frühling

Phase 2 von Monikas Besuch: Frühling in Vancouver. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft Harry und ich in Vancouver waren....immer waren wir mit dem Auto dort.

Dieses Jahr hatte ich entschieden, wir fliegen, denn der Rogers Pass in den Rocky Mountains war diesen Winter wegen Schneelawinen so oft gesperrt (manchmal zweimal innerhalb einer Woche). Also war mir das Risiko zu hoch, und deshalb der Flug.

Wir tauschten das trostlose Calgary gegen immergrüne Westküstenromantik ein. Für eine ganze Woche wollten wir den Gedanken an Schnee vergessen und uns an der Sonne des Pazifik erfreuen.
Wir hatten uns ein Apartment-Hotel genau am Stanley Park gemietet: Lord Stanley Suites.  In der Nebensaison ist dieses Apartment noch erschwinglich, aber in der Hochsaison ist es nicht sein Geld wert. Es hatte alles, was man braucht, sogar eine Küche mit allen nötigen Utensilien. Aber die Bilder auf Booking.com täuschen, denn es ist klein und nicht so sauber wie wir Deutschen es gewöhnt sind.

Im benachbarten Safeway haben wir uns für Frühstück und Abendessen eingekauft und haben uns somit den täglichen Gang in die Restaurants gespart. Auf Dauer wären die Restaurant-Besuche zu teuer gekommen. Und es war so schön, morgens in Ruhe und im Pyjama zu frühstücken.

Morgens nach dem Aufstehen hatten wir eine herrliche Postkarten-Aussicht. (Foto wurde mit dem Handy aufgenommen und durch das Fenster aus dem 12.Stockwerk)

Grüüüüüün

Gleich nach unserer Ankunft und nach dem Einchecken haben wir uns auf die Suche nach dem Frühling in Vancouver gemacht. Das erste Frühlingsbild:

Überall blühten die Schneeglöckchen

Während unserer Woche in Vancouver genossen wir sonnige Spaziergänge im Stanley Park und anderer Gebiete Vancouvers. Hier kommen die Bilder. Die meisten davon sind Blumenbilder, denn wir konnten uns nicht daran satt sehen. Wir sind von Blume zu Blume gehüpft und die Passanten schauten uns schräg an, weil wir voller Euphorie komische Geräusche von uns gaben. Sowas wie "Ohhhh, geil"..."Ohhh wie schööööön"

Blick auf Vancouver vom Stanley Park


Die Totem Poles im Stanley Park












Die Kirschbäume blühten dieses Jahr sehr früh. Wir hatten erst Februar....



Beweisfoto

Abends ein Spaziergang in Gastown sollte man nicht weglassen.


Für den letzten Tag mieteten wir uns ein Auto, um die weiteren Strecken zu bewältigen. Eine Busfahrt von 1.5 Stunden wollten wir nicht auf uns nehmen. In Downtown nur 2km von unserem Hotel war eine Budget-Station, wo ich einen Mietwagen für einen Tag gebucht hatte. Und das Gute: Es kostete keinen Aufschlag für die Abgabe am Flughafen. Tagespreis: $32. Schon eine Taxifahrt von Downtown zum Flughafen hätte mit Trinkgeld $44 gekostet. Also hatten wir uns da auch noch viel gespart, denn irgendwie mussten wir am Sonntag wieder zum Flughafen.  

Am letzten Abend fuhren wir zu unserem Lieblingsplatz für den Sonnenuntergang.

Warten auf den Sonnenuntergang....

Ich liebe Sonnenuntergänge am Meer.

Am Sonntag stiegen wir schon wieder ins Flugzeug....unserem Glück entgegen....nach Las Vegas.
Fortsetzung folgt....

Sonntag, 1. März 2015

M*O*N*I*K*A

Ich hatte es geschafft, meine Schwester Monika zu einem weiteren Besuch in Kanada zu überreden. Ihr könnt euch noch erinnern? Sie war auch im Februar 2014 bei uns zu Besuch. Da Monika in einem Bereich arbeitet, in dem der Sommer die Hauptsaison ist, ist es für sie nur möglich, im Winter zu kommen. Auch wenn es im Winter in Kanada nicht viel zu tun gibt, hatten wir die 5 Wochen so gut rumgebracht, und die Zeit war wie im Flug vergangen.

Genauso war es auch dieses Jahr. Sie hatte zwar nur 3 Wochen Zeit, aber ich hatte schon das volle Programm geplant noch bevor Monika mit ihrem Flieger auf kanadischen Boden aufsetzte. Als ich ihr ein paar Tage vor ihrer Abreise noch mitteilte, dass wir viel vorhaben, sagte sie nur "OH GOTT!"

Ich werde den Bericht von Monikas Besuch in drei Etappen schreiben und aufteilen. 

  • Monika - Rockies - Schneevergnügen
  • Monika - Vancouver - Frühling
  • Monika - USA - Glücksspiel
Heute gibt es nur Bilder aus den Rockies. Im Laufe der Woche hoffe ich, dass ich die beiden Berichte fertig habe. Also schaut in ein paar Tagen wieder vorbei. Es ist nur immer so schwer, zu entscheiden, welche von den 1000 Fotos wir mit euch teilen. Viele der Bilder sind mir Harrys uralter Handy-Kamera gemacht, deshalb fehlt es manchmal an Qualität. 

Monika hatte nur eine Nacht zum Ausschlafen, denn gleich am Sonntag ging es in die Berge. Das Ziel war Lake Louise, genau wie letztes Jahr. Hier die Bilder.


Zuerst ein Abstecher zum "Natural Bridge" Wasserfall in der Nähe von Field. 

Der Wasserfall war gefroren, aber darunter floss das Wasser weiter. Tolle grüne Farbe.
Auf dem Weg dorthin und zurück sollte man aufpassen, wo man hintritt. Der festgetretene Steg war ok, aber nur ein paar Zentimeter weiter versank man im Schnee.

Überall tropfte es von den Bäumen, denn es war angenehm warm.

Ab und zu zeigte sich die Sonne.
Am Nachmittag machten wir Halt in Lake Louise, wo sich Harry ein paar Minuten lang die Schlittschuhe anzog und mit Yvonne + Familie laufen konnte, bis ihm die Puste ausging.



Monika und ich machten unseren Spaziergang am See entlang. Im Vergleich zum Vorjahr war es dieses Mal sehr warm und der Schnee schmolz langsam vor sich hin.




Auf dem Weg zurück nach Banff zum Hotel machten wir noch einen kleinen Umweg über die 93 in den Kootenay National Park und stoppten am Marble Canyon, wo auch noch Wasser floss. Es war insgesamt ein milder Winter.

Auch hier war Vorsicht geboten, wo man hintrat.

Abschlussbild vom Tag.
Abends trafen wir uns wieder mit Yvonnes Familie zum Sonnenuntergang in Banff und zum Abendessen, wo es lustig zuging.

Am nächsten Tag stand Schneevergnügen auf der Liste. In Banffs Skigebiet gibt es eine Rodelbahn, auf der man mit einem Reifen den Berg hinunter rodelt.

Die Bahnen
Einen Reifen greifen

Mit dem Band nach oben fahren



Noch sehen wir fröhlich aus

Reinsetzen.....festhalten...und ab geht es...



Und hier einmal mit Drehung...bis man unten ankommt ist einem speiübel..


Ganze 4 Stunden haben wir es ausgehalten, dann sind wir den Heimweg angetreten. Zum Abschluss noch einen Abschiedsblick auf Banff.


Während der darauffolgenden Woche haben wir an einem Tag noch schnell einen Abstecher nach Drumheller gemacht, also ins Land der Dinosaurier, von dem ich schon ein paar mal berichtet hatte.

Hoodoos

Die eiserne Hängebrücke



Und anschließend ins Museum. Ein kleiner Geheimtipp für das Museum: In der Stadt im Informationszentrum gibt es eine Alberta-Straßenkarte für $2 zum kaufen. In dieser Karte befindet sich ein Coupon für das Museum "two-for-one". Dadurch spart man sich einen Eintritt fürs Museum, weil man zwei Karten kauft, aber nur eine bezahlt.

Das Royal Tyrrell Museum ist das einzige Dinosaurier-Museum in Kanada und gehört zu den wenigen Museen auf der Welt, das die meisten Dinosaurier-Knochen in der Ausstellung hat.

Die Dinos waren riiiiiesig.

Wir Menschen wären  nur Häppchen für die Dinos. Mit einem Biss wären wir weg.

Knochige Grüße aus dem Museum

Den Aufenthalt von Monika hatte ich so geplant, dass wir noch ein Wochenende zusammen mit Harry etwas unternehmen konnten. Also fuhren wir an dem Wochenende ins Kananaskis. Tolles, sonniges Wetter begleitete uns.


Erkennt ihr die Gruppe, die mitten im Schnee ein Picknick hatte? Ich bin mir sogar sicher, dass einige in dem Zelt daneben übernachtet haben.
Und weiter hinten auf dem See saßen ein paar beim Eisfischen. Zoom-sei-Dank konnten wir erkennen, was da vor sich ging.

Der Wind vom See war sehr sehr (arschkalt) luftig.
Schneeballschlacht


Und sonnen.
Das war der Teil mit dem Schneevergnügen. Genug von dem weißen Zeugs!
Am Montag flogen wir in den Frühling, und da haben wir ganz andere Bilder für euch.....
Fortsetzung folgt.