Sonntag, 21. Juni 2009

Harry*s Traum

Samstag, 13. Juni 2009

Harry macht sich auf den Weg in die Stadt - alleine.

Heute hat er was besonderes vor: Er möchte seinen Traum erfüllen und einen US-Truck fahren. Die einzige Möglichkeit hat er bei einer Fahrschule gefunden. Dort hat er sich für zwei Fahrstunden eintragen lassen und heute ist der große Tag.

Ein paar Stunden später kommt er mit einem breiten Grinsen nach Hause und erzählt wie es gelaufen ist. "Na ja, es ist eine Frage der Zeit bis man sich an diese LKW's gewöhnt." Harry hatte nämlich Probleme mit dem Schalten. Es ist viel anderes als die deutschen LKW's.

Da brauche ich mir nicht viele Sorgen machen. Nach weiteren zwei Fahrstunden kann Harry einen US-Truck einwandfrei fahren.

Leider hat Harry in der Aufregung vergessen, Bilder zu machen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Sonntag, 14. Juni 2009

Heute ist ein wunderschöner, sonniger Tag und wir wollen mal den Norden der Stadt erkunden. Laut Stadtplan gibt es dort einen großen Park in dem man am Flussufer spazieren gehen kann. Wir nehmen wie immer die Öffentlichen und freuen uns auf den schattigen Spaziergang. Beim Verlassen der Straßenbahn stellen wir fest, dass die Sonne erbarmungslos vom Himmel brennt. Beide haben wir keine Kopfbedeckung und dummerweise nur 500ml Wasser dabei.

Wir laufen Richtung Fluss und werden enttäuscht: Weit und breit keine schattigen Bäume und der Fluss ist nicht erreichbar. Er ist einfach zu weit weg.

Unsere Entscheidung: Umkehren! Nächsten Park im Süden der Stadt anfahren. Mittlerweile ist auch unser Wasser aufgebraucht.

Ohne Wasser im Gepäck steigen wir an der richtigen Station aus. Aber auch hier werden wir enttäuscht. Der Park entpuppt sich als Paradies für Fahrradfahrer, den er ist voller Radwege, aber auch hier KEINE Bäume.

Entscheidung: Nach Hause fahren. Bei der Hitze ist es nicht auszuhalten.

Montag, 15. Juni 2009 - Freitag, 19. Juni 2009

Schulaltag und jeden Abend Gewitter in Calgary.

Samstag, 20. Juni 2009

Harry kann es nicht lassen und macht sich wieder alleine auf den Weg in die Stadt, weil ich mich nicht gut fühle. Ich bleibe im Bett.

Er fährt wieder zu dem großen LKW-Parkplatz um mit Fahrern zu sprechen. Der traut sich was! Aber sein Englisch ist mittlerweile so gut, da habe ich keinen Zweifel mehr, dass er sich anständig unterhalten kann. Diese Monate in Calgary in der Schule haben sich auf jeden Fall gelohnt.

Voll bepackt mit Bildern von LKW's kommt Harry erst Abends nach Hause. Viele Gespräche mit den Fahrern haben ergeben, dass im Moment die Wirtschaftslage sehr schlecht ist und keine Speditionen Fahrer einstellen.

Das erleichtert unsere Entscheidung, wieder nach Hause zu kommen und es von dort zu versuchen. Ohne Arbeit kann man nicht ewig von den Ersparnissen leben.

Wir geben aber den Traum von Kanada nicht auf. In ein paar Monaten soll es besser werden und dann hat Harry bessere Chancen.