Mittwoch, 26. August 2015

Grassi Lakes, einer meiner Favoriten

Ich bezeichne diese Wanderung auch als Spaziergang, denn es ist wirklich nicht schwer, die beiden wunderschönen kristallklaren Grassi Lakes zu erreichen.

Ich war schon mindestens 6-7 Mal oben und habe schon drei mal davon in unserem Blog berichtet.
Juni 2010August 2013 - Mai 2014

Zu den Grassi Lakes führen zwei Wanderwege hoch. Einen einfachen für die Faulen und einen etwas anspruchsvollen. Man sollte den "more difficult" wählen, denn er ist landschaftlich schöner. Auf dem Weg nach oben kommt man an einer tollen Aussicht auf Canmore vorbei und an einem Wasserfall.

Innerhalb von 2km hat man 200m Anstieg, der auch von jedem durchschnittlich fitten Wanderer geschafft werden kann. Er ist sogar kinderfreundlich, denn es gibt viele Familien mit Kindern, die hoch laufen. Diese Wanderung ist meistens bekannt bei den Insidern, denn er steht nicht in allen Reisebüchern drin. Insgesamt hoch und runter wird man etwa 5km laufen...

Und hier kommen die Bilder ohne viel zu sagen....

Auf etwa 10 Uhr links im Bild sieht man den Parkplatz. Da kann man sehen, wie hoch man gelaufen ist.



An den Menschen im Hintergrund kann man die Größe erkennen.

Ich habe mich auch ins Bild geschlichen.
Weiter hoch hinaus

Wer stört beim Essen?

Auf dem anspruchsvollen Anstieg braucht man gutes Schuhwerk, denn es geht über Steine und Wurzeln. Immer wieder begegneten uns Leute mit Flip Flops.



Blick nach unten
Blick nach oben



Vogelperspektive wenn man weiter hoch kraxelt.

Unten am See kann man seinen Snack auspacken und die herrliche Aussicht genießen.

Samstag, 8. August 2015

Rawson Lake

August! Es war mal wieder langes Wochenende in Kanada. Egal wo man an dem Wochenende hinfahren würde, würde man auf Menschenmassen stoßen. Es gibt aber ein Gebiet in den Rockies, das von den Touristen erstaunlicherweise nicht so sehr befahren ist, da die Touristen aus Calgary nur ein Ziel haben: Banff....

Aber auf halber Strecke zwischen Calgary und Banff geht der Highway 40 Richtung Süden ins Kananaskis Country. Diese Abfahrt wird sehr häufig übersehen. Zu unseren Gunsten... Sehr spontan hatten wir uns also von einem Tag auf den nächsten entschieden, unsere erste größere Wanderung in den Bergen zu machen. Der Plan: Rawson Lake

Bei Ankunft war der Parkplatz ziemlich voll, aber nicht überfüllt. Es sah sehr entspannt aus und wir fanden auch gleich einen freien Parkplatz. Ich vermochte mir nicht mal vorzustellen, wie es beim Lake Louise und Moraine Lake um diese Zeit aussah. Ich kann nur sagen: Chaos pur.

Der Unterschied hier im Kananaskis: Ich hatte auf dem Parkplatz kein einziges gemietetes Wohnmobil gesehen. Weder von der Konkurrenz noch von unserer Firma. Ein Beweis dafür, dass dieses Gebiet hauptsächlich nur von Einheimischen oder Kennern besucht wird.

Der Wanderweg zum Rawson Lake ist 3,9km lang 
mit einer Steigung von 300m 
und endet auf einer Höhe von knappen 2000m. 

Unsere Wanderung startete am Upper Kananaskis Lake und führte den ersten Kilometer bequem entlang des Ufers mit tollen Ausblicken auf den See.


Dann nach etwa 1km kam ein Wasserfall, der auch fotografiert werden wollte.



Ein Foto für die Dimensionen
Unter dem Wasserfall mussten wir den kleinen Bach überqueren. Die Holzbrücke wurde von der großen Flut in 2013 ganz weggespült, also überquerten wir eine Steinbrücke. 

Danach begann der steile und stetige Aufstieg, bei dem jedem die Puste ausgeht. Auf meinen Wanderwegen, die ich bisher gemacht hatte, finde ich diese Steigung bis jetzt am steilsten.

Aber mit genug Pausen und viel Geduld kann man es schaffen. Ich hatte ja genug Beintraining in der Arbeit, wo ich an richtig stressigen Tagen jeden Tag etwa 5km gelaufen bin. Jetzt musste auf der Wanderung nur noch die Lunge ihren größten Job tun.

Ich liebe, liebe, liebe es, wenn man über Wurzeln und Steine laufen muss.



Wenn man endlich oben ankommt, ist die Belohnung unbeschreiblich. Wir standen am Ufer des Rawson Lakes mit offenen Augen und Mund. Solch ein wunderschönes Fleckchen hatte die Natur gezaubert.



Man konnte entlang des Ufers zum Teil über Steine bis ans andere Ende des Sees laufen (wo man im Hintergrund den Schnee sieht), was wir auch gemacht hatten.


Dort waren Wiesen und ein weiterer kleiner See. Und das Grizzly-Gebiet.



Wir hatten den Rückweg zu schnell angetreten, den später hatten wir gehört, dass gleich zwei Grizzly-Bären diese Wiesen überquert hatten. Na ja, ich wäre sowieso nicht gerne einem begegnet.

Insgesamt verbrachten wir 2.5 Stunden oben auf 2000m Höhe. Die meiste Zeit lagen wir am Ufer und genossen die Aussicht, die vorbeiziehenden Enten und die neugierigen Erdhörnchen...



Häh? Was hast du gesagt?

Nach der Wanderung war der Parkplatz unten ziemlich leer und wir fanden ein sehr gemütliches Plätzchen, wo wir unser Picknick aufschlagen konnten. Es wurden Burger gebrutzelt.

Ist das nicht eine herrliche Aussicht?
Harry, der Grillmeister...Hunger!!




An diesem Tag waren wir sehr sportlich und wir hatten eine ziemliche Strecke zurückgelegt. Mein neues FitBit (ein Schrittzähler) am Handgelenk zeigte uns die Tagesetappe. Insgesamt 11km.

Die Steigung, die wir hoch gelaufen sind, wird in Stockwerken dargestellt. Da kann man sich vorstellen, wie hoch wir hinauf gelaufen sind.

Wir mussten dann die gleiche Anzahl an Stockwerken hinunter....
Es war ein toller Wandertag.