Dienstag, 20. Januar 2015

Neulich....

...waren wir wieder mal in einem von vielen Calgary Parks spazieren. Und irgendwann hatte ich auch davon berichtet, dass Calgary zu den sonnenreichsten Städten Kanadas gehört. Auch an diesem Tag war der Winterhimmel einfach strahlend.

Der Glenmore Park ist eigentlich Calgarys Frischwasserreservoir. Ein Stausee mitten in Calgary. Sowohl im Sommer als auch im Winter bieten die langen Wege entlang des Wasserreservoirs viel Platz für einen ausgiebigen Spaziergang an frischer Luft.

Wusstet ihr, dass die Stadt Calgary das am meisten ausgebaute Netz von Pfaden und Fahrradwegen in ganz Nordamerika hat? Ja, das stimmt, denn Calgary bietet über 800km zum Spazierengehen und Fahrradfahren.

Um eine Vorstellung davon zu haben, wie groß der Stausee ist: Wenn man den gesamten See umrundet, ist man 15km gewandert. Wir haben extra auf den Sonnenuntergang gewartet. Aber ich hatte meine Kamera nicht dabei, also wurden die folgenden Bilder nur mit dem Handy aufgenommen. 



Ich habe mit einem Stück Eis experimentiert.

...und dann ein Blatt

Gefrorenes Blatt, sieht aus wie gezuckert

Freitag, 2. Januar 2015

Weihnachten und Silvester


Zuerst möchten wir allen Lesern unseres Blogs ein Frohes Neues Jahr 2015 wünschen. Mögen eure Pläne und Wünsche für 2015 in Erfüllung gehen.

An Weihnachten hatten wir uns kurzfristig entschieden, in die USA zu fahren. Nur 5 Stunden Fahrt in Richtung Süden lag Whitefish, ein kleines verschlafenes Örtchen in Montana.

Noch in Kanada bis zur USA-Grenze lag kein Schnee mehr in den Hügeln vor den Rocky Mountains. Aber sobald wir über die Grenze waren, war es aus mit schneegeräumten Straßen. Wir hatten an dem Tag noch über 200 km vor uns, aber die Fahrt auf den schneebdeckten Straßen wurde sogar für Harry eine Tortur. Man konnte kaum die Spuren erkennen und alles um uns herum war nur weiß.

Wenn man richtig hinsieht, kann man auf der Gegenspur den ungeräumten Schnee sehen. Eine Fahrt in dem tiefen Schnee wäre unmöglich gewesen.

Noch lange nicht am Ziel
Wir entschieden uns für einen ungeplanten nächtlichen Notstopp in der nächsten Ortschaft. Auch Harry war dafür. So verbrachten wir den 24.Dezember in Zweisamkeit in einem kleinen Örtchen am Rande der Rocky Mountains. Wir waren in Sicherheit. Die Entscheidung war die richtige.

Am nächsten Morgen sah es schon besser aus und ein Blick aus dem Hotelzimmer versetzte uns ins Staunen. Blauer Himmel, und die Rocky Mountains so klar wie noch nie vor uns. Da mussten wir noch noch durch fahren, um an unser eigentlich geplantes Ziel zu kommen. Ich freute mich schon auf den Tag.


Über Nacht hatte es gefroren und Harry putzte noch das Eis von der Windschutzscheibe. Es sah aus, wie kleine Diamanten.


Nicht nur an der Windschutzscheibe klebte der Frost, sondern auch an allen Bäumen und Pflanzen. Die Grashalme am Straßenrand sahen aus wie Glashalme und glitzerten so schön in der Sonne. Leider konnte ich das Glitzern nicht richtig einfangen.



Wir hatten ein Hotel im 20km benachbarten Kalispell gebucht, da wir uns im Vergleich zu Whitefish um die $200 sparen konnten. Whitefish an Weihnachten kann sich ein Normalbürger nicht leisten. Auch deshalb, weil es ein Skigebiet ist.

Spaziergang in Whitefish. Ich liebe diese kleinen Städtchen mit alten Gebäuden.

Im Hintergrund das Skigebiet.


Weiter in Richtung Süden (so etwa 40 Minuten Fahrt) liegt Bigfork, ein noch süsseres kleines Dörfchen mit kleinen Galerien. Jedes Jahr verwandeln die Bigfork Elfen das Dorf von einer normalen Kulisse in das am meisten dekorierte Dorf Montanas. Es wird auch "Montana's Christmas Village" genannt. Und hier die Bilder. Ich habe noch nie so ein toll geschmücktes Dorf gesehen. Es war nicht zu übertrieben, und geschmackvoll dekoriert.















Das war unser Weihnachten. Die Rückfahrt nach Hause war unspektakulär, da wir einfach durch gefahren sind.

So idyllisch es auch aussah, genauso gefährlich war es. Aber es ist alles gut gegangen und wir sind heil über die Grenze gekommen. 

Dann als wir aus den Bergen raus waren, war es mit dem Schnee wieder vorbei. Aber irgendwie war ich froh, auf Heimatboden zu sein. Im Land der Kojoten, der Ranches und der guten Steaks.



Silvester folgte ja auch bald darauf, aber es gibt nichts Besonderes zu berichten. Wir haben uns wieder rausgeputzt und waren mit Freunden essen.



Das hatten wir vom Restaurant bekommen, um das Jahr einklingen zu lassen.