Sonntag, 7. Juli 2013

Rettungsaktion

Wenn man diese Bilder sieht, denkt man automatisch an "wunderschöne Natur" und "Urlaub".

Kananaskis

Kananaskis
Diese Bilder entstanden nicht auf unserem Urlaubstripp.

Am Freitag vor genau zwei Wochen wurde in den Bergen der Notstand ausgelöst. Enorme Wasserfluten verursachten massive Erdrutsche, die Kraft des Wassers spülte ganze Straßen weg und zerbrach Brücken als wären sie Streichhölzer.

Genau vor zwei Wochen verbrachten auch ein Teil unserer Kunden ihren Urlaub im schönen Gebiet des Kananaskis Country. Als die Fluten kamen und die Straßen und Brücken unpassierbar machten, wurden die Urlauber wie in einer Mausefalle eingesperrt. Es ging nicht mehr vorwärts und auch nicht mehr rückwärts. Es gab keine Brücken mehr.

Mithilfe von Hubschraubern wurden die festsitzenden Urlauber gerettet. Denen geht es prima.
Nur die Wohnmobile blieben auf den Campgrounds zurück.

Jetzt nach 2 Wochen konnten wir uns auf den Weg machen, und die 3 zurückgelassenen Wohnmobile "retten" und heim holen.
Beim Wedge Point mussten wir an einer Straßensperre anhalten und nur mit einer Escorte wurden wir zur William Watson Lodge gebracht, wo wir die Schlüssel entgegen nahmen. Die Fahrt durch das Sperrgebiet war alles andere als erfreulich. Rechts und links konnte man das Ausmass der Zerstörung sehen.

Das war mal eine Asphaltstraße. Sie liegt unter Schotter begraben.

Es wird schon fleißig aufgeräumt

Das ist eine der großen furchterregenden Gerölllawinen. Mitten auf der Straße. Man hat nur einen kleinen Teil weggeräumt, um einspurig durchzukommen.

Die Bergschafe fühlen sich wohl, weil die störenden Touristen wegbleiben.

Nachdem jeder seine Schlüssel hatte, konnten wir jeweils ein Wohnmobil "nach Hause" zu unserer Station in Airdrie fahren.

Auch wieder mit Polizei Escorte raus aus dem Sperrgebiet.
Auch von rechts kam mit dem vielen Wasser eine Gerölllawine und bahnte sich ihren Weg ins Tal. 

Ich weiß nicht, ob hier die Straße noch unter dem Geröll liegt, oder eher auf der linken Seite unten im Wald.
Wieder durch die große furchterregende Gerölllawine.
An der Polizeisperre ließen wir die Escorte hinter uns. Ab hier durften wir alleine weiterfahren, weil keine Gefahr mehr bestand.

Das war mal eine Brücke. Jetzt ist es ein provisorisches "Etwas"

Eigentlich ein kleines Bächlein, aber während der Flut ein alles mit sich reißendes Monster. Das Flußbett ist jetzt mindestens 10 mal größer als vorher.

Auf der Homepage des Kananaskis Country habe ich noch ein paar Bilder gefunden. Es ist noch unklar, wann genau diese Strecke des Highway 40 wieder geöffnet wird.