Donnerstag, 9. Juli 2009

Harry*s Geburtstag

Montag, 6. Juli 2009

Draussen sieht es nicht gut aus: Es regnet. Aber heute verlassen wir die wärmste Region Kanadas und fahren Richtung Vancouver an die Küste.


Wir fahren über bergige Landschaft und viele Kurven. Trotzdem können wir konstante 110 km/h fahren. Keiner rast und jeder hält sich an die Geschwindigkeit. Nur so kann der Verkehr fließen. Manchmal sind die Gefälle so steil, dass am Straßenrand Ausweichwege gebaut wurden. Diese sind für LKW's, bei denen die Bremsen versagen und diese nicht mehr anhalten können. Dann fährt man einfach diesen Weg rein.... Irgendwann bleibt der LKW alleine stehen.


Wir können es kaum glauben. Gestern waren 35 Grad und heute zeigt die Außentemperatur 5 Grad an.


Ankunft in Vancouver bei Regen und 14 Grad. Kein vielversprechender Aufenthalt.

Dienstag, 7. Juli 2009

Da es draussen gießt entscheiden wir uns, in das größte Einkaufszentrum der Stadt zu fahren.

Zuerst verbringen wir die Zeit im Kino und schauen uns noch ein letztes Mal einen Kino in der Englischen Sparche an.

Dannach laufen wir durch das Einkaufszentrum. Dort verfalle ich wieder dem Kaufrausch und gebe im ESPRIT-Laden innerhalb von 15 Minuten 200 Dollar aus. Das sind zwar nur 120 Euro, aber ich kann es einfach nicht lassen.


Mittwoch, 8. Juli 2009

Wir fahren mit dem Auto durch die Gegend in Vancouver, denn wir können den Tank leer abgeben, also nutzen wir's aus. Es regnet immer noch und wir haben keine Lust spazieren zu gehen.

Am Abend gehen wir Bowlen, dannach packen. Nun heißt es Abschied nehmen von Kanada.

Aber nicht lange, denn wir kommen wieder....

Donnertag, 9. Juli 2009

Ein letztes Frühstück in einem Restaurant.

Beim Eingang entdecken wir ein Schild: Geburtstagskinder essen umsonst..... Na das trifft sich ja prima, denn heute ist Harry's Geburtstag.... Er wird 39 Jahre jung.

Wir bestellen uns Rühreier mit Bacon, Kartoffelpuffer und Toastbrot. Der Bedienung geben wir ein großzügiges Trinkgeld....

Es ist nun 13:48 Uhr und wir sitzen wir am Flughafen und warten auf unseren Flug nach Frankfurt. Er geht um 16.25 Uhr. Gott sei Dank gibt es hier Internet und wir können uns die Zeit gut vertreiben. Harry macht English-Übungen und ich höre Radio....

Auf Wiedersehen Kanada. Bis demnächst.

Sonntag, 5. Juli 2009

Calgary Stampede

Dienstag, 30. Juni 2009

Heute gehen wir nach der Schule ein letztes Mal zum Polen und kaufen uns ein gutes Mischbrot und polnischen Wurtsaufschnitt. Harry kann es wieder nicht lassen und kauft sich ein paar Kipfel, die er wieder auf dem Weg nach Hause futtert.


Mittwoch, 1. Juli 2009

Heute ist schulfrei, denn heute hat Kanada Geburtstag (Canada Day). Kanada wird 142 Jahre alt. Wir treffen uns mit ein paar Bekannten zum Kaffetrinken und gehen in unserem Viertel spazieren.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Unser letzter Test während unseres Aufenthaltes in der Schule. Ich plage mich ab, denn der Test ist diesesmal nicht einfach. Ich bin am verzweifeln.

Die erste Aufgabe lautet: "Schreibe einen kurzen Aufsatz über die Veränderungen während der letzten 50 Jahre in deinem Land. Berücksichtige dabei die Zeit vor deiner Geburt, die Zeit während du aufgewachsen bist und die Zeit in der Zukunft, wenn eure Kinder in eurem Alter sind."

Ähm, also da habe ich erstmal über die Geschichte Deutschlands nachgedacht und mir fällt auf, dass ich fast nichts weiß. Ich weiß mehr über Kanada als über Deutschland. Peinlich.... Während also die anderen Klassen-Kollegen fleißig schreiben, grüble ich...

Es gibt für diese Aufgabe 15 Punkte, also jede Menge. Ich schreibe dann irgendwas von Hippiezeit in den 70er Jahren, die Rolle der Frau in den 60er Jahren, die Aufteilung Deutschlands in Ost und West und den Bau der Berliner Mauer usw... und hoffe, dass ich damit ein paar Punkte holen kann.

Nach der Schule bin ich frustriert über die Schwierigkeit des Testes, und hoffe auf ein Ergebnis um die 50%.

Harry teilt mir nach der Schule mit, dass er ein gutes Gefühl bei seinem Test hat. Wahrscheinlich 90%.

Freitag, 3. Juli 2009

Für die Kanadier ist der heutige Tag ein besonderer Tag, denn heute ist der erste Tag der "Calgary Stampede". Es ist eine Art Volksfest in Calgary und hat viel mit der Geschichte zu tun. Es finden Rodeos statt, Wagenrennen, es wird Vieh verkauft....

Heute findet um 9.00 Uhr eine Parade statt und es marschieren viele Gruppen auf. Unter anderem viele Cowboys und Indianer. Davon habe ich jede Menge Bilder gemacht.















Die Parade geht bis 11.00 Uhr. Dann machen wir uns auf den Weg in den Saal in dem wir immer unsere Abschlussfeier mit der Schule haben. Dort erhalten wir auch unsere Testergebnisse und Teilnahmezertifikate.


Mein Testergebnis ist wider Erwarten mit 92% gut ausgefallen. Für diese schwierige Frage über die ich fast 30 Minuten nachdenken musste, habe ich 12 Punkte erhalten. Ein gutes Ergebnis. Zusammen mit dem mündlichen Test komme ich auf ein Gesamtergebnis von 92%.

Was mich aber erstaunt: Harry hat es geschafft! Er hat es geschafft, dass er besser ist als ich. Mit 95% Gesamtergebnis ist er zufrieden und ich neidisch.

Nach der Feier entscheiden wir uns, zusammen auf ein Abschiedsessen in ein Restaurant zu gehen. Auf dem Weg in die Innenstadt aber verlieren sich die Schüler und übrig bleiben Harry und ich, eine weitere Kollegin und 4 Lehrer. Es macht aber trotzdem Spass. Wir haben jede Menge Blödsinn im Kopf und wir stellen fest, dass wir mit den Lehrern gut auskommen. Schade, dass wir Abschied nehmen müssen. Gerne würden wir mit einigen in Kontakt bleiben.

Samstag, 4. Juli 2009

Wir packen unsere restlichen Sachen ein und steigen ins gemietete Auto, denn wir fahren Richtung Vancouver. Wir möchten ein paar Tage in wärmeren Gegenden verbringen.

Wir verlassen Calgary mit 14 Grad und kommen nach 7 Stunden Fahrt und 550 km in Vernon an. Wir steigen aus dem klimatisierten Auto und bekommen fast einen Hitzeschlag. Hier sind 35 Grad im Schatten.

Sonntag, 5. Juli 2009

Wir trauen uns gar nicht aus dem Hotelzimmer, denn wir scheuen die Hitze. Zum ersten Mal nach 3 Monaten ziehe ich eine kurze Hose an. Wir haben eigentlich keine kurzen Hosen. Wir haben uns einfach ein paar Jeans-Hosen abgeschnitten...

Nach dem Frühstück geht es zu einer Attraktion im Westen. Eine Ranch aus dem Jahre 1860. Dort kann man sehen, wie die Leute vor 150 Jahren gelebt und gewohnt haben. Hier ein paar Bilder.

Ein altes Schulhaus

Das Kind im Manne


Die Cowboyunterkunft...in einer Ecke die Betten


in der anderen Ecke ein kleiner Tisch für Poker


eine alte Küche mit einem alten Ofen



Am Nachmittag gehen wir dann an den See und Harry geht Schwimmen während ich im Schatten liege. Es ist herrlich!

Zurück im Hotelzimmer schalten wir den Fernseher ein, denn wir haben seit 3 Monaten kein Fernseher mehr gesehen. Es tut gut.

Montag, 29. Juni 2009

Krank in Kanada

Sonntag, 21. Juni 2009 - Freitag, 26. Juni 2009

Diese Tage passiert nicht viel, da ich mit einer Blasenentzündung zu Hause im Bett liege. Es ist hier nicht einfach zu einem Arzt zu gehen und nach einem Rezept für Tabletten zu fragen. Man muss als Turist in die Notaufnahme gehen und sich untersuchen lassen.

Am Montag habe ich mich dahin gewagt. Nach ein paar Fragen muss ich erstmal 535 Dollar bezahlen, damit ich auf mögliche Krankheiten untersucht werde. Sollte ein Arzt nötig sein, wird mir nochmal etwas dazuberechnet. Da ich die Medikamente benötige zahle ich erst und hoffe, dass unsere Auslandskrankenversicherung alles übernimmt.

Nach fast 5 Stunden Wartezeit und um 555 Dollar ärmer verlasse ich das Klinikum mit Antibiotika in der Tasche. Nach 3 Tagen ist die Entzündung abgeklungen und ich kann wieder in die Schule gehen.

Ein paar Tage später habe ich auch die Arztrechnung im Breifkasten. Nochmals 100 Dollar dazuzahlen. Insgesamt bin ich dan umgerechnet 400 Euro losgeworden.

Am Freitag ist wieder Kinotag und wir entscheiden uns für einen Film mit dem schwarzen Schauspieler Eddie Murphy. Eine Fehlentscheidung, den sogar ich habe Probleme seine Dialoge zu verstehen. Der Film ist aber gut.

Samstag, 27. Juni 2009

Heute ist schönes Wetter und wir entscheiden uns in den Zoo zu gehen. Wir genießen es und es befinden sich viele schattige Plätze im Zoo wo wir von der brennenden Sonne Pause machen können. Leider machen auch die meisten Tiere eine Mittagspause im Schatten und wir können nur wenige richtig sehen. Hier ein paar Bilder.


Am Abend sind wir mit unseren Bekannten verabredet. Wir hatten versprochen sie zum Essen einzuladen. Sie holen uns ab und wir fahren in ein Steak-Haus. Dort bestellen Harry und ich uns natürlich ein richtiges Steak. Als Beilage kommt eine gebackene Kartoffel (mein Lieblingsgemüse), sonstiges Gemüse und gebratene Pilze. Hmmm, einfach lecker. Ich finde, das ist das Beste was wir in den drei Monaten in Kanada gegessen haben. Das Steak schön saftig und die Beilagen richtig gut gewürzt. Und als Vorspeise natürlich Salat.....

Die Rechnung für alle 6 Personen übernehmen wir. Leider vergessen wir Bilder zu machen, obwohl wir den Fotoapparat dabei haben. Erst auf dem nach Hause-Weg fällt's uns ein.

Sonntag, 28. Juni 2009

Auch heute früh verspricht das Wetter Gutes und wir fahren nach einem späten Frühstück um 11.00 Uhr in einen Park ins Schwimmbad.

Harry hatte sich vor ein paar Tagen eine Badehose vom Second-Hand-Laden für 2,70 Euro gekauft. Hätten wir früher von diesem Laden gewußt, wären wir schön öfters drin. Warum soll man neue Sachen kaufen, wenn man sie nur ein paar mal benutzt und dann entsorgt? In diesem Laden gibt es sehr gute Ware zu günstigen Preisen. Ich hatte mich entschieden, ein paar englische Bücher zu kaufen.

Also zurück zum Schwimbad. Harry ist froh, mal wieder schwimmen zu gehen, nach so langer Pause. Die Sonnenschutzcreme haben wir im Rucksack, aber Harry weigert sich etwas aufzutragen. Nachdem ich ihn dreimal gebeten habe, gebe ich's auf.

Die Rechnung kommt am Abend daheim: Harry hat sich am Rücken verbrannt und sieht aus wie ein Krebs. Wer nicht hören will - muss fühlen.

Montag, 29. Juni 2009

Heute laufen wir nach der Schule wieder in der Fußgängerzone entlang und laufen wieder an unserem Wurststand vorbei. Ich weiss nicht, ob ich diesen schon erwähnt habe. Es ist ein Deutscher, der Bratwurst verkauft.

Wir haben ihn ausgefragt. Er kommt aus Hamburg und verkauft seit 29 Jahren deutsche Bratwürste in der Füßgängerzone. Sein Geschäft läuft gut, denn in der Mittagszeit hat er mit einer Warteschlange von mindesten 30 Leuten zu kämpfen. Die Bratwurst ist offensichtlich sehr beliebt bei den Kanadiern.

Und: Er ist der Einzige in Calgary, der deutsche Bratwurst verkauft. Bis heute hat er keine Konkurenz bekommen.

Heute schaffen wir es, eine Bratwurst ohne Warteschlange zu ergattern. Sie schmeckt gut.

Sonntag, 21. Juni 2009

Harry*s Traum

Samstag, 13. Juni 2009

Harry macht sich auf den Weg in die Stadt - alleine.

Heute hat er was besonderes vor: Er möchte seinen Traum erfüllen und einen US-Truck fahren. Die einzige Möglichkeit hat er bei einer Fahrschule gefunden. Dort hat er sich für zwei Fahrstunden eintragen lassen und heute ist der große Tag.

Ein paar Stunden später kommt er mit einem breiten Grinsen nach Hause und erzählt wie es gelaufen ist. "Na ja, es ist eine Frage der Zeit bis man sich an diese LKW's gewöhnt." Harry hatte nämlich Probleme mit dem Schalten. Es ist viel anderes als die deutschen LKW's.

Da brauche ich mir nicht viele Sorgen machen. Nach weiteren zwei Fahrstunden kann Harry einen US-Truck einwandfrei fahren.

Leider hat Harry in der Aufregung vergessen, Bilder zu machen. Vielleicht beim nächsten Mal.

Sonntag, 14. Juni 2009

Heute ist ein wunderschöner, sonniger Tag und wir wollen mal den Norden der Stadt erkunden. Laut Stadtplan gibt es dort einen großen Park in dem man am Flussufer spazieren gehen kann. Wir nehmen wie immer die Öffentlichen und freuen uns auf den schattigen Spaziergang. Beim Verlassen der Straßenbahn stellen wir fest, dass die Sonne erbarmungslos vom Himmel brennt. Beide haben wir keine Kopfbedeckung und dummerweise nur 500ml Wasser dabei.

Wir laufen Richtung Fluss und werden enttäuscht: Weit und breit keine schattigen Bäume und der Fluss ist nicht erreichbar. Er ist einfach zu weit weg.

Unsere Entscheidung: Umkehren! Nächsten Park im Süden der Stadt anfahren. Mittlerweile ist auch unser Wasser aufgebraucht.

Ohne Wasser im Gepäck steigen wir an der richtigen Station aus. Aber auch hier werden wir enttäuscht. Der Park entpuppt sich als Paradies für Fahrradfahrer, den er ist voller Radwege, aber auch hier KEINE Bäume.

Entscheidung: Nach Hause fahren. Bei der Hitze ist es nicht auszuhalten.

Montag, 15. Juni 2009 - Freitag, 19. Juni 2009

Schulaltag und jeden Abend Gewitter in Calgary.

Samstag, 20. Juni 2009

Harry kann es nicht lassen und macht sich wieder alleine auf den Weg in die Stadt, weil ich mich nicht gut fühle. Ich bleibe im Bett.

Er fährt wieder zu dem großen LKW-Parkplatz um mit Fahrern zu sprechen. Der traut sich was! Aber sein Englisch ist mittlerweile so gut, da habe ich keinen Zweifel mehr, dass er sich anständig unterhalten kann. Diese Monate in Calgary in der Schule haben sich auf jeden Fall gelohnt.

Voll bepackt mit Bildern von LKW's kommt Harry erst Abends nach Hause. Viele Gespräche mit den Fahrern haben ergeben, dass im Moment die Wirtschaftslage sehr schlecht ist und keine Speditionen Fahrer einstellen.

Das erleichtert unsere Entscheidung, wieder nach Hause zu kommen und es von dort zu versuchen. Ohne Arbeit kann man nicht ewig von den Ersparnissen leben.

Wir geben aber den Traum von Kanada nicht auf. In ein paar Monaten soll es besser werden und dann hat Harry bessere Chancen.








Samstag, 13. Juni 2009

Schule

Dienstag, 9. Juni 2009

Der letzte Monat in der Schule beginnt. Nur noch 4 Wochen.

Wenn bis dahin kein Job für Harry gefunden wird, werden wir Kanada für ein paar Monate den Rücken kehren und zu Hause in Deutschland arbeiten gehen.

Die Schule und die Miete ist hier in Calgary nicht billig und unsere Ersparnisse werden aufgebraucht. Calgary ist die teuerste Stadt Kanadas und das bekommen wir nun zu spüren. Auch der Dollar ist auf einem sehr niedrigen Kurs und es lohnt sich nicht einkaufen zu gehen.

Hier in Kanada darf man ohne Arbeitsgenehmigung nicht arbeiten. Man darf nicht einmal dem Nachbarn helfen sein Auto zu waschen oder seinen Rasen zu mähen. Wird man erwischt, wird man aus Kanada ausgewiesen und erhält ein jahrelanges Einreiseverbot. Dieses wollen wir nicht riskieren.

Heute gehen wir nach der Schule wieder ins Kino. Es macht einfach Spass, wenn man die englische Sprache kennt.

Mittwoch, 10. Juni 2009
Donnerstag, 11. Juni 2009
Freitag, 12. Juni 2009


Die Schule geht voran und Harry wird immer besser und sicherer in englisch. Wir haben uns zusätzliche Gramatik-Bücher gekauft um daheim zu lernen.

In einem Einkaufszentrum kaufen wir uns 6 DVD's, damit wir die Filme zu Hause sehen können. Es ist billiger als ins Kino zu gehen. Für 6 DVD's zahlen wir umgerechnet 23,00 Euro. Nun heißt es üben, üben, üben....

In der Schule erhält Harry und seine Klassenkameraden ein lustiges Video von seinem Lehrer. Dieses müsst ihr euch ansehen! Zum kaputtlachen!!! Gut gemacht....

http://sendables.jibjab.com/view/SA4PFNEafzNiUBwm


Hier ist Harry's letzte Klasse mit der jungen Lehrerin. Sie ist erst 22 Jahre alt...

Freitag, 5. Juni 2009

Auszeichnung

Freitag, 5. Juni 2009

Draussen hängen dicke Wolken am Himmel und während wir uns für die Schule fertig machen, fängt es an zu regnen. Die Temperaturmeldung für heute früh: 4 Grad.

Wir ziehen uns trotzdem nur leichte Sachen an, da man der Wettervorhersage in Calgary nie trauen kann. Das Wetter kann sich innerhalb von einer Stunde auf die nächste verändern.

Gestern waren 23 Grad, die sich angefühlt haben wie 30 Grad. Auf dem Weg zum deutschen Bäcker hatten wir geschwitzt und ein Eis gegessen.

Wir entscheiden uns für die leichte Sommerjacke. So kalt kann es nicht werden!

Heute beginnt der Unterricht erst um 9.15 Uhr und meine Klasse feiert kurz, dann geht es zur Zeugnisvergabe in einen Kinosaal (wie jeden Monat).

Zum Frühstück hat jeder eine Kleinigkeit mitgebracht und wir können ein kleines Picknick veranstalten. Ich habe Erdbeeren und Trauben gekauft. Nur gesunde Sachen.

Während der kleinen Feier wird das Ergebnis des Abschlusstestes verteilt. Ich habe 95% geschafft. Mit nur 4 Fehlern von 83 Punkten bin ich zufrieden.

Harry hat 87% geschafft. Für seine Stufe ein stolzes Ergebnis.

Was mich noch stolzer macht: Ich bin diesen Monat diejenige, die eine zusätzliche Auszeichnung für "die beste Schülerin des Monats" erhält. Es wurde ja langsam Zeit, denn ich habe mir in diesem Monat wirklich Mühe gegeben....


Von Harry erfahre ich, dass er es dieses Monat nicht zum besten Schüler geschafft hat. Vielleicht im nächsten Monat?

Für alle in meiner Klasse ist dieser Tag der letzte in der Schule. Sie müssen alle zurück in Ihr Land. Nur noch ich bleibe zurück. Im Moment sieht es so aus, als wäre ich wieder die Einzige in meiner Stufe. Näheres erfahre ich am Dienstag.

wir waren 7 Schüler in der Klasse

Nach der Schule wollen wir wieder in das chinesische Restaurant zum "all you can eat". Draussen weht ein eisiger Wind und unsere Sommerjacken sind nutzlos. Wir spüren ihn bis auf die Knochen. Zusätzlich gießt es in Strömen. Diesesmal wollen wir den Bus nehmen und ausprobieren, ob es schneller geht. Aber der läßt auf sich warten. Wir sitzen eine halbe Stunde in der Busstation. Hier in Kanada gibt es keine Busfahrpläne an den Bushaltestellen. Man wartet einfach auf den nächsten Bus. Wenn man Pech hat, wartet man 40-50 Minuten bis einer kommt.

Mittlerweile sind es nur noch 2 Grad und der Regen verwandelt sich in leichten Schneefall, und das im JUNI!

Im Restaurant hauen wir aber rein. Es gibt über 100 Möglichkeiten, sich den Magen vollzuschlagen. Eine riiiiesige Auswahl. Trotzdem entscheiden wir uns für Hähnchenflügel und Kartoffeln. Sie schmecken einfach am leckersten.

Kosten für dieses Mittagesen: Beide zusammen umgerechnet 17,00 Euro.

Samstag, 6. Juni 2009

Es ist kalt und schlechtes Wetter kündigt sich an. Wir bleiben heute daheim. Harry geht für zwei Stunden in die Stadt, kommt aber auch schnell wieder zurück, da es immer wieder in Strömen gießt.

Am Abend schauen wir uns wieder eine ausgeliehene DVD an.

Sonntag, 7. Juni 2009

Nach einem guten Mittagessen, gehen wir in die Stadt shoppen. Ich benötige dringend neue Jeans, da meine Hosen ziemlich unter den kanadischen Trocknern leiden: Sie gehen ein, so wie auch unsere andere Kleidung. Die vor ein paar Wochen gekauften Pullis sind von der Größe L auf Größe S geschrumpft. Wir haben uns überlegt, ob wir uns einen Wäschehänger kaufen, haben aber die Idee aufgegeben, da wir nur noch vier Wochen hier verbringen.

In einem Jeansladen kaufe ich mir zwei Paar "Wrangler"-Jeans für umgerechnet 58,00 Euro (zusammen). Ein günstiger Preis.

Nach dem Shoppen geht es ins Kino und wir suchen uns wieder ein Zeichentrickfilm aus. Diesesmal verstehen wir ziemlich alles.

Montag, 8. Juni 2009

In der Schule fängt heute ein neuer Monat an und wir "müssen" nicht in die Schule. Wie jeden Monat neu werden nur die Neuankömmlinge empfangen.

Wir haben heute was Anderes vor. Wir mieten uns für 35,00 Euro ein Auto und fahren in Calgary durch die Gegend. Wir suchen ein paar Industriegebiete aus und fahren die Speditionen ab. Harry möchte sich persönlich bei den Firmen bewerben und evtl. Bewerbungsunterlagen abgeben.

Schon bei den ersten Firmen wird abgelehnt. Sie stellen nicht ein, sondern müssen sogar Fahrer entlassen.

Bei einer größeren Spedition wird die Bewerbung einbehalten und mitgeteilt, dass man Harry anruft, wenn Fahrer gesucht werden.

Leider haben sich mit der Finanzkrise die Zeiten geändert. Vor 1-2 Jahren wurden LKW-Fahrer von der Straße "gekauft", d.h. sie wurden richtig gesucht. Nun ist es sehr schwierig geworden. Wir denken, wir sollten es in ein paar Monaten oder einem Jahr nochmals probieren. Irgendwann ist auch diese Krise überstanden und LKW-Fahrer werden wieder gebraucht wie nie.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Wandern mit der Schule


Samstag, 30. Mai 2009

Heute nehmen wir wieder an einer Aktivität der Schule teil. Es geht wieder zum Wandern in die Berge. Genießt einfach die Bilder, indem ihr darauf klickt. Es ging vom Parkplatz des Barrier Lake zum Barrier Lake Lookout. (Insgesamt 14km hin und zurück.)


Den Anfang machen wir an einem schönen See, dem Barrier Lake 

Es geht durch dichten Nadelwald in Serpentinen steil bergauf

vorbei an wunderschöner Natur


zwischendurch einige Verschnaufpausen und etwas Spaß

bis zum ersten atemberaubenden Aussichtspunkt
Ganz links an der Spitze des Sees, da ist unser Startpunkt. Ziemlich weit, oder?

Wir verbringen an diesem Aussichtspunkt die Mittagspause


Wir verschlingen unsere selbst erstellten belegten Brote mit Mischbrot und Pariser-Wurst vom Rumänen, gekochten Eiern, frischen Gurken, Karotten und Äpfel. Hmmm, lecker.

Wir haben nur noch einen kurzen sehr steilen Weg bis zur Spitze des Berges (den seht ihr hinter uns). Der Weg geht rechts im Bild hoch.

Könnt ihr uns unten erkennen? Wir kommen langsam vorwärts, da der Berg wirklich steil ist.

Hier sind wir...

Beim letzten Teil müssen wir über Steine klettern

dann sind wir da...an der Spitze


Los geht's zum Abstieg

unterwegs treffen wir noch auf Schnee und einen Wasserfall

Nach 6 Stunden Wandern sitzen wir im Bus nach Hause. Alle außer Harry und ich schlafen auf dem Heimweg.