Montag, 19. April 2010

Es geht mir gut


Es ist 21 Uhr in Calgary und draussen sind noch 17 Grad plus. Es wird langsam Frühling und das erste grüne Gras sprießt hervor.

Habt ihr mich auch vermisst? Ich weiss, ich war in den letzten Wochen etwas nachlässig mit dem Tagebuch, aber ich verspreche, ich schreibe in Zukunft wieder öfter.

Nun zu meinem Grund, warum ich mit dem Blog nicht so aktiv war:

Angelika, eine lanjährige Freundin seit der Kinderzeit hat mich in Calgary besucht. Für zwei-einhalb Wochen hatte ich willkommene Gesellschaft und eine Ablenkung von meinen Gedanken. Gedanken, die mich immer wieder nach Hause geführt haben.

Es ist selbstverständlich, dass man seine Familie vermisst und es ist beruhigend, wenn man weiß, dass man bald wieder mit seinem Ehemann vereint ist.... Hoffentlich sehr bald.

In dieser Zeit haben wir soviel gemacht, dass ich mich nicht mehr an Alles erinnern kann. Aber diesesmal sind viele Bilder dabei.

Hier ein paar Bilder von unserem ersten Wochenende in Banff und Umgebung.







In der drauffolgenden Woche hatten wir in Calgary einen schlimmen Schneesturm. Es hat angefangen mit einem starken Wind, und pechschwarzen Wolken, dann gab es richtig dicke Schneeflocken, die innerhalb von einer Stunde Calgary mit einer weißen Decke überzogen hat.


Am gleichen Abend besuchten wir das "Schnitzelhaus" in meiner Straße. Die Inhaber sind aus Österreich und sind seit vielen Jahren in Kanada.


Es ist das zweite Mal in dieser Woche, dass wir hier zu Abend essen. Das erste Mal haben wir uns beide einen Schnitzel bestellt und waren überrascht von der Größe. Der Schnitzel kommt in einem Teller und die Beilge in einem anderen Teller.

Dieses Mal testen wir verschiedene Gerichte von der Menükarte:

Vorspeise: Gulaschsuppe
Hauptspeise: Spätzle mit Pilzen
Nachspeise: Quarkkuchen.

Alles war sehr lecker. Aber ich werde bei unserem nächsten Besuch wieder einen Schnitzel bestellen. Der war leckerer....

Vorsicht!

Am nächsten Tag ging es wieder in die Arbeit und gab es eine Überraschung auf der Autobahn: Meine erste Wintererfahrung in Kanada. Der "Stoney Trail", also die Autobahn, die ich jeden Tag in die Arbeit fahre, war nicht geräumt und nicht gestreut.

Draussen waren Minusgrade und es befand sich stellenweise zentimeter-dickes Eis auf der Fahrbahn. Vorsicht war angesagt. Auf dem "Highway 2" lag ein LKW im Straßengraben, ein Unfall vom Tag davor im Schneesturm.

Ich war froh, dass ich heil in die Arbeit angekommen war, und staunte nicht schlecht, dass der Gehweg mit einer kompletten Eisschicht bedeckt war. Er war weder geräumt noch gestreut. Man konnte kaum darauf laufen.


Das nächste Wochenende haben wir uns nach einem reichhaltigen Frühstück wieder auf den Weg in die Rocky Mountains gemacht.

Es gab Mozzarela-Sicks als Vorspeise, dannach Rühreier mit Speck und Pfannkuchen. Hm, lecker...

In den Bergen haben wir wieder ein paar Bilder geschossen und das Wetter war herrlich.




Je höher wir in die Berge fuhren, also Richtung Lake Louise, desto mehr Schnee lag auf der Straße.


In Lake Louise war dann noch richtig Winter....


Und der See war noch fest zugefroren so dass noch Menschen darauf rumlaufen konnten. Ein eisiger Wind wehte aus den Bergen, denn ganau über uns befand sich der Gletscher (den ihr auch im Bild im Hintergrund sehen könnt).

Nach einem kleinen Spaziergang am See traten wir auch die Heimreise an.

So schnell verging die Zeit mit Angelika. Und dann war es an der Zeit "Auf Wiedersehen" zu sagen. Ich brachte sie zum Flughafen und war etwas traurig, dass ich nun wieder alleine bin.

Aber nicht mehr lange, dann kommt Harry....