Dienstag, 28. April 2009

Shopping

Sonntag, 26. April 2009

Endlich können wir ausschlafen und wir wachen nicht mehr um 6.00 Uhr auf. Nur noch der Monster-Kühlschrank stört etwas, da er in der Nacht sehr laut ist. Mittlerweile überhören wir es auch.

Frühstück gibt es um 11.00 Uhr, also auch kein Mittagessen mehr. Draußen schneit es wieder und wir wollen nicht aus dem Haus. Also verbringen wir den Sonntag daheim in der warmen Wohnung.

Um 18.00 Uhr laufen wir zum Mexikanischen Restaurant in unserer Nähe. Das Abendessen genießen wir, da es unser erstes Mal ist, dass wir ausgehen. Auch hier ist der Mexikaner fast so teuer wie in Deutschland. Zusammen haben wir umgerechnet 37 Euro bezahlt. Inklusive Trinkgeld. Hier ist es üblich, dass man 20% Trinkgeld gibt, da die Bedienungen sehr wenig Grundlohn haben. Sie leben hier vom Trinkgeld. Wir sind keine geizigen Leute, also geben wir 20% Trinkgeld.

Montag, 27. April 2009

Seit ein paar Tagen bin ich nicht mehr die einzige Frau in der Klasse. Eine Schülerin ist dazu gekommen, da sie vorher im Urlaub war. Sie kommt aus Korea und hat erzählt, dass es dort zur Tradition gehört, im Ausland Englisch zu lernen. Sie ist schon seit 6 Monaten in Calgary in derselben Schule.

Ein weiterer Schüler in meiner Klasse erzählt, dass er Schwierigkeiten hat, in die USA zu reisen. Er bekommt kein Visum, weil er Osama heißt und aus Arabien kommt. Jetzt weiß ich auch, dass die Amis streng sind. Sowas nennt man "Diskriminierung".

Heute bekommen wir die Ergebnisse unseres Testes, den wir letzte Woche Mittwoch geschrieben haben. Ich bin frustriert auf den Lehrer, weil er mir nur 12,5 Punkte von 13 Punkten gegeben hat. Ich hatte nur einen kleinen Flüchtigkeitsfehler gemacht. Ich hatte in einem Satz nur ein "a" zuviel. Und das gab Punktabzug....

Am Nachmittag sitzen wir auf dem nach Hause-Weg in der Straßenbahn. Vor unserer Haltestelle entscheiden wir ganz spontan, zwei Stationen weiter zu fahren. In das nächste Einkaufszentrum Calgarys: "North Hill Shopping Centre". Dort essen wir lecker zu Mittag. Es gibt zum ersten Mal in Calgary chinesisches Essen. Sogar Harry isst eine Portion mit. Jetzt sind wir gestärkt für den Rundgang im Einkaufszentrum.

Mein Ziel heute: Ich möchte mir Pullover kaufen. Ob ich hier was finde? NEIN. Irgendwie schont es auch meinen Geldbeutel. Letztes Jahr in Vancouver hatte ich mal bei einem Einkaufsbummel über 250 Euro verbraten. Diesesmal wird mir sowas nicht passieren, denn auch hier gibt es nur Sommerkollektionen.

Frustriert gehe ich in den nächsten Schuhladen. Dort kaufe ich mir ein paar Turnschuhe und weil in diesen Laden die Aktion läuft: "kaufe ein Paar und du bekommst das zweite für die Hälfte", sucht sich Harry auch ein weiteres Paar Schuhe aus. Diese sind um 60% reduziert, und viel zu schade, dass man sie dort läßt. Zusammen zahlen wir also umgerechnet 30 Euro für zwei paar Schuhe.

Noch einen Laden suchen wir auf, weil wir drüber gestolpert sind: Einen Elektronikladen. Ich wollte schon immer meine alte Digitalkamera gegen ein neueres Model austauschen. Ich brauche nur 5 Minuten und schon ist es entschieden. Ich kaufe mir eine Sony Cybershot für umgerechnet 135 Euro. Jetzt bin ich gewappnet für die nächsten Tage, in denen Bilder folgen werden. (Wenn das Wetter schöner wird...)

Beim Ausgang am Einkaufszentrum stolpern wir über eine KFZ-Zulassungsstelle und Harry findet die Fahrschulbücher für PKW und LKW. Diese sind umsonst. Selbstverständlich nimmt er die Bücher mit. Jetzt hat er Lesestoff für die Abendstunden.

Dienstag, 28. April 2009

Bis heute sind wir pünktlich in die Schule gekommen. Das heißt ich habe kein einziges mal vor der Klasse tanzen müssen. Ich hoffe das bleibt auch so...

Mit 0 Grad draußen haben wir auch heute keine Lust, draußen rumzulaufen. Wir fahren wieder ins "North Hill Shopping Centre", diesesmal nur um wieder das chinesische leckere Essen zu uns zu nehmen.

Wir können mit einer Fahrkarte bis dahin fahren und zurück. Eine 10er-Karte gibt es für umgerechnet 14 Euro. Hier gibt es nur eine Zone. Man muss nur ein Ticket stempeln und ab Stempeldatum hat man 90 Minuten Zeit, sooft und soweit zu Fahren wie man will. Umsteigen und in die andere Richtung fahren ist möglich, also ganz unkomliziert.

Heute Abend muss ich wieder etwas lernen, denn morgen schreiben wir wieder einen Test.

Harry hat heute einen zweiten Test geschrieben und er ist guter Hoffnung, dass er alles richtig hat. Beim ersten Test von letzter Woche hatte er 19,5 Punkte von 24 Punkten. Insgesamt sehr gut. Ich bin stolz auf ihn. Habe ich das schon mal erwähnt, oder? Na ja, mehrmals sagen stärkt das Selbstbewußtsein.

Heute Abend haben wir die Zacuscá ausprobiert. Schmeckt "ca la mama acasá". Sehr lecker.

Ab morgen soll das Wetter besser werden und am Sonntag bis zu 19 Grad. Wir freuen uns schon riesig auf das Spazierengehen. Dann folgen auch mehr Bilder....

Der Blick von unserer Wohnung aus

Samstag, 25. April 2009

Rumänische Spezialitäten

Donnerstag, 23. April 2009

Die Heizungen laufen wieder auf Hochturen. Der Nachbar unter uns heizt seine Wohnung und wir hier oben bekommen die Hitze auch ab. Obwohl wir keine Heizung an haben, sind während der Nacht mindestens 30 Grad im Schlafzimmer. Wir können wegen der Hitze nicht gut schlafen. Deshalb wachen wir heute wieder um 6.00 Uhr auf. Wir müssen erst um 8.00 Uhr zur Straßenbahn loslaufen.

An diesem Morgen ist draussen alles weiß, weil es über Nacht noch weiter geschneit hat. Es sind -7 Grad. Aber da müssen wir nun durch und hoffen, dass noch schönere Tage folgen werden.

Heute war unser fauler Tag. Aufgrund der Kälte haben wir uns nach der Schule mit der Straßenbahn gleich auf den Heimweg gemacht. Wir waren froh, in unserer warmen Wohnung zu sein. Am Nachmittag haben wir eine kleine "Siesta", ein Mittagsschläfchen gemacht. Das hat gut getan.

Freitag, 24. April 2009

Auch heute früh sind -7 Grad draussen, aber die Sonne strahlt vom Himmel. Dann ist die Kälte nicht so unangenehm. Die Gehwege sind hier nicht gestreut und unser Weg zur Straßenbahn gestaltet sich schwierig. Es ist sehr rutschig....

Heute haben wir uns nach der Schule vorgenommen, in ein anderes Einkaufszentrum Calgarys zu gehen, das "Chinook Centre". Weil es draussen so kalt ist, kommt uns dieses Einkaufszentrum gelegen. Wir verbringen dort etliche Stunden. In einem Laden kauft sich Harry zwei paar Turnschuhe für umgerechnet zusammen 25,00 Euro. Zusätzlich einen Rucksack, weil der alte Rucksack es nicht mehr lange machen wird.

Kleidung haben wir keine gekauft. In allen Geschäften ist die Sommerkollektion schon draussen. Wenn man einen Pulli kaufen möchte, hat man kein Glück. In den Läden finden wir nur T-Shirts und kurze Hosen. Ich kann mich noch nicht so richtig damit abfinden, dass in Kanada bald Sommer wird. Ich werde hier nie mit einem T-Shirt rumlaufen können. Dafür ist es viel zu kalt. Auch im Sommer wird es nie über 22 Grad warm.

Heute Abend haben wir über das Internet einen deutschen Film auf ZDF angesehen. Da wir kein Fernseher haben, kann es Abends etwas langweilig werden.

Samstag, 25. April 2009

Wir haben heute Nacht mit leicht geöfnetem Fenster geschlafen und konnten bis 9.00 Uhr durchschlafen.

Heute ist Putztag. Gleich nach dem Frühstück machen wir uns an die Arbeit und putzen und waschen bis Nachmittags um 3.00 Uhr. Heute sind die Waschmaschinen und Trockner nicht besetzt und wir kommen gut voran.

Heute Nachmittag machen wir uns in der Stadt auf die Suche nach einem rumänischen Laden. Zuerst gehen wir in der "Sundridge Mall" für 2 Stunden spazieren, kaufen aber nichts.

Draußen schneit es wieder. Wir wollen dem Wetter trotzen und Harry zieht seine Mütze auf, ich schnüre meine Skijacke zu und los geht es bei 4 Grad durch kalten Wind und nassen Schnee. Einen Regenschirm kann man in Calgary nicht öffnen, der würde sich in diesem Wind gleich davonmachen.

Wir laufen zum "Maria Market", dem Rumänen. Dort gibt einiges zur Auswahl, was man auch in Rumänien finden kann. Es ist fast alles in Rumänien hergestellt. Wir kaufen nur soviel, was in unsere beiden Rucksäcke passt, denn wir haben einen langen Fußweg vor uns. Wir kaufen also:

  • Zacuscá de vinete
  • Salatá de boef
  • Iagni de fasole
  • Pufuleti
  • Kartoffelbrot
  • Pariser cu suncá
Die Verkäuferin spricht rumänisch und Harry hält noch ein kleines Schwätzchen mit ihr.

Mit den Rucksäcken voll bepackt machen wir uns auf den Heimweg. Insgesamt haben wir heute wieder mindestens 5 km hinter uns gebracht.

Gleich nach dem Heimkommen haben wir die Salatá de boef probiert. Hmmmm, schmeckt die gut....

Morgen früh probieren wir den Rest.

Mittwoch, 22. April 2009

Schnee

Mittwoch, 22.April 2009

Pünktlich um 6.00 Uhr wachen wir von ungewöhnlichen Geräuschen auf. Es sind die alten Heizungen in der Wohnung, die endlich wieder anlaufen. Es gibt Geräusche als würde man mit einem Hammer auf Metall schlagen. Erschreckend.

Gestern Abend hatte uns der Vermieter noch eine Antwort auf unsere Beschwerde gegeben: Der Temperaturfühler des Gebäudes befindet sich draussen im Gang, und wenn es im Gang zu warm ist, laufen die Heizungen nicht an. Er gab uns den Hinweis, die Fenster im Gang zu öffnen, um dem Tempostat mitzuteilen, dass es im Gang kalt ist. Und es hat funktioniert. Heute Früh konnte ich mal wieder im warmen Badezimmer duschen und mich fertig machen.

Im Radio gibt es die Wettervorhersage, dass sie heute eine Maximaltemperatur von 9 Grad erwarten. Auf dem Weg zur Schule fällt uns auf, dass es kühler als die letzten Tage ist. Aber wir haben ja genug passende Kleidung dabei.

In der Schule spricht mich heute mein Lehrer an und fragt mich, ob der Kurs zu einfach für mich ist und ob ich mich langweile. Nein, habe ich gesagt, ich lerne immer etwas dazu. Und mit der Grammatik habe ich sowieso noch Schwierigkeiten. Er fragte mich, ob ich nächsten Monat nicht einen anspruchsvolleren Kurs nehmen möchte. Ich solle es mal mit dem TOEFL-Test versuchen. Dieses ist der Test, den die Universitäten im Ausland verlangen. Wenn ich diesen Test bestehe, kann ich hier in Kanada studieren. Eine Überlegung wäre er Wert.

Ich sagte, ich werde es mir noch überlegen, denn für UNI-Tests bin ich bestimmt noch nicht fit genug. In der Pause dachte ich etwas länger darüber nach und bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich wirklich etwas Anspruchsvolleres brauche. Ich brauche die Herausforderung!

Nach der Schule machen wir uns auf den Weg zur "Sundridge Mall", einem anderen Einkaufszentrum. Schon beim Verlassen des Gebäudes (Schule) kommt uns ein eisiger Wind entgegen. Puuuuh! ist es kalt geworden.Die Ohren können einem von dem kalten Wind abfrieren.... ;o)

Auf dem Weg in die Mall können wir an einer Anzeigentafel lesen, dass draussen -3 Grad sind. Gut, dass wir im Überdachten Einkaufszentrum unterwegs sein werden.

Im Einkaufszentrum essen wir noch zu Mittag und gehen durch die Geschäfte. Durch ein Fenster erkennen wir, dass es zu schneien angefangen hat. Wir kaufen nichts, denn unser Ziel ist ein Riesenkaufhaus, bei dem wir etwas für den Kühlschrank kaufen möchten. Da wir kein Auto haben, werden wir nur soviel kaufen können, damit es in unsere beiden Rucksäcke passt.

Der "Real Canadian Superstore" befindet sich etwas abseits der Mall und wir müssen durch das Schneegestöber laufen. Mittlerweile ist draussen alles weiß und man kann kaum etwas sehen. Trotzdem wollen wir dahin, da es unser heutiges Ziel ist.

Die beiden Rucksäcke sind befüllt und nun müssen wir wieder bis zur Straßenbahn-Station laufen. Es ist wirklich kalt und das Schneegestöber scheint nicht mehr nachzugeben. Bis zur Staion sind es etwa 200 Meter und wir werden klitschnass von den dicken Schneeflocken.

Daheim angekommen, ziehen wir unsere nassen Sachen aus und sind froh im Warmen zu sein. Heute gehen wir nicht mehr raus.

Aus dem Supermarkt haben wir heute etwas gekauft, das wir ausprobieren möchten: Es ist eine neue Erfindung, die hier in Kanada oft benutzt wird: Steaming Bags. Das sind Tüten, die wie Gefriertüten aussehen, aber das Gegenteil machen können. Man steckt ein paar frische Gemüseteile rein, verschließt es, steckt sie in die Mikrowelle und dreht auf 3 Minuten auf. Nach 3 Minuten soll das Gemüse gar sein. Es wird nur durch den eingenen Dampf gekocht. Man braucht nichts Weiteres hinzufügen. Na, wenn DAS nicht gesund ist!?

Das probieren wir heute aus. Ich hatte heute Lust auf Brokkoli und Karotten. Beides in die Tüte gefüllt - verschlossen -in die Mikrowelle - auf 3 Minuten - und schon gings los. Nach 3 Minuten hatte ich mein Abendessen, ohne den Ofen angeworfen zu haben und einen Topf berührt zu haben. Es sieht sehr einfach aus. Man kann sogar ganze Menüs damit kochen. Ich hole mir ein par Rezepte aus dem Internet und werde die nächsten Tage experimentieren.
Bye, bye Töpfe spülen....

Nach dem Essen räumen wir etwas in der Wohnung auf, denn heute um 5:30 Uhr hat sich der Vermieter angekündigt. Er kommt für ein paar Tage aus New York nach Kanada und wohnt bei seinem Bruder. Er möchte mal vorbeikommen, uns kennenlernen und sehen, wie es uns geht.

Es bleibt aber nicht bei dem vereinbarten Termin, sondern es wird 7:30 Uhr, als der Vermieter an der Tür klingelt. Stephen kommt auf ein paar Minuten hoch und wir plaudern, als wären wir jahrelange Bekannte. Stephen erzählt etwas zu seinem Leben. Er ist ein Schriftsteller, der sich nach einem großen Erfolg einer seiner Theaterstücke diese Wohnung gekauft hat. Vorher war er ein armer Mann....

Von ihm erfahren wir auch, dass das Gebäude in dem wir wohnen, historisch geschützt ist und an der Außenfassade keine Veränderungen durchgeführt werden dürfen. Dafür benötigt man eine besondere Genehmigung. Deshalb sind auch die Fenster so alt. Man darf sie nicht auswechseln, weil sie das Äußere des Gebäudes verändern. Ich habe jedenfalls zum ersten Mal von sowas gehört....

Stepehn bleibt nur etwa eine halbe Stunde, dann muss er weiter. Ich hätte so gerne noch mit ihm über das Eine oder Andere geplaudert. Ich finde es faszinierend, einen Schriftsteller kennenzulernen. Er hat sogar das Drehbuch zu einem Film geschrieben, war in Paris, London und Spanien unterwegs.

Nachdem er gegangen ist, fragt mich Harry: "Wann lernst du mich auch so schnell englisch sprechen? Du hast ja geplappert...."

Ich muss sagen, ich bin stolz auf Harry, weil er hier richtige Fortschritte macht. Er spricht sogar mit mir Englisch.... Das kann ja nur gut werden...

Dienstag, 21. April 2009

Dies und das

Sonntag, 19. April

Heute haben wir uns einen "freien" Tag genommen. Wir sind spät aufgestanden, haben uns ein schönes Frühstück gemacht. Dazu gehören für uns auch gekochte Eier. Leider haben wir keinen Eierkocher, also wird konventionell in einem Topf gekocht. Beim Essen ist uns aufgefallen, dass das Eigelb sehr hell ist. Viel heller (man kann fast sagen, es ist auch weiss), als die deutschen Eier. Sie haben aber wunderbar geschmeckt.

Dazu gibt es den beim Polen gekauften Aufschnitt, der auch wie rumänische Wurst schmeckt.

Auch die Tomaten, die es dazu gibt, schmecken sehr intensiv nach Tomate, wie in Rumänien. Also nicht künstlich. Einfach wunderbar.....

Am Nachmittag machen wir uns auf den Weg zum "Crossroads Market", einem Flohmarkt und Gemüsemarkt. Wir möchten uns entweder ein Fahrrad kaufen, oder Inline-Skates. Die Wege in der Nähe unserer Wohnung kann mann sehr gut nutzen, um Fahrrad zu fahren, oder für Inline-Skating. Der Weg zum Markt ist weit, also fahren wir lieber mit den Öffentlichen.

Unsere Straßenbahn

Man merkt, dass Sonntag ist, denn kaum jemand ist unterwegs. Am Wochenende verkriechen sich die Kanadier in ihre Wohnungen.

Vom Markt werden wir enttäuscht, da dieser keine große Auswahl bietet. Nur Kleinkrams, dass man in Deutschland auf dem Flohmarkt auch findet. Keine Fahrräder oder Inline-Skates. Auf dem Gemüsemarkt können wir ein paar Obstsorten probieren, die übrigens sehr gut schmecken. Aber wir haben kein Auto und möchten die gekauften Äpfel nicht quer durch die Stadt schleppen. Wir haben uns entschieden, den Markt schnell zu verlassen, haben dieses auch OHNE Einkäufe getan.

Am späten Nachmittag haben wir uns entschieden, einen Spaziergang am Fluss entlang zu machen. Es ist wieder strahlender Sonnenschein. Fußweg nur 3 km.

Montag, 20. April 2009

Seit Samstag geht die Heizung in unserer Wohnung nicht mehr an. Die uralten Fenster in der Wohnung halten nicht viel Kälte von draussen ab. Zähneklappernd steige ich aus der Dusche, stelle mich ins Badezimmer und fluche, dass es so kalt ist. Ein Glück, dass ich mir den Bademantel mitgenommen habe. Sonst würde ich erfrieren.... Gegen Wochenende wird Schnee angesagt. Was machen wir nur ohne Heizung?

Heute ist der schönste Tag, seitdem wir in Kanada sind. Mit über 21 Grad und brennender Sonne fühlt es sich an wie 30 Grad. Calgary liegt etwa 1.000 m über dem Meeresspiegel. Deshalb spürt man die Sonne sehr stark.

Nach der Schule laufen wir wieder die Fußgängerzone entlang auf der Suche nach einem Mittagessen. Und was läuft uns über den Weg???? McDonalds. Wir können nicht vorbeilaufen, wir lassen uns also verführen und gehen hinein..... Jetzt wird gesündigt. Für ein paar Minuten vertreiben wir den Gedanken an unsere Diät. Der Burger schmeckt....

Dannach aber laufen wir wieder nach Hause. Zum ersten Mal kann ich die Jacke ausziehen und in den Rucksack stecken.

Es ist 17.00 Uhr: Heute steht zum ersten mal die Wäsche an. In unserem Keller stehen 2 Waschmaschinen und 2 Trockner für 6 Mietparteien bereit. Es sind nagelneue Waschmaschinen und haben eine riesige Füllmenge. Man kann hier 3 mal soviel Wäsche auf einmal waschen, als in Deutschland.

Meistens sind die Maschinen mit fertiger Wäsche stundenlang besetzt. Nachdem wir 2 Stunden darauf gewartet haben, dass sich jemand die fertige Wäsche aus einer der Maschinen abholt, haben wir einfach deren Wäsche rausgeschmissen und unsere reingesteckt und gewaschen. Die Kanadier scheinen faul zu sein.

Das Gleiche passiert mit den Trocknern. Sie lassen die Wäsche stundenlang drin stehen, obwohl sie fertig getrocknet ist. Wir schmeissen dann einfach deren Wäsche raus.... Gegen 22.00 Uhr waren wir dann auch mit EINER Wäsche fertig.

Dienstag, 21. April 2009

Zähneklappern nach dem Duschen am Morgen. Heute werde ich mich beim Vermieter beschweren.

Heute haben wir eine neue Schülerin bekommen. Ja, eine Frau, besser gesagt ein Mädel um die 20 Jahre. Ich bin nicht mehr die einzige Frau in der Klasse. Juhu.

Nach der Schule gehen wir in die Fußgängerzone und möchten etwas beim griechischen Schnellimbiss essen. Die Pita schmeckt, aber die Pommes sind fettgetränkt. Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Öl von den Pommes vom Essen abhalten würde. Ich habe nur ein paar gegessen, den Rest dagelassen.

Kunst in der Fußgängerzone

Der "Gesundheitstripp" auf dem wir uns momentan befinden, und das Ziel vor Augen, abzunehmen, hilft weniger zu essen.

Nach dem fast ungenießbaren Essen laufen wir zum "London Drugs", ein Laden wie der "Müller" in Deutschland. Dort möchte ich mir ein neues Schlaf-Kissen für meinen Nacken kaufen. Mein derzeitiges Kissen ist viel zu weich und ich wache 5-mal in der Nacht mit Nackenschmerzen auf.

Der "London Drugs" befindet sich in der 17th Avenue. Also von der Schule aus wieder 9 Straßen runterlaufen. In Kanada sagt man "9 Blocks" runterlaufen.

Gesucht - gefunden - gekauft und Rückweg angetreten und bis nach Hause gelaufen. Insgesamt also wieder 5 km Fußweg. Die fettigen Pommes von heute Mittag sind hoffentlich verdaut.

Im Hintergrund läuft wieder Country-Musik und während ich an diesem Blog schreibe nehme ich mein Abendessen zu mir: Eine Birne und zwei Äpfel. Mehr nicht.

Samstag, 18. April 2009

Line Dancing

Donnerstag, 16. April 2009

Da wir keine Vorhänge an unserem Schlafzimmerfenster haben, wachen wir wie jeden Morgen schon vor dem Wecker auf. Da es im Radio -2 Grad angesagt hat, nehmen wir in der Früh den üblichen Weg zur Schule: die Straßenbahn.

Wir wollen nicht zu spät kommen. In meiner Klasse hat der Lehrer mit den Schülern folgende Regel aufgestellt: Wer zwischen 1 bis 10 Minuten zu spät kommt, muss vor der Klasse tanzen und am nächsten Tag für die Klassenkameraden Süßigkeiten mitbringen. Da ich die einzige weibliche Person in der Klasse bin, und die männlichen Kameraden notgeile Gockel sind, möchte ich dieses Schicksal nicht herausfordern und das Huhn spielen. Pünktlich um 8.00 Uhr laufen wir also los.

Es hat mich schon am ersten Tag gewundert, warum ich in einer Klasse sitze, die auch Level 6 Schüler hat. Ich wurde doch beim Test in Level 7 eingeteilt ?!? Also fragte ich heute den Lehrer. Er teilte mir etwas mit, dass mich sehr stolz gemacht hat: Ich bin die einzige Schülerin im Level 7 in der gesamten Schule und sie mussten mich mit Level 6 Schülern zusammensetzen. Häh? Also wenn ich das richtig verstehe, bin ich die fortgeschrittenste Schülerin von ca. 500 Schülern??? Ja, das ist der Fall.

Für nächsten Monat werde ich mir etwas Anspruchsvolleres aussuchen. Vielleicht tue ich mir den Business-Kurs an, obwohl ich gehört habe, er soll langweilig sein.

Heute nach der Schule machen wir uns auf den Weg, um ein Geschäft namens "7 Eleven" zu suchen. In der 17 th Avenue soll einer sein. Harry möchte sich unbedingt einen Kaffebecher kaufen, damit er sich in der Schule Kaffee mitnehmen kann. Von Starbucks will er keine haben, da diese zu kitschig sind. Also los Richtung 17th Avenue von der 6th Avenue. 9 Kreuzungen durch Baustellengebiet. Es wundert uns, dass bei der Wirtschaftskrise noch soviel gebaut wird.

"7 Eleven" gesucht, gefunden, - Kaffeebecher gekauft. Es ist wunderschönes Wetter und wir wollen bei diesem strahlendem Sonnenschein wieder zu Fuss nach Hause laufen. Insgesamt sind es dann 5 km, die wir heute hinter uns gebracht haben. Voller Stolz über unsere sportliche Verausgabung betreten wir außer Atem unsere Wohnung.

Freitag, 17. April 2009

Hier zuerst einige Daten über Calgary:
  • Sie ist die viertgrößte Stadt Kanadas
  • Sie ist die am schnellsten wachsende Großstadt Kanadas
  • Sie hat etwas über 1 Million Einwohner
  • Sie hat die meisten Sonnenstunden im Jahr
  • Das Durchschnittsalter ist 35 Jahre
  • Sie ist die sauberste Stadt der Welt (215 Städte des Erdballes wurden untersucht)
Wir freuen uns beide auf den Tag. Heute nehmen wir an der ersten schulischen Aktivität teil. Heute Abend geht es in "Ranchmans Country Club", dem drittgrößten Country-Club Kanadas.

Nach der Schule schnell nach Hause (gefahren) um Mittag zu essen und uns umzuziehen. Um 16.45 müssen wir am anderen Ende der Stadt sein. Gut, dass wir die Straßenbahn nehmen können.

Treffpunkt erreicht. In einer Gruppe von 10 Schülern laufen wir Richtung "Ranchmans". Plötzlich fragt ein asiatischer Schüler, ob wir den Reisepass brauchen. Ich rolle nur die Augen und denke: Ja, verdammt, das hatte der Lehrer schon zigmal bei der Vorstellung gesagt: Bei Eintritten in Clubs MUSS ein amtlicher Ausweis vorgezeigt werden. In unserem Fall ist dieses nur der Reisepass.

Na ja, der Lehrer meinte, sie sollen es versuchen, vielleicht kommen sie auch so rein.

Und, oh Wunder, keiner musste den Ausweis vorzeigen. Dieses hatte sogar den Lehrer gewundert.

Wir kommen kostenlos rein. Normalerweise kostet der Eintritt 10,00 Dollar.
Gleich nach Ankunft geht es los: Es gibt "Beef on a bun" (Rindfleich auf einem Brötchen) und als Beilage rote Bohnen und Pommes aus Süßkartofel. Ein typisches Country-Essen. Mir schmeckt es nicht, weil alles versüsst ist. Harry nimmt es mir ab.

Die Getränke an diesem Abend kosten die Hälfte, das Wasser ist umsonst und das schont unseren Geldbeutel. Harry und ich probieren ein kanadisches Bier "kokanee". Es schmeckt nicht besonders. So ähnlich wie das rumänische Bier.

Um 19.00 Uhr geht es dann los: Tanz-Unterricht in Country "Line Dancing" . Ich begebe mich auch auf die Tanzfläche, da ich diese Tänze liebe und auch mal sowas lernen möchte. Es macht riesig Spaß und in 30 Minuten bin ich nassgeschwitzt. Es ist wirklich guter Sport.



Um 20.30 Uhr gibt es kostenlose Snacks, die wiederum alle versüsst sind. Gut für meine Figur. Ich sitze VOR der Platte und kann nichts essen, weil es mir nicht schmeckt.


Kurz nach 21.30 machen wir uns auch auf den Heimweg.

Samstag, 18. April 2009

Heute stehen wir um 8.00 Uhr auf, da wir um 10.00 Uhr bereit sein müssen, damit wir mit Corina und Henz eine Shopping-Tour machen. Zuerst fahren wir zum "Edelweiss", einem deutschen Laden (Importeur), bei dem man deutsche Produkte kaufen kann. Die Preise sind allerdings gesalzen. Wir kaufen trotzdem für 20,00 Dollar ein. Im Hintergrund läuft deutsche Volksmusik und ich empfinde es seeeehr kitschig. Es passt einfach nicht zu Calgary. Wir denken dieses war der erste und letzte Besuch beim "Edelweiss".

Dannach zum "Polcan", einem polnischen Laden, bei dem es gute Wurst und Aufschnitt gibt. Schmeckt wie in Rumänien....Auch hier geben wir 28,00 Dollar aus.

Als Letztes folgt ein deutscher Laden, dessen Namen ich aber vergessen habe. Dort gibt es auf Wunsch auch Mittagessen. Angeboten wird unter anderem Eisbein, Krautwickel, Schnitzel, Hackbraten... Nur zur Info: Wir haben dort nicht gegessen. Nur die Schnitzel gekauft....und für 4 Hähnchenschnitzel 25,00 Dollar ausgegeben. Das sind etwa 16,00 Euro.

Auf dem Heimweg flitzen wir noch in den "Real Canadian Superstore", bei dem der Einkauf etwas billiger sein soll. So ähnlich wie der deutsche "Real Markt". Preise sind O.K. und günstiger als bei unserer Wohnung der "Safeway". Also schlagen wir zu. Wir achten darauf und kaufen hauptsächlich gesunde Nahrung.

Corina und Henz bringen uns nach Hause und wir kochen selbst unser Mittagessen: Vom Deutschen gekaufte Hähnchenschnitzel mit selbst gekochten Beilagen: Kartoffeln, Karotten und Brokoli. Richtig lecker und gesund. Nach dem Mittagessen wollen wir noch den Sonnenschein genießen und machen einen Spaziergang am Fluß entlang. Es fält auf, dass an manchen Stellen noch Schnee liegt.



Immer wieder wird es plötzlich windig und die Luft wird frisch. Trotzdem sieht man viele Jogger, die in T-Shirt und kurzer Hose unterwegs sind. Auch wir kommen heute auf etwa 4 km Fußweg.

Im Radio läuft im Moment Country-Musik und ich schreibe an meinem Blog. Es wird Abend und wir sind auch heute geschafft.

Mittwoch, 15. April 2009

Ankunft in Calgary


Samstag, 11. April 2009:

Es ist endlich soweit. Nach einer unruhigen Nacht geht es um 8.00 Uhr per ICE aus Nürnberg nach Frankfurt los. Frühstück konnten wir nicht einnehmen, da wir zu aufgeregt waren. Wir haben uns aber doch vom Hauptbahnhof in Nürnberg eine belegte Semmel gekauft. Vielleicht kommt der Hunger noch. Während der ca. 2,5 Std. Zugfahrt haben wir die Semmel aus Langeweile gegessen.

Abflug aus Frankfurt nach Calgary bei strahlendem Sonnenschein. In Deutschland werden Temperaturen von 24 Grad Celsius vorhergesagt. Das Wetter in Calgary kennen wir nicht. Es soll kalt sein.
Direktflug mit Air Canada zu einem Schnäppchenpreis von 531,00 Euro hin- und zurück.

Der Flug verläuft ziemlich ruhig. Eine große Auswahl an Filmen und Musik vertreibt uns die Zeit. An Schlaf ist nicht zu denken. Nur die Landung am Calgary Flughafen ist sehr turbulent. Normalerweise nehme ich Reisetabletten oder Reisekaugummi, um eine Fahrt oder einen Flug zu überstehen. Bei diesem Flug habe ich nichts benötigt..... nur NACH der turbulenten Landung in Calgary. Als wir die Parkposition erreicht haben, greife ich in meinen Rucksack und kralle mir ein Reisekaugummi, sonst hätte ich noch die vorgesehene Tüte aus dem Vordersitz benutzen müssen. Das wäre überpeinlich gewesen....


Visaerteilung als Besucher verläuft reibungslos. Dem Beamten teilen wir mit: "Wir sind auf unserer Hochzeitsreise". Er erkundigte sich dann nach unseren Plänen während unseres Aufenthaltes und das war es auch schon.... Dannach Abholung des Gepäcks, und Richtung Ausgang gehen. Wir halten Ausschau nach einem Taxistand, als uns jemand zuwinkt und unsere Namen zuruft.

Es waren Bekannte, die uns überraschend vom Flughafen abgeholt haben. So brauchten wir uns nicht mehr um ein Taxi bemühen.


In Calgary ist es sonnig aber ein kalter Wind weht uns um die Nase und durch die Kleidung bis auf die Knochen. Ohne Jacke friert es uns. Wir müssen uns noch an dieses Wetter gewöhnen.
Auf dem Weg zur Wohnung mussten wir noch zu einer Bank oder einem Geldautomaten. Denn wir haben mit dem Vermieter vereinbart, die Miete für die beiden Monate unseres Aufenthaltes im Voraus und in Bar zu bezahlen. CDN $1.800 hatten wir schon dabei aber es fehlten uns noch CDN$ 1.000. Insgesamt also ca. 1.800 Euro für zwei Monate. Für zwei Schüler ist es viel Geld, aber uns war es wichtig, Privatsphäre zu haben und in der Nähe der Schule zu wohnen. Dann muss man einen höheren Preis dafür bezahlen.

Wir wohnen in einer 2-Zimmer-Eigentumswohnung in einem 112 Jahre alten Gebäude am Memorial Drive. Die Wohnung gehört einem Drehbuchautor, der jetzt in New York ist. (Und wahrscheinlich für den Broadway schreibt)

Hier ist der Link zur Wohnung:

http://home-and-garden.webshots.com/album/570140605nfGIwA

Und hier der Link zum Vermieter:
http://www.stephenmassicotte.com/home.html

Wie wir bei der Wohnungsübergabe erfahren, gibt es keinen Kabelanschluß für den Fernseher. Den müssten wir uns selbst freischalten. Ein Besuch auf der Hompage des Anbieters läßt uns die Entscheidung tr
effen: Kein Fernseher, da zu teuer.

Wir müssen uns Abends die Zeit anderweitig vertreiben. Bei einem frisch verheirateten Ehepaar dürfte es allerhand geben... :o)


Wir haben uns nach der Ankunft um 17.00 Uhr (gleich nach der Wohnungsübernahme) noch zu Fuss auf den Weg zum Safeway, gemacht und gleich eine Menge Putzmittel und Desinfizierer gekauft und haben 3 Stunden geputzt.


Der Bruder des Vermieters, der auch das Bargeld entgegengenommen hat, teilt uns mit, dass der Vermieter mit seinem Hund hier gewohnt hat. Dieses erfahren wir also erst vor Ort, nachdem wir die Kaution bezahlt haben. Dementsprechend sieht es aus: Die ganze Wohnung ist mit schwarzen Hundehaaren verseucht. Sogar im Kühlschrank....

ALLES muss desinfiziert, geputzt und neu gewaschen werden. Dann sind wir so kaputt, dass wir ins Bett gehen. Nach 27 Stunden ohne Schlaf war es höchste Zeit. Nach deutscher Zeit ist es 4.00 Uhr früh. Die erste Nacht schlafen wir in unseren Klamotten, weil wir keine saubere Bettäsche haben. Als Zudecke müssen u
nsere Jacken herhalten.

Sonntag, 12. April 2009
(Ostersonntag)

Es geht es mit dem Putzen weiter. Wir haben nochmal 4 Stunden damit verbracht, den Dreck des Vermieters wegzuputzen. Gott möge uns vergeben, dass wir an einem heiligen Feiertag arbeiten müssen. Wir haben aber keine andere Wahl. Wenn wir diese Nacht in einem sauberen Bett übernachten wollen, müssen wir was tun.

Dann war alles fertig. So im Nachhinein, wenn alles geputzt ist, ist es eine super Wohnung. Es war nur der erste Schock, weil wir dieses nicht gewöhnt waren. Wir haben uns zu sehr an den Luxus in Deutschland gewöhnt.


Wir werden es uns für die nächsten 8 Wochen gemütlich und kuschelig machen.

Gegen Abend nochmals zum Safeway, um Lebensmittel für den Kühlschrank zu kaufen. Ja, an einem Ostersonntag. Hier sind die Geschäfte auch an Sonntagen und Feiertagen geöffnet.

Montag, 13. April 2009
(Ostermontag)

Morgen ist unser erster Schultag. Um nicht zu spät zur Schule zu kommen, haben wir den Weg zur Schule zu Fuss ausprobiert. Es geht vom Memorial Drive über den Bow River in Richtung Downtown. 40-50 Minuten brauchen wir schon zum Laufen. Einfacher geht es mit dem C-Train, einer Straßenbahn, zu der wir zuerst ca. 5 Minuten zu Fuss laufen müssen, und dann 9 Minuten Fahrt bis zur Schule. Aber wir wollen zu Fuss laufen, da wir beide abnehmen wollen. 10 kg Gewichtsverlust in 8 Wochen ist mein Ziel...

Dannach geht es in die Marlborough Mall in den Walmarkt und kaufen billige Handtücher und einen billigen Föhn. Den Föhn benötige ich dringend, weil keiner in der Wohnung zu finden ist.

Dort müssen wir etliche "Kilometer" rumlaufen. Ich dachte, die C-Train-Station befindet sich direkt vor, od
er in der Mall wie in Vancouver. In der Mall angekommen betrachten wir den Plan und suchen nach dem Walmart. Dieser befindet sich auch noch am anderen Ende der Mall. Da müssen wir nun durch. Nach einem gesunden Mittagessen in der Food Court haben wir den Heimweg angetreten.

Dienstag, 14. April 2009

Noch immer können wir Nachts nicht durchschlafen. Um 5 Uhr früh wachen wir beide auf. Ein Blick aus dem Fenster verrät uns: Es hat heute Nacht geschneit und es ist sehr windig und kalt.

Heute ist unser erster Schultag in der Sprachschule Global Village Calgary. An diesem Tag werden nur die neuen Schüler begrüßt und mit etlichen Informationen vollgepumpt. In der Cafeteria der Schule sind alle Stühle besetzt. Es müßten um die 100 neue Schüler dasitzen. 90% davon sind Asiaten.

Ein paar Lehrer stellen sich vor. Uns wird die erste Regel der Schule bekannt gegeben: Speak English Only! In der gesamten Schule, einschließlich Küche und Toilette MUSS englisch gesprochen werden. Wer
erwischt wird, wird für den Rest des Tages nach Hause geschickt. Eine harte Strafe, aber auch ein Anreiz, sein Englisch zu verbessern. Die Wissen was sie tun.
Bei einer Lehrerin fällt bei ihrer Ansprache besonders auf, dass sie einen anderen Akzent spricht: Australisches Englisch, denn sie kommt aus Neuseeland. Der Akzent erinnert mich an eine australische Serie, die ich mal im Originalton verfolgt habe. Es ist ein total anderes Englisch als das Kanadische oder Amerikanische. Ich mag es nicht.

In der Pause bete ich und ein paar andere Schüler insgeheim, dass diese Person nicht unsere Lehrerin wird. Wir sind nach Kanada gekommen, um den amerikanischen Akzent zu lernen.

Es folgt ein schriftlicher Test bei dem wir Fragen beantworten müssen, und ein mündlicher Test, bei dem der Level festgelegt wird. Es gibt insgesamt 8 Levels.

Als Harry dran ist, bin ich noch aufgeregter als er.


Morgen früh gibt es die Einteilung in die Klassen. Ich hoffe Harry kommt in den Level 2 von insgesamt 8 Levels. Für den Anfänger-Level 1 ist er zu fortgeschritten.

Bei einer Führung erfahren wir mehr über die Schule: Global Village Calgary befindet sich in einem der ältesten Gebäude Calgarys. Also über 100 Jahre alt. Insgesamt sind die Stockwerke 2 bis 4 von der Schule besetzt. Die Klassenzimmer haben keine Nummern, sondern Städtenamen. Im 4. Stock befinden sich die Namen internationaler Städte, im 3. Stock Städte aus Kanada und im 2. Stock kann man die Städte des Bunde
sstaates Alberta finden. Ich finde es sehr lustig.

Mittwoch, 15. April 2009


Wir haben uns entschieden, morgens noch mit der Straßenbahn in die Schule zu fahren, da es mit 0 Grad noch ziemlich kalt ist. Es geht also zu Fuss zur Straßenbahn und mit der Straßenbahn in die Schule und jeder von uns macht sich Gedanken über den Level, in den er eingestuft wurde. Wir sind beide aufgeregt.

Die Listen mit den Namen, des zugeordneten Levels, des zuständigen Lehrers und des Raumes hängen aus. Meinen Namen und meinen Level kann ich schnell finden: Ich beginne mit Level 7 in dem Klassenzimmer "Lake Louise". Mein Lehrer heißt David. Ein zufriedenes Lächeln liegt auf meinen Lippen.


Nun zu Harry: Auch ihn finden wir schnell: Er beginnt mit Level 2 in "Sydney". Auch damit bin ich zufrieden.

Zum ersten Mal nach 5 Tagen Zusammensein müssen Harry und ich uns trennen und in die jeweilige Kl
asse gehen. Wir wünschen uns viel Spass.

In meiner Klasse sind wir insgesamt 9 Schüler unterschiedlicher Nationen. Ich bin die einzige Frau in einem Haufen voller Männer. Das kann ja lustig werden. Wir verstehen uns auf Anhieb und da wir den gleichen Kenntnis-Level haben, können wir uns gut auf englisch unterhalten.


Die nächsten 8 Wochen haben wir viel vor. Von der Schule aus werden viele Aktivitäten angeboten. z.B. Wandern, Country-Abende, Pub-Abende, Sport-Events...

Nach der Schule können wir in die Fußgängerzone gehen und etwas zu Mittag essen. Das ist auch
die erste Mahlzeit des Tages, die wir zu uns nehmen. Wir haben kein Frühstück mitgenommen, auch keines gekauft. Ich habe mir aus dem Automaten der Schule ein Päckchen trockene Kekse gekauft und während des Unterrichtes geknabbert.

Der Heimweg führte uns wieder über die Brücke, diesesmal also zu Fuss nach Hause. Bei schönem sonnigem Wetter.

Wir sind auf dem richtigen Weg und bereuen es nicht, diese Entscheidung getroffen zu haben. Es ist unsere Hochzeitsreise....