Sonntag, 31. Juli 2011

Langes Wochenende

Und schon wieder nutzen wir den Vorteil, dass wir drei Tage hintereinander frei haben.

Dieses mal ist der Südwesten unserer Provinz dran. Es ist das Gebiet, von dem Viele meinen, es sei langweilig und flach. Ich werde versuchen mit unseren Bildern, das Gegenteil von Langweilig zu beweisen.


Der Süden der Provinz ist Farmland und ist mit vielen Feldern ein wirklich flaches Land. Die Fahrt auf dem Highway ist ermüdend und bietet nicht wirklich viel zu sehen, aber wenn man von der Autobahn abfährt, und ins Hinterland fährt, findet man auch hier in der Prärie einige gute Fotomotive.


Die Fotos zu unserer Tour könnt ihr im Album South Saskatchewan finden.


Wenn man etwas südlicher fährt, stößt man auf ungewöhnliche und hügelige Prärie-Landschaft.


Im „Cypress Hills Provincial Park“ können wir endlich die Stärke und Verlässlichkeit unseres Autos ausprobieren. Es geht geht auf einen Hügel, der mit 1392 m der höchste Punkt Saskachewans ist. Der Weg nach oben ist steil, steinig und rutschig aber langsam erzwingen wir den Gipfel und werden mit einem tollen Ausblick belohnt. Die Größe dieses Fotos habe ich im original belassen, damit ihr beim Draufklicken die Aussicht genießen könnt....


Am nächsten Morgen weckte uns wunderbare frische Luft und angenehme Temperaturen.

Im Laufe des Nachmittags aber dann der Hitzeschlag.

Mit 37 Grad war es draußen nicht mehr auszuhalten. Wandern haben wir aufgegeben und nur noch Besichtigungstouren aus dem Auto gemacht.

Selbstverständlich sind wir unseren Reizen gefolgt und auf Nebenstraßen ausgewichen. Wenn man was sehen will, muss man eben durch die Pampa.

Die Belohnung:

Diese Backroad steht nirgends beschrieben. Es ist ein Geheimtipp aus einem Buch, das man unbedingt haben muss, wenn man Saskatchewan erkunden will. Dort sind 40 "Scenic Drives" in Saskatchewan beschrieben. Man kann es entweder hier, oder günstiger bei CAA kaufen.

Falls Jemand Interesse hat, kann ich euch die Wegbeschreibung zukommen lassen. Diese Aussicht gibt es in der Nähe des Lake Diefenbaker und ist nur in trockenem Zustand und möglichst mit einem größeren Fahrzeug befahrbar.

Wir haben auch einmal umkehren müssen, da wir den Weg nicht richtig gefunden haben.

Das Angebot gilt auch für andere Aussichten (Bilder) unseres Foto-Albums. Falls Interesse besteht, einfach anschreiben und ich kann euch sagen, wo sich genau die Fotomotive befinden.

Sonntag, 17. Juli 2011

Bleichgesicht trifft Rothaut


Genau an der Grenze zu unserer westlichen Nachbarprovinz Alberta, aber noch in Saskatchewan befindet sich das Örtchen Onion Lake.
An diesem Sonntag sollten wir etwas Besonderes erleben: Ein Indianer Pow-Wow.
Es ist ein Treffen von über 600 Indianerstämmen. Es gibt Tänze, bei denen ihre bunten „Trachten“ zur Show geführt werden.
Ich habe die Bilder mal wieder in einer Foto-Show zusammengestellt. Einfach auf das Bild klicken.
Wir haben ungefähr 40 Minuten ihres Tanzes angesehen, aber dann wurde uns das Schreien zu laut.
Hört selbst in das Video rein. Achtung es wird laut!




Es war einfach toll, so viele unterschiedliche Indianerstämme auf einem Haufen zu sehen.

Samstag, 16. Juli 2011

Richtung Horizont

Bei herrlichen 23 Grad und Sonnenschein ging es an diesem Wochenende in Richtung Westen.



Auf dem Weg machten wir kurz Halt in dem „Meadow Lake Provincial Park“. Es ist ein Park mit vielen Seen, und Stränden, die zum Verweilen einladen.



Da aber das Wetter hier nicht besonders freundlich war, nahmen wir uns vor, ein anderes Mal vorbeizukommen. Am Horizont irgendwo schien noch die Sonne, also nichts wie hin Richtung Sonnenschein. Selbstverständlich nutzen wir den Vorteil unseres Autos und fahren abseits der normalen Straßen.

Unser Ziel: Wildpferde in freier Wildbahn. Ein seltenes Ereignis, das wir uns nicht entgehen lassen wollen. Einen richtigen Spaß bereitete uns die 8-km lange Fahrt auf einer richtig löchrigen, holperigen und schlammigen Straße. Das Gute daran: es ist eine Sackgasse und wir müssen die gesamte Strecke auch noch zurückfahren.


Die Wildpferde konnten wir nicht sehen, aber der Spaßfaktor der Fahrt war nicht zu übertreffen.

Am Ende sah dann unser Autogrill so aus.

Um hier Platz zu sparen, und um die vielen Bilder zusammenzufassen, werde ich euch in Zukunft die meisten Bilder nur noch als Foto-Album zeigen. Ich habe die Bilder zusammengefasst in North-Saskatchewan und South-Saskatchewan.

Die Foto-Alben könnt ihr immer hier finden und auch links oben auf einer extra Seite immer wieder aufrufen.

Samstag, 9. Juli 2011

Der erste Schritt zur Anpassung


Kaufe dir ein fettes Auto oder, in unserem Fall ein SUV ( ein etwas kleineres, fettes Auto).

Wenn man in Kanada mobil sein möchte, braucht jeder ein eigenes Auto. Also haben wir nun auch zwei.


Es ist ein Chevrolet Blazer aus dem Jahre 2001 mit nur 190,000 km auf dem Tacho.

Auf die Frage, was er denn so verbraucht, teilte uns der Verkäufer mit „So um die 25 Liter pro 100“.


Die erste Probefahrt hatte er überstanden und hat uns auch überzeugt. Wir haben nicht lange nachgedacht und haben ihn gleich gekauft.


Hier in Kanada ist es mit nur schwer möglich, einen höheren Betrag in Raten zu zahlen, wenn man nur eine Arbeitsgenehmigung hat. Man bekommt von der Bank keinen Kredit.


In Kanada zählt Vitamin B.


Ein Arbeitskollege von Harry kannte einen guten Freund der ein Autohandel betreibt. Ein Anruf von ihm genügte und wir hatten am nächsten Tag das 190 PS Gefährt unter dem Hintern auf dem Weg zur Probefahrt.

Der Verkaufspreis erschien uns etwas erhöht und ein Versuch zum Handeln war es wert. Wir teilten dem Verkäufer unser Budget mit und dass wir nicht den gesamten Betrag auf einmal aufbringen könnten. Schon gab es einen Nachlass von 20% . Die Anzahlung von über 60% gaben wir in cash hin und den Rest konnten wir abzahlen wie wir Zeit und Geld hätten. Das nenne ich ein Entgegenkommen.

Bei einem Autohaus und ohne Vitamin B – wäre es nicht möglich. Natürlich werden wir in der Lage sein, in den nächsten 3 Monaten das Auto abzuzahlen. Dann gehört es uns!


Pünktlich zum Geburtstag von Harry war es fertig zum Abholen: Unser neues Auto.

Eine kurze Fahrt zum Ausprobieren hatten wir auch schon vor.

Aber als wir an der Straße ankamen, die wir benutzen wollten, war sie gesperrt. Macht nix, es kommen noch genug Gelegenheiten eine Backroad zu fahren.

Und noch mehr:

Am gleichen Abend gab es auf dem großen Parkplatz des Canadian Tire (vergleichbar mit dem Obi in Deutschland) eine Oldtimer-Ausstellung. Die vielen Bilder habe ich zu einer Fotoshow zusammengestellt.

Und Abends gab es eine gemütliche Zweisamkeit bei einem Abendessen und einem Gläschen Wein zum Abschluss des Geburtstages.

Happy Birthday, Harry!

Freitag, 8. Juli 2011

Ich hab den Dreh raus!


Ein anderes leckeres siebenbürgisches Gericht:

Rum-Schokolade

Ich habe das Rezept schon öfters probiert, aber von 10 mal ist es mir nur 4 mal gelungen.

Ich dachte, ich probiere es noch einmal.

Aber jetzt habe ich den Dreh raus!! Es ist beim Rezept nur eine Frage, WANN ich den Topf vom Herd nehme. Das Ergebnis:

Natürlich gehört danach das Topfausschlecken dazu.

Das kann es öfters geben.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Ein erster Versuch

Ich hatte ja mal erwähnt, dass ich keine Fee im Kochen bin. Und ich habe versprochen, dass ich ein paar Rezepte ausprobiere und von meinen Versuchen berichte.

Nun, ich habe mich an das schwerste Rezept der siebenbürgischen (auch rumänischen) Küche gewagt:

Mici



Für meine nicht-siebenbürgischen Leser:

das sind eine Art von Fleischbällchen aus Hackfleisch mit vielen Gewürzzutaten und eine lange Verarbeitungszeit. Wir machen aber keine Bällchen draus, sondern drehen diese etwas in die Länge.

So, nachdem ich mir das beste rumänische Rezept aus dem Internet runter geladen hatte, ging es erst mal an die Übersetzung der Zutaten auf Englisch. Ich hatte ja keine Ahnung, dass soviel Gewürzsorten in die Mischung kommt. Gewürzsorten, von denen ich noch nie was gehört habe.

Mit einer langen Einkaufsliste machte ich mich auf den Weg zum Supermarkt in der Hoffnung, dass es diese Zutaten überhaupt in Kanada gibt.

An der Kasse angekommen, musste ich erst mal umgerechnet 25 Euro nur für die Gewürze hinblättern. Aber was soll's, ganz happy, dass ich alles gefunden hatte, konnte es an die Arbeit gehen. Das Ergebnis nach 3 Tagen Verarbeitung seht ihr hier:

Harry habe ich damit überrascht und am Abend haben wir sie gleich auf den Grill geworfen. Hmmmm, lecker. Harry meint sie schmecken besser als vom Metzger. Originell isst man sie vom Zahnstocher, mit Senf und Brötchen.

Montag, 4. Juli 2011

Unsere Nachbarprovinz Manitoba

Am 1. Juli ist in Kanada „Canada Day“. Das heißt für uns: Ein verlängertes Wochenende von Freitag bis Sonntag. Die Zeit wollen wir nutzen und weiter weg fahren.

Eine Stunde in Richtung Norden und 5 Stunden in Richtung Osten fahren. Und schon ist man in Manitoba, unserer Nachbarprovinz. Wir waren zu neugierig, wie wohl die Landschaft dort aussieht. Und ich war überrascht. Hier seht ihr unsere Bilder:

















Der Strand war leer. Das Wasser ist auch noch für Juli zu kalt zum Baden.


Und einen Bären ganz nah haben wir auch gesehen. Er trottete au der Straße einfach so vor sich hin und als wir anhielten, kam er auf uns zu, setzte sich vor unser Auto. Er tat mir sehr leid, da normalerweise Bären sehr scheu sind und gleich verschwinden. Aber dieser sah aus, als ob er von Menschenhand gefüttert wurde.

Einmal auf den Geschmack gekommen, werden solche Tiere immer wieder auf „Futter von den Menschen“ erwarten. Einfach schade. Nach nur ein paar Minuten setzten wir unsere Fahrt fort, da es ungeschriebenes Gesetz in Kanada ist:

„Bei wilden Tieren nicht anhalten“.

Am Clearwater Lake machten wir Halt um kurz zu wandern, aber wir wollten nicht aus dem Auto aussteigen. Hunderte Bremsen schwirrten um unser Auto und warteten auf ihr Mittagessen.

Hier das Video.