Donnerstag, 4. Februar 2016

Lake Louise Sonntag (2)

Da waren wir wieder! Gleich am nächsten Wochenende in Lake Louise. Das Fahren macht uns nichts aus, weil wir uns schon an die kanadischen Entfernungen gewöhnt haben.
Strecke Lake Louise und zurück: "nur" 350km. Bei den momentanen Spritpreisen von umgerechnet 0,45 Euro... ich wiederhole: 45 Cent! freut sich der Benzintank.

Wundert euch heute nicht über die Fotos. Da das Wetter teilweise grau war, musste  ich ein wenig nachhelfen, damit die Fotos etwas "Pepp" bekommen. Ich hab mal rumgespielt.


An diesem Sonntag war das Wetter nicht besonders aber die Eisskulpturen standen noch. Dadurch dass es während der Woche ein paar Mal geschneit hatte, waren die Skulpturen bedeckt und ich konnte irgendwie keine richtigen Fotos für euch machen. Hauptsache wir haben sie in live gesehen. Hier sind ein paar wenige.





Kennt jemand die Minions!
Nachdem wir uns bei 90% Luftfeuchtigkeit die Nasen und Ohren abgefroren hatten, machten wir uns auf den Weg ins Skigebiet. Nein, wir sind keine Skifahrer! Dort war unser Treffpunkt für unsere "Snowshoeing"-Tour. Viele von euch wissen ja, dass ich sehr oft Groupon benutze, um dort Gutscheine zu kaufen. Diesesmal hatte ich einen für Schneeschuhlaufen ergattert. Wir hatten vorher noch nie Schneeschuhe an unseren Füßen und wollten es mal ausprobieren.


Beim Treffpunkt an der Hütte  war ein Grizzly-Fell ausgestellt und ich war überrascht, wie groß seine Krallen sind. Unten ist ein Foto mit Krallen vom Grizzly. Die weiße Kralle ist von einem Schwarzbären. Na das ist mal ein Unterschied!

"Give me five!"

So, 1.30 Uhr und die Tour ging los. Wir waren 6 Leute, alles Anfänger. Da brauchte ich mir keine Sorgen machen, dass ich hinteherhächeln muss. Mit der Gondel (die im Preis inklusive ist), ging es hoch ins Skigebiet.

Lake Louise im Hintergrund
Hm, wie zieht man die nur an?
Na hat doch geklappt!
Mount Temple, der höchste Berg in dieser Region versteckt sich in den Wolken.

Im tiefen Schnee macht es Spaß!

Später zogen dunkle Wolken auf und bedeckten die Sonne. Plötzlich war es eiskalt.

Unterwegs erzählte uns der Guide etwas über die Landschaft und die Lebewesen. Es war voll interessant. Während einer Schneeschuh-Wanderung abseits des Pfades muss man aufpassen, dass man nicht in eine Erdspalte fällt. Erdspalten erkennt man an dem Schnee, wenn sie gezackte Ränder oder geschmolzenen Schnee am Rand haben. Diese Ränder entstehen dadurch, dass heißer Dampf aus dem inneren der Erde zur Oberfläche steigt. Diese Spalten können nur knöcheltief, knietief oder aber auch 2 Meter oder tiefer sein. Wegen der dicken Schneedecke erkennt man das aber nicht.

Seht ihr die Verdunstung am Rand? Die Erde atmet.
Weiter geht es drum herum. Man sollte also nicht nur Augen für die Landschaft haben sondern auch mal nach unten schauen, wo man hintritt. Heute hatten wir ja unseren Guide dabei, also konnten wir die Landschaft genießen.
 


Es hat Spaß gemacht, aber um ehrlich zu sein, würde ich als Tourist nicht den vollen Preis bezahlen. Wenn man mit der Gondel hoch fährt, läuft man etwa 100m rechts davon dann kehrt man wieder um und läuft etwa 300m links davon bis zu einem kleinen Häuschen, wo man heißen Kakao bekommt. Das war's auch. Für das erste Mal auf Schneeschuhen war es ok.

Glücklich und zufrieden fahren wir mit der Gondel wieder ins Tal.
Bis zum nächsten Mal! 


Lake Louise Sonntag (1)

Halli-Hallo! Zeit für einen neuen Beitrag. Ich wette ihr wartet schon gespannt drauf.
Die Bilder in den nächsten zwei Beiträgen kommen aus der Lake Louise/Banff-Gegend, da wir die letzten beiden Sonntage dort waren. Am ersten Sonntag war das Wetter noch ok, aber am zweiten hingen tiefe Wolken über den Gipfeln.  Also los geht es heute ohne viel Geschnatter.

Vor zwei Jahren um die gleiche Zeit war ich mit meiner Schwester (die mich aus Deutschland besuchte) in Lake Louise und konnte tolle Aufnahmen bei tollem Wetter machen. >>> HIER<<<  ist der Beitrag dazu. Man kann ja nicht immer blauen Himmel haben.

Auf dem Weg machten wir einen 5-Minuten-Halt in Banff auf dem Bahnhof, um ein Schnappschuss von der Lok aus Eis zu machen.



Und einen Schnappschuss von unterwegs.



Und einen Schnappschuss  von der berühmten "Morant's Curve". 


Ich glaube, das ist Mount Temple, mit 3544m der höchste Berg der Region um Lake Louise. Aber die Aufnahme entstand wegen der Hufeisenform im Baumgipfel.

Moraine Lake Road ist den ganzen Winter gesperrt.

In Lake Louise standen wir dann im Chaos. Parkplätze so überfüllt wie im Sommer und schwer, einen zu finden. Es war ja der letzte Tag des jährlich stattfindenden "Ice Magic Festivals" und ihren Eisskulpturen. Der Eintritt kostete $10 pro Person, aber wir entschieden uns dagegen, da man sich in der Menschen-Masse kaum bewegen konnte geschweige denn Fotos von den Eisskulpturen machen. Wir entschieden uns, nächsten Sonntag Fotos zu machen, wenn wir wieder hier waren und es sogar kostenlos war. Deswegen hier nur ein Foto vom See.




Da die Sonne noch etwas am Himmel wärmte, entschieden wir uns spontan für ein Abstecher auf die 93 Richtung Süden zu fahren. Erster Stopp: Marble Canyon

Marble Canyon
Marble Canyon
Um das obere Foto zu machen, musste ich runter zum Fluss. Aber leider war der Weg nach oben sehr rutschig und ich steckte fest. Hilfe Harry, komm hilf mir hoch! (Na klar musste er vorher noch ein Foto mit dem Handy schießen)

Marble Canyon

Marble Canyon
Langsam verschwand die Sonne hinter den Bergen aber wir mussten ja noch schnell zum zweiten Stopp: Numa Falls.

Über die Numa Falls gibt es normalerweise eine Brücke. Die war zumindest in 2008 bei unserem Urlaub noch da. Aber die Recherche im Internet ergab, dass sie irgendwann im letzten Jahr weg gespült wurde. Wahrscheinlich ist der Zugang im Sommer gesperrt. Im Winter kümmert es keinen, wer dort rumläuft. Wir trafen auf zwei Australier und fragten, ob man zu den Wasserfällen laufen könnte. Er bestätigte uns dieses und meinte nur, wir sollten dem Pfad folgen, dann laufen wir "auf den Wasserfällen". Ähm, bitte was? Wir tasteten wir uns vorsichtig auf dem festgetrampelten Pfad an die Wasserfälle ran. Der Schnee war meterdick und wenn man neben den Pfad trat, versank man bis über die Knie.


Der Schnee war so dick, dass man nicht mehr erkennen konnte, was es ist... Ein Picknicktisch mit zwei Bänken.
Die Ungewissheit, dass man irgendwo steht und nicht weiß, wo der Abgrund beginnt, machte meine Knie weich. Aber ich dachte mir zu den Fußspuren: Wenn schon andere hier gestanden sind, und wenn ich in den Fußstapfen bleibe, kann mir nichts passieren.
Einen Schritt oder weniger und unten fließt das Wasser. Ich hatte nicht mal einen halben Meter Bewegungsradius (das sieht man an den Fußstapfen um mich herum).
Von diesem Standort und mit zitternden Knien konnte ich in beide Richtungen eine Aufnahme machen.

Zuerst vor mir. In Abstufungen ging es nach unten in einen Canyon. Ich konnte aber unter mir wegen dem dicken Schnee keine Abstufung sehen. 

Flussaufwärts

Flussabwärts. Hier kann man erkennen, dass ich wahrscheinlich "auf dem Wasserfall" stand.
Die beiden Stopps hatten sich gelohnt. Man kann noch am Marble Canyon einen Trail laufen, der jenseits der Brücke beginnt, doch da bin ich nicht mal mit meinen Spikes an den Schuhen hoch gekommen. Auf purem Eis und einem steilen Anstieg legte ich beim Versuch hoch zu kraxeln fast einen Spagat hin und rutsche rückwärts runter.  Zum Glück war Harry nicht schnell genug mit der Kamera, also gibt es auch kein Foto, pah!

Der Rückweg gewährte uns noch tolle Ausblicke.

Während der Fahrt mit dem Handy fotografiert.
In Banff waren wir dann pünktlich zum Sonnenuntergang an den bekannten "Vermilion Lakes". Ein beliebter Spot für Sonnenuntergänge. Der See ist ganz zugefroren, bis auf eine Stelle, wo eine heiße Quelle aus der Erde fließt und diese Stelle nie gefrieren lässt.




>>> HIER <<< geht es zum zweiten Sonntag.