Donnerstag, 28. Mai 2009

Frühlingserwachen

Montag, 25. Mai 2009 + Dienstag, 26. Mai 2009

Der Schulaltag hat uns eingeholt. Es ist immer noch stressig und der Unterricht verlangt viel Kraft.

Aber endlich ist der Frühling auch in Calgary angekommen.



Mittwoch, 27. Mai 2009

Während ich mich nach der Schule auf den Heimweg mache, fährt Harry mit den Öffentlichen zu einer größeren Tankstelle an einer Autobahn. Er hat vor, mit ein paar Truckern zu sprechen. Vielleicht hat er Glück und kann eine Firma finden, die LKW-Fahrer sucht.

Harry hat bereits über 30 Firmen angeschrieben und Bewerbungen losgeschickt. Bis heute leider keine positive Nachricht. Die Speditionen stellen keine Ausländer ein.

Auch der Besuch der Trucker an der Tankstelle bringt keinen Erfolg. Ein paar Bilder hat Harry aber trotzdem mitgebracht.


Donnerstag, 28. Mai 2009

Nach der Schule gehen wir ein Stündchen in ein Einkaufszentrum, kaufen aber nichts. Die Sommerkollektion gefällt mir hier nicht. Dannach gehen wir zum Heidelberg Haus, ein deutsches Restaurant.

Im Restaurant läuft deutsche Hintergrundmusik aber irgendwie passt sie nicht nach Kanada.

Selbstverständlich bestelle ich einen Wiener-Schnitzel und Harry ein Zigeunerschnitzel. Beides schmeckt lecker, aber die Preise sind gesalzen. Insgesamt zahlen wir umgerechnet 32,00 Euro. Soviel hätten wir auch in Deutschland bezahlt.

Sonntag, 24. Mai 2009

All you can eat

Dienstag, 19 Mai 2009

In der Früh fällt es uns schwer aufzustehen, da wir ein langes Wochenende hinter uns haben. Wir sind immer um 9.00 Uhr erst aufgestanden.

Aber keiner von uns möchte aus der Schule fehlen, oder zu spät kommen. Also raus aus den Federn!

Auf dem Weg zur Schule stehen wir an einer roten Ampel und warten. Dann sagt Harry "Hallo" zu einem blonden gutaussehenden Mädel um die 20 Jahre alt. Ich frage ihn, ob es eine Mitschülerin ist und Harry lacht und antwortet: "Das ist meine Lehrerin." Später erfahre ich, dass sie gerade 22 Jahre alt ist. Ein junges Kücken.

Nach der Schule fahren wir zum Polen in unserer Nähe und kaufen wieder Aufschnitt. 200g kosten umgerechnet ca. 1,70 Euro. Ich finde es billig. Harry kauft sich wieder die Kipfel, die man auch in Rumänien bekommen hat. Er kann nicht bis nach Hause warten und packt auf dem Heimweg schon en ersten Kipfel und Aufschnitt aus.


Mittwoch, 20. Mai 2009 + Donnerstag 21. Mai 2009
Heute gibt es keine besonderen Vorkommnisse. Zu Mittag gehen wir in die Fussgängerzone und essen eine Bratwurst von einem Deutschen Bratwurststand. Der Verkäufer kommt aus Hamburg. Die Bratwurst schmeckt nicht so gut wie in Deutschland, aber es ist ein guter Lückenfüller bis zum Abendessen.
Freitag, 22. Mai 2009

Wie jeden Freitag endet die Schule heute um 12.20 Uhr. Kurz vor Schluss ertönt in der ganzen Schule ein schrilles Geräusch: Es ist Feueralarm. Ich schätze es ist eine Feuerübung. Wir werden ins Freie gebracht und die Feuerwehr beobachtet alles. Der Lehrer klärt uns dann auf, dass sowas 3-4 mal pro Jahr gemacht werden muss.

Am Nachmittag gehen wir in die Deerfoot Outlet Mall in der Nähe des Flughafens. Die Busreise dauert über 30 Minuten. Dort angekommen, laufen wir an einem chniesischen Restaurant vorbei, das Buffet anbietet. Da wir noch kein Mittagessen zu uns genommen haben, kommt uns das Restaurant gerade recht. Ohne lang zu überlegen gehen wir rein.

Was wir sehen überrascht uns sehr. Es gibt auf dem Buffet alles was das Herz begehrt. Nicht nur chinesisch, sondern auch Chicken-Wings, Pommes, sonstige Kartoffeln, Salat. WIR HAUEN WIEDER REIN!

Am Ende bezahlen wir zusammen (Essen, ein Getränk, und Trinkgeld) umgerechnet 20,00 Euro. Ein wirklich günstiges Mittagessen. Wir kommen wieder.

Nach dem Essen laufen wir im Einkaufszentrum umher. Es ist im Vergleich zu den anderen Einkaufszentren viel kleiner und ich schätze es befinden sich hier etwa 15 Läden.

In einen dieser Läden verschlägt es mich und es ist ein Leder-Laden. Dort gibt es alles für den halben Preis. Die Leder-Jacken sprechen mich an und ich brauche nicht lange und entscheide mich für eine schwarze Leder-Jacke.

Der alte Preis lag bei 475,00 Dollar und ist reduziert auf 150,00 Dollar. Das sind umgerechnet 95,00 Euro. Ich kaufe sie sofort.

Zum Abendessen gibt es heute NICHTS mehr, da wir uns im Einkaufszentrum zu Mittag "überfressen" haben.

Samstag, 23. Mai 2009

Wir stehen heute sehr spät aus dem Bett auf. Da heute Putztag ist, verbringen wir den Tag daheim. Ich mache einen Teil meiner Hausaufgaben. Ich muss für die Schule eine Präsentation vorbereiten. Diese Aufgabe macht mir Spass.


Sonntag, 24. Mai 2009

Es ist herrliches Wetter und wir entscheiden uns, raus zu gehen. Nachdem wir unsere Verwandten in Deutschland angerufen haben, essen wir zu Mittag daheim und gehen dann ins Kino.

Wir haben ein günstiges Kino gefunden, das nur ältere Filme zeigt, die schon seit Monaten laufen. Da wir aber die Filme noch nicht gesehen haben, wollen wir hin. Wir zahlen zusammen umgerechnet 3,80 Euro für die Vorstellung. Unsere letzter Kinobesuch hatte uns zusammen umgerechnet 16,00 Euro gekostet. Heute haben wir wirklich ein Schnäppchen geschlagen.

Wir haben uns die Komödie "Kaufhaus Cop" ausgesucht. Eine gute Möglichkeit, unser Englisch zu verbessern.

Nun ist Schluß mit Schreiben. Ich muss meine Hausaufgaben machen. Fortsetzung folgt...

Mittwoch, 20. Mai 2009

Langes Wochenende

Samstag, 16. Mai 2009

Dieses Wochenende ist in Kanada langes Wochenende und der Montag ist frei. Wir haben also keine Schule. Schon drei Wochen im voraus haben wir uns ein Auto gemietet, denn dieses Wochenende wollen wir in die Berge.


Früh morgens um 8.00 Uhr gehts los (mit einem häßlichen, aber bequemen Auto) auf die Autobahn Richtung Rocky Mountains. Wir haben über 400 km voller schöner Landschaft vor uns. Das Wetter verspricht schön zu werden. Nun könnt ihr mit uns genießen..... Einfach auf die Bilder klicken.





Es gibt viele Bärenwarnungen, da Bären gefährliche Tiere sind. Heute begegnen wir leider keinem Bären.





Wir sehen nur ganz normale Bergbewohner.



Am Abend haben wir Bärenhunger, da wir nur Frühstück gegessen haben. Während der Fahrt haben wir nur kleine Snacks genascht. Wir gehen ins Hotel-Restaurant und bestellen uns ein deftiges Abendessen. Ich wähle eine Lasagna und Harry wählt ein T-Bone Steak aus. Beide Mahlzeiten schmecken sehr lecker.... Sonntag, 17. Mai 2009
(Der Tag der Rabatte)

Zum Frühstück gehen wir wieder ins Hotel-Restaurant und wollen ein deftiges kanadisches Frückstück mit Eiern, Speck, Kartoffeln und Toast essen. Nach der Bestellung warten wir etwa eine halbe Stunde und wundern uns, dass andere Gäste, die nach uns gekommen sind, früher bedient werden. Ein paar Minuten später kommt die Bedienung an unseren Tisch und teilt uns mit, dass sie unsere Bestellung verlegt hat. Wir mögen nochmals bestellen. Als Entschädigung bietet sie uns einen Rabatt an. Wir stimmen zu und erhalten nur weinge Minuten später unser lang ersehntes Frühstück.

Wir wollen gehen und verlangen die Rechnung. Auf der Rechnung steht 25% Rabatt. WOW! Das nenne ich Service. Selbstverständlich hat die Bedienung ein gutes Trinkgeld verdient.

Die Wettervorhersage für die Berge klingt heute nicht gut und wir entscheiden uns, die zweite Nacht im Hotel zu stornieren und weg von den Bergen zu fahren. Wir machen uns auf den Weg ins 366 km entfernte Edmonton, der Hauptstadt von Alberta. Nachdem wir die Berge verlassen haben, liegt nur noch Ebene vor uns. Also nur noch Autobahn..... Wir verbringen den halben Tag im Auto auf dem Weg nach Edmonton.

In einem verschlafenen Nest an der Autobahn wollen wir einen Snack essen. Wir entscheiden uns für McDonalds. Zuerst bestellen wir jeder einen Hamburger und Harry einen Kaffe. Während des Essens habe ich Durst bekommen und bestelle mir an der Theke ein kleines Cola. Auf meine Frage, was es denn kostet antwortet die nur 15-jährige Bedienung: "Nichts, ist doch nur eine Cola." Häh???!!! Geschenkte Getränke....gibt es das in Deutschland? Vielleicht in Ausnahmefällen oder im Falle einer Beschwerde, aber nicht aus heiterem Himmel.

Wir setzen unseren Weg fort. Gegen Abend kommen wir in Edmonton an und gehen ins Hotel-Zimmer. Beim Einchecken bemerke ich den Frühstücksraum und frage an der Rezeption, ob das Frühstück im Preis inbegriffen ist. Die Dame an der Rezeption sagt:"Nein, aber wenn ihr hier essen wollt, gebe ich euch einen Gutschein über 20% Rabatt." Ähm....der Tag hat ja gut angefangen, aber wer hätte gedacht, dass dieser "Rabatttag" immer noch anhält.

Zum Abendessen wollen wir wieder deftig essen gehen. Diät?! Was war das nochmal? Tja, für dieses Wochenende ist dieses Wort ein Fremdwort für uns und wir vergessen es mal wieder.

Wir suchen ein gutes (und günstiges) Restaurant aus und treten ein. An der Tür klebt ein Schild: "Zeige deine ADAC-Karte vor und spare."

Ich bestelle einen kanadischen Hähnchenschnitzel und Harry einen Burger. Beides schmeckt sehr lecker. Wir haben hier die Erfahrung gemacht, dass einfache Restaurants die besten Köche haben. Es muss nicht immer ein schickes, teures Restaurant sein.

Die Rechnung bezahlen wir mit 10% Rabatt, weil wir ADAC haben....

Besser kann der Tag nicht enden...

Montag, 18. Mai 2009

Ein Blick aus dem Fenster verrät nichts Gutes. Der Himmel ist bedeckt und es schneit draussen. Es sind 0 Grad. Wird das Wetter in den Bergen dasselbe sein? Wir trösten uns mit dem Gedanken, dass es dort wahrscheinlich auch schneit.

Heute wollen wir in die West Edmonton Mall. Es ist das größte überdachte Einkaufszentrum der Welt und hat eine Größe von 115 Fußballfeldern auf zwei Etagen. Man kann sich hier richtig verlaufen, wenn man keinen Plan mit sich führt.

Es befinden sich im Einkaufszentrum diverse Attraktionen wie z.B.

ein Wasserpark mit vielen Rutschbahnen

eine Achterbahn mit drei Loopings


ein Eisstadion
das nachgebaute Schiff von Columbus

eine Europaalle

...und über 800 Geschäfte zum Bummeln und Shoppen.

Nach nur zwei Stunden im Einkaufszentrum machen wir uns auf den Weg zurück nach Calgary, da wir noch etwa 300 km langweilige Autobahn vor uns haben. Nur Harry wird's nicht langweilig werden, denn trotz Feiertag in Kanada sind ein paar LKW's unterwegs.

Sonntag, 17. Mai 2009

Alltag

Dienstag, 12. Mai 2009

Heute ist unser erster Schultag im neuen Monat. Heute erfahren wir unsere neuen Stufen, die Klassenzimmer und die Lehrer.

Ich weiß, dass ich in der Stufe 7 bleiben werde, da es auch diesen Monat keine Stufe 8 gibt. Der Lehrer bleibt der gleiche.

Bei Harald haben wir erwartet, dass er in der Stufe 2 bleibt, da er nur 78% von 80% im Test geschafft hatte. Heute morgen durchforsten wir die Namenslisten und bei Harald steht Stufe 3. Das ist eine Überraschung! Da muss der Lehrer von Harald eine gute Bewertung für Harald geschrieben haben, denn nur so konnte er eine Stufe höher kommen. Ich bin stolz auf ihn.

Am Nachmittag haben wir auch Schule und diese geht immer von Montag bis Donnerstag bis 3:30 Uhr.

Nach der Schule fahren wir noch mals ins Chinook Center (Einkaufszentrum), da wir ein paar Kalorien verbrauchen müssen. Dort besuchen wir den Telefon-Anbieter Rogers, der so groß ist, wie in Deutschland die Telekom. Wir möchten uns eine Handy-Karte mit einer kanadischen Telefonnummer kaufen, damit Harry Telefonate führen kann, wenn er sich bewirbt.

Die junge Dame an der Theke bedient uns freundlich, nennt uns den Preis und die Konditionen. Zusätzlich aber empfiehlt sie uns zu einem weiteren Anbieter zu gehen und die Preise zu vergleichen. Wir sollen also zur Konkurenz?! Ich denke ich habe mich verhört, aber sie sagt, ein paar Meter weiter gibt es einen anderen Anbieter, bei dem die Preise günstiger sind. Jemand schickt einen potentiellen Kunden zur Konkurenz??? Gibt es das in Deutschland?!

Wir gehen also zur Konkurenz und kaufen die gewünschte Handy-Karte zu einem günstigeren Preis als bei Rogers. Jetzt sind wir auch unter einer kanadischen Telefonnummer erreichbar.

Heute erfahren wir auch, dass der Job von gestern nicht für Harry geeignet ist. Der Arbeitgeber ist nicht bereit, den Papierkramm für ausländische Arbeitnehmer zu machen. Die Anstellung eines ausländischen Arbeitnehmers ist mit viel Bürokratie verbunden. Ungefähr 99% der Arbeitgeber in Kanada, sind nicht bereit, in dieser Krise, den Papierkramm auf sich zu nehmen.

Wir geben aber die Hoffnung nicht auf. Nächste Woche wird sich Harry persönlich bei ein paar Speditionen vorstellen und die Bewerbung abgeben.

Mittwoch, 13. Mai 2009 + Donnerstag, 14. Mai 2009

Langsam kehrt in unserem Urlaub der Altag ein. Morgens zur Schule...Schule auch am Nachmittag.

Harry macht große Fortschritte im Sprechen. Die Stufe 3 ist die geeignete für ihn, da er hier gefordert wird. Es gibt viel Hausaufgabe...es ist stressig, und wir fallen jeden Abend todmüde ins Bett.

Freitag, 15. Mai 2009

Heute ist wieder ein Tag für eine Schul-Aktivität. Wir haben uns wieder für den Country-Club "Ranchman's" eingetragen. Wir wollen uns wieder beim Tanz-Unterricht amüsieren, weil's beim letzten Mal soviel Spass gemacht hat.

Montag, 11. Mai 2009

Es gibt Schnitzel

Freitag, 8. Mai 2009

Heute ist unser letzter Schultag in diesem Schulmonat. Heute fängt die Schule auch erst um 9.15 Uhr an. Wir können also länger schlafen.

In der Schule erhalten wir beide unsere Testergebnisse vom Vortag zurück.

Harry hat im schriftlichen Teil 92% geschafft. Ich bin sehr stolz auf ihn. Insgesamt kommt er mit der Mündlichen auf 78%. Leider fehlen ihm 2% um in die nächste Klasse zu kommen. Aber es ist auch gut so, auch in dieser Klasse kann er noch viel lernen.

Zusätzlich hat Harry eine Auszeichnung von der Schule erhalten: Er ist der beste Schüler in seiner Klasse. Ich bin stolz auf ihn.

Mein schriftlicher Test fällt mit 94% auch zufriedenstellend aus. Ich hatte ein paar Leichtsinnsfehler gemacht und kann mir heute in den Arsch beissen... Insgesamt komme ich mit dem Mündlichen auf 94%. Ich bin zufrieden.

Um 10.30 Uhr geht es in ein Saal, in dem eine Zeremonie stattfindet und die Schüler verabschiedet werden, die nach Hause fahren.

Am Nachmittag laufen wir zu einem Spirituosenladen, um eine Flasche guten Wein zu kaufen. Hier in Kanada kann man alkoholische Getränke nicht im normalen Einkaufszentrum kaufen. Dafür gibt es spezielle Läden.

Wir entscheiden uns für einen Rosé aus dem Okanagan Valley. Dieses Gebiet ist das wärmste Gebiet in Kanada und hat viele Obstplantagen und Weinberge.

Wir bezahlen umgerechnet ca. 14,00 Euro für eine Flasche Wein. Die alkoholischen Getränke sind hier in Kanada allgemein sehr teuer.

Am Nacmittag laufen wir dann noch etwas in der Stadt herum. Aber nicht lange, denn der Regen hat uns erwischt. Wir fahren dann mit der Straßenbahn nach Hause und verbringen den restlichen Nachmittag daheim.

Samstag, 9. Mai 2009

Dieses Wochenende sind wir bei Bekannten eingeladen. Wir werden um 12.00 Uhr abgeholt und es geht direkt zu ihnen nach Hause. Es erwartet uns ein großes, freundliches, helles und modern eingerichtetes Haus. Es gefällt uns sehr und ich wünsche mir auch solch eine Wohnung, wenn wir hier arbeiten werden.

Zum Abendessen gibt es Steak mit reichlich Beilagen. Es schmeckt sehr lecker und wir vergessen für einen Abend unsere Diät.

Sonntag, 10. Mai 2009

Heute stehen wir etwas später auf und genießen ein üppiges Frühstück.

Zu Mittag gibt es Schnitzel mit Püree. Ein lang ersehntes Mittagessen. Auch heute werfen wir unseren Diätplan über Bord. Lass uns einfach genießen.

Zur Vorspeise Nudelsuppe


dann Schnitzel mit Püree


Montag, 11. Mai 2009

Heute gehen wir nicht in die Schule, denn heute ist der erste Schultag in diesem Monat, und es werden nur die neuen Schüler begrüßt. Erst morgen geht es für uns richtig los.

Nachdem wir uns am Mittag mit unseren Verwandten in Deutschland unterhalten haben, entscheiden wir uns, bei diesem wunderbaren Wetter in die Stadt zu fahren.

Entspannen bei einem Cafe...


...und einem Riesenmuffin
Wow, ist das ein Muffin!

Um 16.00 Uhr gehen wir wieder ins Kino (das zweite Mal seitdem wir hier sind). Die Komödie ist gut.

Am Abend erhalten wir eine SMS von Bekannten, dass Harry evtl. einen Job erhalten könnte, wenn alles passt. Der Nachteil ist, dass Harry zusätzlich zum Fahren noch den LKW entladen muss und Säcke zum Kunden bringen muss. Ob was draus wird, wissen wir noch nicht. Dazu muss aber noch der Kontakt zum potentiellen Arbeitgeber hergestellt werden.

Wir lassen alles auf uns zukommen. Wir haben nun noch 4 Wochen vor uns.

Donnerstag, 7. Mai 2009

Abschlußtest in der Schule

Dienstag, 5. Mai 2009

Seit ein paar Tagen laufen die Heizungen in der Früh nicht mehr an. Ich verstehe das System nicht mehr. Wir haben auch nochmal die Fenster im Gang geöffnet, um den Thermostat auszutricksen. Es hilft nichts mehr. Ich stehe jeden Morgen nach dem Duschen mit klappernden Zähnen im Badezimmer und mache mich fertig für die Schule.

Heute bekommt Harry sein letztes Testergebnis dieses Monats zurück. Er hat 23 Punkte von 27 Punkten erreicht. Damit sind wir zufrieden. Er darf in dieser Stufe auch Fehler machen.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Heute Morgen nach dem Duschen werden wir von einem schrillen Alarmton aufgeschreckt. Zuerst wissen wir nicht was es ist und woher es kommt. Aber dann finden wir heraus, dass sich in der Wohnung ein Rauchmelder an der Zimmerdecke befindet. Es gibt ein ohrenbetäubendes Geräusch. Nach ein paar Sekunden hört er auf. Was zum Teufel hat diesen Rauchmelder aktiviert? Wir haben nicht in der Wohnung geraucht, wir haben den Ofen nicht an und es brennt nichts. Aber gottseidank hat er aufgehört, sonst hätten wir in aller Frühe die Nachbarn um Hilfe bitten müssen.

Ich schätze es kommt vom Dampf aus dem Badezimmer. Da die Heizung nicht an ist, gibt es während des Duschens jede Menge Dampf. Der muss durch die Tür aus dem Badezimmer an die Zimmerdecke gelangt sein. Mit dieser Theorie gebe ich mich erstmals zufrieden und nehme mir vor, den Vermieter anzuschreiben.

Am Nachmittag in der Fussgängerzone wollen wir etwas zu Mittag essen, finden aber nichts wonach uns in dem Moment ist. Wir sind aber hungrig. Als Ausweg bleibt nur der McDonalds, den wir auch aufsuchen. Wir besuchen erst das zweite Mal den McDonalds seitdem wir in Calgary sind. Also lassen wir es uns ohne schlechtes Gewissen schmecken.

Dannach wollen wir noch einen anderen polnischen Laden aufsuchen und testen, wie seine Ware schmeckt. Da wir eine Monatsfahrkarte haben, können wir sorglos mit dem Bus durch Calgary fahren. Der Pole soll nicht weit von unserer Wohnung sein. Wir finden ihn schnell und schon von weitem kann man den Geruch der Wurst riechen (der Geruch hat uns an den Metzger Erich erinnert) Wir kaufen polnische Wurst, Aufschnitt und ein Mischbrot.

Den Nachmittag verbringen wir daheim, denn Harry möchte für morgen pauken. Morgen schreiben wir beide den großen Test des Monats.

Zum Abendessen gibt es heute nur frisches Gemüse, das ich mit dem Dampfbeutel in der Mikrowelle zubereite. Ein paar Kartoffeln schälen, klein schneiden, in den Beutel und für 8 Minuten in die Mikrowelle. Fertig sind sie. Kein Ofen, kein Topf, kein Wasser und keine Zeit verbracht um zu warten, dass das Wasser kocht. Und zu guter letzt: kein Spülen der Töpfe....



Donnerstag, 7. Mai 2009

Heute ist der Tag der Wahrheit. Heute ist der Tag, an dem wir beide den Abschlusstest des Monates schreiben.

Harrys Test besteht aus 4 Seiten schriftlichem und einem mündlichen Test. Wenn er diesen Test mit mindestens 80% besteht, kann er in die nächste Klasse gehen.

Mein Test besteht aus 9 Seiten Aufgaben und einem mündlichen Test. Auch wenn ich den Test bestehe, bleibe ich in der gleichen Klasse, da es auch nächsten Monat keine 8. Klasse gibt. Es sind keine Schüler für diese fortgeschrittene Stufe da. Ich wäre die Einzige.

Um 12.00 Uhr ist die Schule aus und wir dürfen gehen. Da es draussen nur 3 Grad sind, und es regnet, entscheiden wir uns, in ein Einkaufszentrum zu gehen, wo es schön warm ist. Wir gehen ins "Southcentre", ein weiteres Einkaufszentrum Calgarys. Bis wir nach Hause müssen, werden wir alle Einkaufszentren aufgesucht haben.

Hier finde ich endlich einen Esprit-Laden, in dem ich Pullover finde und Einiges einkaufe. Der Dollar-Umrechnungs-Kurs steht sehr schlecht, aber trotzdem gebe ich Geld aus. Eigentlich wollten wir warten, bis der Kurs besser für uns wird, da wir so weniger Euro für den Dollar zahlen müssen. Aber was solls, ich habe wieder was Neues zum Anziehen.

Daheim erhalte ich eine E-Mail vom Vermieter. Es ist die Bestätigung über den Rauchmelder. Er springt an, wenn im Badezimmer zu viel Dampf ist.

Wieder höre ich im Radio Country-Musik und schreibe an diesem Tagebuch. Heute wird nichts mehr für die Schule gelernt, den für diesen Monat sind wir fertig.

Montag, 4. Mai 2009

Der Frühling kommt

Sonntag, 3. Mai 2009

Heute morgen wachen wir mit Muskelkater auf. Das bringt uns auf die Idee, länger im Bett zu verweilen.

Erst um 10.00 Uhr gibt es Frühstück. Wir machen uns ein Rührei mit den neu entdeckten Dampftüten für die Mikrowelle. Einfach 5 Eier hineinschlagen, Schinken in Würfel schneiden, hinzufügen, salzen, pfeffern, und 4 Minuten in die Mikrowelle - fertig. Keine Pfanne, kein Fett, kein Zeitverlust.

Später rufen wir wie immer unsere Verwandten in Deutschland an, um die Neuigkeiten zu erfahren.

Am Nachmittag entscheiden wir uns, das Bett u verlassen und in die Stadt zu fahren. Wir haben uns für den Monat Mai eine Monatsfahrkarte gekauft und können somit sorglos durch die Stadt fahren. Kein Stempeln von Einzelfahrkarten mehr.

Heute fahren wir ins Kino. Auf diesem Wege können wir uns testen, ob wir das gelernte Englisch verstehen. Wir suchen uns eine amerikanische Komödie aus und zahlen zusammen umgerechnet 16,00 Euro für die Vorstellung. Fast soviel wie in Deutschland. Kino gehört zu den teueren Dingen in Canada.

Montag, 4. Mai 2009

Die Sonne strahlt heute wieder vom Himmel und wir entscheiden uns, die Jacken daheim zu lassen. Heute sollen 17 Grad werden. Ich nehme mir ein Sommerjäckchen mit und Harry eine Jeansjacke. Die Entscheidung ist richtig.

Am Nachmittag laufen wir wieder in die Fußgängerzone um zu Mittag zu essen. Wir haben in den 3 Wochen in Calgary kein gebratenes Fleisch mehr gegessen. Also gehen wir in ein chickes Restaurant, um ein Steak zu essen. Vor dem Essen gibt es wie in jedem Restaurant kostenloses Leitungswasser mit Eiswürfeln. Es schmeckt gut. Wir bleiben beim Wasser und bestellen also kein weiteres Getränk. In Deutschland würde man schief angesehen werden, wenn man kein Getränk bestellt.

Harry bestellt ein Hackbraten und ich ein Steak mit Pommes. Harrys Hackbraten ist so groß wie eine Mänerfaust und kommt mit drei Kartoffelecken als Beilage. Typisch Restaurant. Er muss also Fleisch mit Fleisch essen.

In der Fußgängerzone Calgarys

Mein Steak kommt mit einer süssen Soße und dünne Pommes. Die süsse Soße verdirbt mir schon den Geschmack des Steaks. Ich kann es nicht richtig genießen. Auch Harry schmeckt es nicht besonders. Trotzdem lassen wir 20% Trinkgeld im Restaurant und zahlen zusammen umgerechnet 32,00 Euro für das Mittagessen. Na ja, sowas machen wir ja nicht alle Tage. Dieses Restaurant werden wir beim nächsten Mal meiden und ein anderes ausprobieren.

Bei diesem schönen Wetter laufen wir wieder nach Hause. Es sind ja nur 2,2 km. Auf dem Heimweg entdecken wir die Anzeichen vom Frühling.


Zu Abend gibt es für mich nur einen Apfel und eine Birne. Mehr nicht.