Dienstag, 1. Dezember 2015

Wasserspiele

Es ist Dezember. Nur noch wenige Tage und Weihnachten steht vor der Tür. Ich hoffe ihr habt schon alle mit dem Plätzchen backen angefangen.

Am Sonntag waren wir mal wieder auf einen Spaziergang in Canmore. Auf dem Weg zu den Grassi Lakes durch die Innenstadt von Canmore mussten wir die Brücke über den Bow River überqueren. Ein erster Blick und ich schrie "Anhalten, die Aussicht ist so schön!" Ich musste ein paar Bilder schießen, da der Fluss noch nicht zugefroren war. Dabei entstanden die folgenden idyllischen Fotos. Strahlend blauer Himmel und der Schnee glitzerte in der Sonne. Ich wünschte ich könnte euch dieses wundervolle Naturschauspiel von Frau Holle besser zeigen.



Langsam fließt das Wasser seinen Weg hinunter....
 

Auch Wasser war für dieses Naturschauspiel verantwortlich. Die Feuchtigkeit des Flusses hat tolle Eisblumen auf dieses einfache Unkraut gezaubert.

Dann ging es weiter zu den Grassi Lakes , so lange die Sonne noch hoch am Himmel stand.
Na ja, was soll ich zu den Grassi Lakes sagen? Im August 2015 war es das letzte Mal, wo ich oben war. HIER könnt ihr die bunten Bilder des Sommers sehen.

Im Winter ist die Landschaft nicht mehr so bunt, da die Seen normalerweise auch zugefroren sind. Der Weg nach oben: Einfach schnurstracks steil nach oben. Schneeschuhe waren hier nicht nötig, denn der Schnee war fest getrampelt.




Als wir oben ankamen, pfiff ich aus dem letzten Loch, denn durch den Schnee laufen ist anstrengender als auf normalem Boden. Die kurzen aber steilen 1.6km kamen mir vor wie 5km.

Wir stellten voller Überraschung fest, dass die Seen nicht zugefroren waren. Hm, es sah auch so aus, als ob sie noch lange brauchten, bis die Eisschicht die Seen zudeckte.




Ein paar Fotos und es war Zeit für eine Snack-Pause mit heißem Kakao und Nutella-Croissants.

Es gibt eigentlich zwei Wege hoch zu den Grassi Lakes: einen easy und einen more difficult, also einen etwas schwierigeren, der aber im Winter nicht empfohlen wird. Durch das Wasser, das den Berg frei hinunter fliesst, entstehen richtig gefährliche Eisflächen, wo man ausrutschen kann. Da wir aber oben das Wasser fließen sahen, dachten wir, wir riskieren es diesen schweren Weg runter zu laufen. Wir wurden nicht enttäuscht. Das Wasser sickerte von überall vor sich hin und die Eisflächen waren noch nicht dick, also konnten wir ganz bequem durch die Pfützen laufen.

Zuerst eine Aussicht. Man sieht, es gibt eigentlich nicht so viel Schnee auf den Gipfeln der Gegenseite, da die Sonne da den ganzen Tag (von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang) drauf scheint und auch im Winter noch richtig Kraft hat.

In der Zwischenzeit warf die Sonne lange Schatten und die Luft kühlte auf unserer Seite ab. Der See am Parkplatz unten war zugefroren obwohl er größer ist, als die Grassi Lakes. Verrückte Welt.

Wasser ist ein wahrer Künstler

Die Eisschicht ist noch ganz dünn.




Sooooo schöne Eisformationen am kleinen Wasserfall unter der Brücke (wo ich oben stehe)
Auf diesen Stufen floss auch das Wasser hinunter. Wenn es ganz gefriert, kann man hier nicht mehr drauf laufen.
Auch der große Wasserfall war noch nicht gefroren.
Wir schafften es sicher nach unten und gegen Ende wurde es sehr still im Wald. Da es ziemlich spät war, waren wir die einzigen auf der Strecke und zu wissen, dass Tage zuvor noch Bären gesichtet wurden, machte es sehr unheimlich.