Dienstag, 30. November 2010

Noch in Deutschland

Leider, leider gibt es noch keine Neuigkeiten bezüglich unserer Nominierungs-Unterlagen.

Morgen ist der 1. Dezember und wir warten schon seit 8 Monaten auf unsere Nominierung von Saskatchewan. Auch in Kanada mahlen die Mühlen der Bürokratie langsam. Ich hätte nicht gedacht, dass es doch so lange dauern wird.

Wir geben die Hoffnung nicht auf und halten euch auf dem Laufenden.

Das Warten macht noch einen verrückt! Wie heisst es: "Hoffen und Harren macht manchen zum Narren".

Sonntag, 10. Oktober 2010

Home Sweet Home

Ja, Ihr lest richtig.

Seit dem 27.September bin ich nun wieder in Deutschland.

Ich kann es nicht glauben, dass ich 8 Monate weg war. Die Zeit ist wirklich wie im Flug vergangen und ich habe meinen Harry vermisst.

Ich bin gekommen, um Harry nach Canada mitzunehmen. Diesesmal gehen wir gemeinsam. Er wartet immer noch auf seine Papiere, besser gesagt, auf eine Arbeitserlaubnis. Wenn Alles so verläuft wie es uns versprochen wurde, sind wir bis Ende November 2010 in Canada.

In diesem Tagebuch berichte ich aus Canada. Weil ich aber von dort nichts mehr berichten kann, möchte ich mich für die nächsten Wochen von Euch verabschieden.

Schaut einfach ab Ende November 2010 wieder rein....

Danke an alle treuen Leser.
Und kommt bald wieder.

Bis dann.

Harry und Ute

Mittwoch, 15. September 2010

Lake Louise

Bevor der Winter in Kanada eintrift, muss man unbedingt zum Lake Louise gefahren sein, denn sehr früh wird dieser zufrieren.

Der letzte Sonntag sollte auch mein letzter Besuch in den Bergen sein, bevor ich den Heimflug antrete. Nach dem Frühstück machten wir uns gleich auf den Weg. Wir verliessen Calgary bei strahlendem Sonnenschein und der Tag belohnte uns mit der schönsten Sicht der bereits schneebedeckten Berge. Ich hatte schon vergessen wie schön es ist, wenn etwas Schnee auf den Gipfeln liegt. Das war im Februar zuletzt der Fall. Das war nämlich der Monat in dem ich hier angekommen bin und die erste Fahrt in die Berge unternahm.

Zuerst besuchten wir den Moraine Lake, der etwas höher gelegen ist. Leider verschlechterte sich das Wetter und der Moraine Lake begrüsste uns mit Nieselregen. Auf der Hochfahrt gab es eine angenehme Überraschung: Ich bekam einen Grizzly-Bären zu sehen. Ich glaube dieses Jahr ist es mein zweiter Grizzly. Nur 5 Meter vom Auto entfernt bahnte er sich den Weg fressend Richtung Strasse.




Die Wolken hingen sehr tief und am See vermisste ich die schöne Aussicht, die ich von der gleichen Plattform im Sommer 2008 hatte. Hier ein paar Bilder.

Nun zu meinen Bildern von Lake Louise. Gut in regen- und winddichte Jacken eingepackt erkundeten wir das Ufer des Sees.

Zu einer Wanderung höher in die Berge lohnte es sich nicht, denn die Wolken hingen sehr tief und es hätte keine schöne Aussicht von oben gegeben.


Die Sonne kämpfte und versuchte uns die Wolken davonzudrängen. Ein harter Kampf, der mit ein paar Lichtblicken und tolle Farben des Sees zum Vorschein brachte. Je nach Lichteinfall kann der See unterschiedliche Farben zeigen.





Hier haben wir eine gute Farbe erwischt. Das ist die Originalfarbe des Sees.
Gleicher See vom anderen Ende gesehen...

Diese Vögel sind schlimmer als Elstern. Wenn man nicht aufpasst klauen sie dir das Essen aus der Hand. Und das ganz plötzlich ohne dass man es ahnt.... Für ein Foto habe ich den Vogel reingelegt. Ich habe nur einen Krümmel in der offenen Hand gehalten... und schon hat er zugeschlagen...

Freitag, 3. September 2010

Rafting - Ein nasses Vergnügen

Ja, ja ihr Ungeduldigen, ich bin ja schon dran. Ich berichte mal wieder.

Vor zwei Wochenenden war ich mit einer Arbeitskollegin auf dem Kanannaskis River zum Rafting. Es hat viel Spass gemacht und es war nass. (Sowohl von oben, als auch von unten), denn das Wetter wollte auch nicht richtig mitspielen.

Aussentemperatur 13 Grad
Wassertemperatur 3 Grad

Hier kommen ein paar Bilder, die ein Mitarbeiter der Rafting Firma geschosen hat.

Trockenübung und Sicherheitseinweisung. Als Nichtschwimmer war mir etwas mulmig, aber wir hatten ausgebildete Tourguides.

Ein paar Paddelversuche auf dem Fluss. Teamarbeit ist angesagt.

Und ab in die erste Stromschnelle

Und dannach auch gleich zum Surfen in der Stromschnelle

Der vorderste im Boot schluckt immer.... Und wo bin ich?

Na, wie halten wir uns?

Und die Anderen?

Mehrere Stromschnellen folgten kurz nacheinander

Während der Tour meine es die Sonne gut mit uns und zeigte sich von der freundlichen Seite

Und zu guter Letzt hier noch ein paar Sekunden Spass....

Donnerstag, 12. August 2010

Sunshine Village



Es wurde mal wieder Zeit, ein Wochenende in den Bergen zu verbringen. Da wir nur an den Sonntagen frei haben, stand uns also nur der Sonntag zur Verfügung.

Es sollte nach Banff gehen. Besser gesagt 8 km von Banff nach Sunshine Village.

Zuerst waren nur 3 Teilnehmer geplant. Aber dann haben sich ein paar Nachbarn bereit erklärt mitzufahren. Am Sonntag Morgen waren wir 9 Personen unterwegs in zwei Autos.

Darf ich Vorstellen: Unsere Wandergruppe

Das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen. Immer wieder gab es Regengüsse auf der 1,5-Stündigen Fahrt nach Banff. Aber Nichts konnte uns von unserem Plan abhalten. Wir waren ja gut ausgerüstet.

Sunshine Village ist im Winter ein unvorstellbar riesiges Skigebiet. Im Sommer aber wird es aufgrund der schönen Blumenwiesen zu einem Wanderparadies.

Gegen Mittag erreichen wir die Station und der Name hält sein Versprechen: Die Sonne scheint im Sunshine Village. Wir kaufen uns ein Einweg-Ticket nach oben. Man kann auch den 5km Weg hochlaufen, aber bei der Steigung möchte keiner mitmachen. Das Ticket kostet uns 15 Dollar (umgerechnet etwa 11 Euro). Es geht 20 Minuten mit einem gelben Schulbus steil bergauf bis wir auf 2.200m Höhe auf einem Plateau ankommen. Das Gebiet heißt "Sunshine Meadows".


Beim Aussteigen aus dem Bus merken wir, hier oben ist es etwas kühler als im Tal. Eine frische Brise weht uns um die Ohren.

Los geht's!

Während wir bequem dem Wanderweg folgen fängt es immer wieder an zu regnen. Nur kleine Schauer, die nur wenige Minuten anhalten.

Die Bilder in denen dicke Wolken am Himmel hängen, sind leider etwas grau und farblos geworden.


Aber dann kommt auch wieder die Sonne zum Vorschein. Und diese Bilder sind toll.








Nach 3,5 Stunden und etwa 7 km Rundwanderung kommen wir wieder an der Station an. Der letzte Bus ins Tal fährt 5.30 Uhr ab und es ist 5.20. Noch schnell eine Entscheidung treffen: Manche möchten den 5 km Weg hinunterlaufen, da es angeblich einfacher ist. Ist es aber nicht. Dadurch dass man sein gesamtes Gewicht abbremsen muss, geht es in die Gelenke, speziell in die Knie und Hüften.

Ich entscheide mich gegen den Abstieg und bezahle wieder 15 Dollar für die Busrückfahrt.

Es war ein wunderschöner Tag, auch wenn es ziemlich feucht war. Auch bei dieser Wanderung entscheide ich: Ich komme wieder.

Wenn die Sonne scheint.....und es nicht mehr regnet.