Sonntag, 30. Mai 2010

Eine Überraschung

Eine ganze Woche ist es nun her... Pfingsten in Deutschland.

Ja, ihr habt richtig gelesen: Pfingsten habe ich in Deutschland verbracht.

Ich hatte mich ganz spontan entschieden, meinem Schatzi in Deutschland einen Überraschungsbesuch abzustatten. Immerhin haben wir uns seit 15 Wochen nicht mehr gesehen. Jaja, es gibt da noch Skype, aber das war mir zu wenig.

In meinen Plan konnte ich KEINEN einweihen, da mir ein zufälliges "Verplappern" zu gefährlich erschien.

Also buchte ich einen Flug mit Lufthansa. Kosten? Na ja, aufgrund der Kurzfristigkeit war es nicht billig, aber der Besuch war es mir Wert. Mehr sag ich dazu nicht... ;0)

Samstag

Ankunft in Frankfurt: 12.00 Uhr Mittags

Ankunft in Nürnberg (mit dem Zug): 14.50 Uhr

Ich komme meinem Ziel immer näher und die Aufregung steigt....

Nun war es an der Zeit, doch noch jemanden einzuweihen, denn ich musste noch vom Zug abgeholt werden. Also rief ich die Schwester von Harry an, die mich in Siegelsdorf am Bahnhof abholen konnte....

Ankunft in Siegelsdorf (mit dem Zug): 15.20 Uhr

Ankunft daheim: Samstag, 15.40 Uhr bei strahlendem Sonnenschein.

Einen ganzen Samstag-Nachmittag und einen ganzen Sonntag mit meinem Schatzi verbringen... Jippieeee!

Aber daheim war leider keine Spur von Harry...
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Er war in Geiselwind auf dem jährlichen Truckertreffen.

Nun gut, ich kenne Harry, und so wie ich ihn einschätze, wird er noch vor 18.00 Uhr daheim sein.

Ich legte mich in den Garten und genoss die Sonnenstrahlen. Um mich herum tiefgrünes Gras, grüne Bäume und Vogelgezwitscher. Nach über 22 Stunden ohne Schlaf, holte mich die Müdigkeit ein. Aber ich konnte nicht schlafen, da mein Schatzi jeden Moment auftauchen könnte.

Nicht lange und da war er auch schon...

Ankunft Harry daheim: 17.20 Uhr!

Hatte ich es nicht gesagt?

Mann, war das eine Überraschung! Ganz plötzlich liegt da jemand im Garten in der Sonne, der eigentlich 7.600 km weit weg sein sollte... Gerne hätte ich gewußt was Harry in diesem Moment fühlte...

Nach 15 langen Wochen nun wieder in einer Umarmung vereint. Ist das nicht wahre Liebe?

Der Rest des Tages verging wie im Flug und die ZEIT war gegen mich. Ich hatte nur noch den Sonntag mit Harry.

Sonntag

Wie sehr oft in den vergangenen Jahren, haben wir auch dieses Jahr vor, nach Dinkelsbühl auf das Treffen der Siebenbürger Sachsen zu gehen. Dort treffen sich jährlich zig-tausende Siebenbürger Sachsen, um ihren Heimattag zu feiern.

Da ich nicht von Beginn an bei dem Umzug der Trachtenträger dabei war, kann ich leider keine selbst gemachten Fotos hier rein stellen. An Alle, die dabei waren.... Gerne könnt ihr mir Fotos per E-Mail zuschicken, damit ich sie mit eurer Zustimmung veröffentlichen kann.

Hier einen Link, auf dem viele Bilder von diesem besonderen Tag zu sehen sind.

Es ist immer wieder schön, wenn man jedes Mal viele Bekannte aus der Jugendzeit wiedersieht... Das war auch dieses Jahr der Fall.

Sonntag Abend versammelten wir uns im Zelt um den Tag mit einer riesigen Party zu beenden.

Hier gibt es Ausschnitte von der Party mit der "Index-Band"

Kurz nach Mitternacht sagten wir Allen "Auf Wiedersehen" und machten uns auf den Weg... Ich musste am Montag früh wieder nach Kanada zurück fliegen.

Abflug Frankfurt: Montag 9.35 Uhr früh.

Ein kurzes, aber wertvolles Wochenende....

Das macht die quälende Wartezeit etwas leichter.

Wir sehen uns bald wieder, mein Schatz. Spätestens in 15 Wochen ;o)

Donnerstag, 27. Mai 2010

Picknick in Kananaskis

Am Wochenende vor Pfingsten

haben ein paar Kollegen, unsere Vermieter und ich ein Picknick-Nachmittag in den Bergen verbracht. Es war herrliches Wetter.

Zuerst gab es eine kleine Wanderung um den "Forgetmenot Pond", auf deutsch: "Vergissmeinnicht-Weiher".

Der kleine See war noch fast vollständig gefroren.

Dann... auf der Suche nach einem ruhigen Grillplätzchen fanden wir ihn:

Mitten in einem Fluss auf einer kleinen Erhebung stand ein Picknick-Tisch, den wir unbedingt haben wollten. Aber wie kommen wir nur durch das fließende Wasser?


Natürlich wenn man die Schuhe auszieht. So kalt kann es ja nicht sein...


Nach dem Mittagessen in der wunderschönen Natur...


... Faulenzen in der Sonne.

Und einen Spaziergang zu den Elbowfalls.
Mr. Murmeltier läßt grüßen

Freitag, 14. Mai 2010

Yukon-Trip Teil 2

Unsere Abende haben wir draussen am Lagerfeuer verbracht.


Bis auf einen Abend als es draussen geschneit hat. Wir hatten kurz vor einem Schneesturm auf einem Provincial Campground für die Nacht halt gemacht. Das Lagerfeuer fiel für heute ins Wasser...




Da es auf Provincial Campingplätzen kein Stromanschluss, kein Wasseranschluss, keine Duschen oder Toiletten gibt, haben wir die Reserven des Wohnwagens genutzt. Die einzige Toilette auf diesem Campingplatz war ein Holzhäuschen mit Plumsklo...

Wer die Tanks füllt, muss auch entleeren können... Hier entleere ich gerade die Abwassertanks... Eine "Drecksarbeit".


Der Wassertank muss auch aufgefüllt werden.

Unterwegs sind wir auch ein paar Tieren begegnet.







In Watson Lake haben wir am "Schilderwald" Halt gemacht. Im Jahre 1942 hat hier ein Arbeiter auf dem Alaska Highway ein Schild aufgestellt, das die Entfernung zu seinem zu Hause anzeigte. Seitdem bringt jeder Tourist sein Heimatschild mit und nagelt es an die Pfeiler... Hier befinden sich bereits 65.000 Schilder aus aller Welt: Autoschilder, Ortsschilder, Namensschilder...


Jeder von uns machte sich auf den Weg nach einem Schild seiner Ortschaft. Hier habe ich was gefunden:



Und schließlich auch dieses.


Zu guter Letzt haben wir uns selbst verewigt. Da wir kein Ortsschild oder Autoschild dabei hatten, haben wir unsere Alupfanne mit unseren Namen versehen, an den Pfahl genagelt und uns vorgenommen beim nächsten Mal etwas Besonderes mitzubringen...


Wie jede Reise hat auch unsere ein Ende. Nach 4 Tagen kamen wir in Whitehorse an und damit war unser Trip auch zu Ende.


Whitehorse ist die Hauptstadt vom Yukon und ist ein kleines Städtchen mit ca. 25.000 Einwohnern darunter auch viele Indianer.




Wie haben es die Indianer früher gemacht? Sie horchten: "Kommt ein Zug, oder nicht?"

Wir haben unseren letzten Abend in Whitehorse verbracht und am nächsten Tag die Rückreise mit dem Flugzeug angetreten.



Schön war's!

Yukon-Trip Teil 1


Ich versuche meine Versprechen einzuhalten. Wie versprochen kommt hier der erste Teil von jeder Menge Bilder zu unserer Fahrt durch die Rocky Mountains.

Warum habe ich diese Fahrt gemacht? Nun ja, es war eine spontane Entscheidung: Von unserer Arbeit aus musste ein Fahrzeug zu unserer Niederlassung in Whitehorse im Norden Kanadas gebracht werden. Es handelt sich um ein MH 24' (ein 24 Fuss Motorhome) mit einer Gesamtlänge 7,70 Meter. Unsere Chefin fragte uns, wer Lust hat, kann mitkommen.


Für insgesamt 4 Personen wäre genug Platz. Ich war sofort dabei. Wann bekommt man die Gelegenheit, umsonst eine solch weite Reise zu machen und soviel Landschaft zu genießen? In diesem Plan gab es aber zwei Nachteile: Die Zeit wird nicht (als Arbeitszeit) vergütet und wir mussten unseren Rückflug von Whitehorse nach Calgary selber bezahlen.

Mir hat es nichts ausgemacht.... Also haben wir (zwei weitere Kollegen und ich) uns dafür entschieden, mitzufahren.

4 Tage und 2.300 km voller Spass lagen vor uns.

Es ging von Calgary aus auf der Autobahn Richtung Norden. Die ersten 1.000 km waren nicht berauschend, da wir nur auf endlos scheinenden Straßen durch die Prärie gefahren sind...




Aber sobald wir auf den Alaska Highway abgebogen waren, konnten wir die Schönheit der Landschaft genießen.








Das Wetter hat es die ganze Fahrt über gut mit uns gemeint, denn bis auf einen Tag hatten wir wunderschönes Wetter. Sogar hoch in den Bergen als wir über einen Pass gefahren sind und jede Menge Schnee lag.



Und hier ein paar Bilder für dich, mein Schatz... Davon gibt es hier genug...