Mittwoch, 24. Juli 2013

Boom Lake

An diesem Sonntag haben wir uns zusammengerafft und unsere erste richtige Wanderung unternommen. Es ging zum Boom Lake (liegt nur 7 km nach der Abzweigung vom Highway #1 auf dem Highway #93 Richtung Invermere).

Es war ein wunderschöner Tag und schon auf der Hinfahrt hatten wir tolle Ausblicke von der Autobahn.

(Ich weiß nicht, warum meine Fotos in letzter Zeit immer so verschwommen sind, irgend etwas mache ich falsch)
Der Highway #1 ist mittlerweile ganz eingezäunt, damit die wilden Tiere geschützt werden.

Der Wanderweg zum Boom Lake und zurück ist insgesamt 10 km lang und laut Internetbeschreibung eigentlich nicht sehr steil. Ja ja, wer den Beschreibungen glauben schenkt....die kennen mich und meinen Fitnesslevel ja nicht. Es ging 5 km bergauf und ich musste immer wieder Pausen einlegen. Eine Freundin und Harry liefen mir immer davon, und ich musste mich sputen.



Immer durch den endlosen Wald....bis sein Ufer endlich in Sicht kam. Boom Lake.
Um direkt ans Wasser zu kommen, mussten wir halsbrecherisch über dicke wackelige Steine kraxeln. Bei einem falschen Tritt kann man sich schon den Hals brechen. Gut, dass wir gute Wanderschuhe hatten. Mit meinen Schuhen konnte ich auch senkrecht an den Steinen hängen, ohne abzurutschen.

Also wenn ich sehe, dass manche Touristen in Flip-Flops wandern, kann ich nur den Kopf schütteln. In diesem Fall wären Flip-Flops eine tödliche Entscheidung.


Für das Foto stehen wir sicher auf einem der größeren Steine.

Unglaublich schöner See mit toller Farbe

Pause und Kräfte sammeln, wir brauchen die Reserven um die 5 km bergab zu schaffen.
Neugierig
Wir haben uns über eine Stunde am See aufgehalten und die Aussicht genossen. Dann gings zum Rückweg.

Es gab mit dem Auto noch einen kurzen Abstecher zum Marble Canyon, von dessen Wasser ich begeistert bin. Wir waren letztes Jahr mal dort, und auch dieses Mal hat er nicht enttäuscht.

Gletscherwasser schießt mit voller Wucht in diesem Canyon entlang
...und an mir vorbei...

Auf dem Heimweg entschieden wir uns für die #1A, eine Paralelle zum Highway #1. Dort ist die Chance auf Bären viel größer (weil man jenseits des Zaunes fährt).


Außerdem gibt es dort wunderschöne Aussichtspunkte.




Und siehe da! Kurz vor Ende der #1A sichteten wir unseren ersten Bären in dieser Saison. Der Tag konnte nicht besser enden.


In der Nähe von Banff schlugen wir noch ein kleines Picknik auf und grillten unsere selbst gemachten Burger.


Noch etwas entspannen bevor uns die Moskitoplage nach Hause trieb. Die Biester sind richtig agressiv.
Während wir die Aussicht auf den See genossen, hatten wir einen kleinen Besucher. Mit meiner neuen Kamera konnte ich dieses kleine Geschöpf ganz nah zoomen und auf Bildern einfangen. Darf ich vorstellen? Mister or Miss Erdhörnchen. "Ich bin nicht fett, ich bin nur flauschig!"