Donnerstag, 10. Oktober 2013

Unterwegs im Osten Kanadas (4)

Heute nicht viel Zeit zum erzählen. Ich lasse die Bilder der Tage 11-17, die wir in der Provinz Nova Scotia verbracht haben, sprechen. In Nova Scotia gibt es soviel zu sehen, und leider haben wir nicht alles sehen können. Es ist ein Grund, wieder zu kommen :)

Die "Highlands" erinnern etwas an Europa
Wolkendecke über uns

Auf Schatzsuche zwischen den Steinen

Meerglas vom Strandspaziergang.
Meerglas kommt von den vielen Müllhalden, die ins Meer geschüttet werden. Glas verrottet nicht so schnell und deshalb wird es von Sand und Steinen geschliffen und an den Sand gespült. Je runder das Glasteil, desto älter ist es. Manchmal dauert es 50-100 Jahre bis die Scherben an den Strand gespült werden.

Das Glas wird milchig, wenn es trocknet und kann als Deko benutzt oder zu Schmuck verarbeitet werden.
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Ganz im Norden von Nova Scotia liegt der Cape Breton Highlands National Park. Drum herum fährt der weltberühmte Cabot Trail und streckt sich auf etwa 100 km. Während man diese Panoramastraße entlang fährt kann man verschiedene Stopps machen und auch viele Wanderwege gehen. Leider meinte es das Wetter nicht gut mit uns und tiefe Wolken hingen über dem Wanderweg, und ab und zu schütteten sich diese schweren Wolken über uns aus.


Trotz des Wetters wanderten wir den Skyline Trail entlang. Es ist nur 7,5 km (hin- und zurück) lang und sehr flach und einfach. Am Ende des Trails hat man einen wunderschönen Blick aufs Meer und den sich schlängelnden Cabot Trail.




Wir sahen sogar unseren ersten männlichen Elch. Leider etwas zu weit entfernt....

Seht ihr den winzig kleinen braunen Punkt in der Ferne zwischen den zwei Bäumen?
Hm, zu weit entfernt???? Wartet mal, ich zoome mal mit meiner Kamera rein......

Jetzt sichtbar? Viele vorbeilaufenden Zuschauer lobten meinen guten Zoom und konnten in meiner Kamera den Elch besser sehen.
Weiter auf dem Cabot Trail machten wir noch ein paar Stopps. Unter anderem an einem Strand an dem es Steine gibt, die von Quarz durchzogen sind...

Die helleren Furchen sind Quarz.
Während der nächsten Tage machten wir ein paar weitere Strandspaziergänge, da wir in der Hoffnung waren, noch mehr Meerglas zu finden. Wir waren im "Meerglas" Fieber.

Riesenmuscheln

Mein erster Sanddollar

Er ist flach
Der Sanddollar, den ich eingesammelt habe, ist ein Skelett. In Wirklichkeit sind es lebende Tiere, die zur Gruppe der Seeigel gehören und wenn sie noch leben, sind sie von kleinen Härchen überzogen.

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Auf unserer weiteren Reise durchfuhren wir kleine Gemeinden, die total süß waren.
Mahone Bay und die drei Kirchen
In Mahone Bay fand am vergangenen Wochenende das jährliche Vogelscheuchenfest statt. In Europa stellt sich der Bauer die Vogelscheuche ins Feld zum Fernhalten der Vögel. In USA und Kanada stellen sich die Leute sie sich kurz vor Halloween in den Garten zur Verzierung. Hier ein paar Bilder....












Die zwei Vogelscheuchen
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Unterwegs
Spiegelung


Ebbe

Ebbe
Ob Deutsche in "New Germany" wohnen? Wir haben es nicht rausgefunden, weil wir daran vorbei gefahren sind.

Diese Aussichten waren uns wichtiger als irgendwelche Städte



Seit heute sind wir auf dem Rückweg unserer Tour. Ziel: Mietwagenabgabe in Toronto. 
Die Zeit ist viel zu schnell vergangen. 
Aber ich habe natürlich noch ein anderes, abweichendes Ziel. 

Mein lieber Harry war in der gleichen Zeit, in der ich hier im Osten gereist bin, auch im Osten unterwegs. Er hatte eine Ladung mit Konvoi bis nach Neufundland fahren müssen. Also für ihn fast 5000 km quer durchs Land. 

Nun sind wir beide auf unseren Rückwegen und werden uns hoffentlich in Montreal begegnen. Harry aus dem hohen Norden, Ute aus dem tiefen Süden...zusammen auf "Kollisionskurs"... :o)
Ok, ok, nicht Kollisionskurs, oder eher "Abfangkurs"? Egal, aber wir sind auf dem besten Weg uns zu treffen. Dann kann ich noch Zeit mit Harry verbringen, während wir gemeinsam nach Hause fahren. Es sieht gut aus. Zu 99.9% wird es klappen, aber man weiß nie, was dazwischen kommt. Drückt uns die Daumen...