Donnerstag, 2. November 2017

ER ist da. Der Winter.

Letzten Freitag (27. Oktober) gab es eine herrlich schöne Wettervorhersage und ich war noch einmal in den Bergen, um mich von den Seen der Rockies zu verabschieden, bevor sie zufrieren und in den monatelangen Winterschlaf gehen.

Die Hauptseen in der Nähe von Banff und Lake Louise hatte ich so oft gesehen aber ein besonderer hatte es mir an diesem Tag angetan.

Ein Foto kann nie die Eindrücke einfangen, die man live gesehen hat. Als ich vor dieser Spiegelung stand, waren alle Kanada-Fotos der letzten 6 Jahre kurz vergessen. Diesen Eindruck hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben. (Das Bild zeigt nur einen Bruchteil von dem 180-Grad-Anblick.) Das Wasser war so still, dass die optische Täuschung mir Höhenangst bescherte. Man hatte das Gefühl, es geht so tief hinunter wie hoch hinauf. Eigentlich unbeschreiblich.

Bow Lake

Und hier noch das Beweisfoto. Jetzt sieht man ein klein wenig Wellen. Das war ein Asiate, der gerade einen Stein in den See geworfen hatte. Ich hätte ihn so gerne mit in den See gestoßen. Überhaupt keine Rücksicht, dieser Idiot! Zumindest hatte ich ihn mit giftigen Augen angefaucht: "Was hast du getan?!" Und er schaute mich nur mit verdutzten Augen an und schlich sich ein paar Meter weiter weg von mir. Ich glaube, er hatte verstanden, was er falsch gemacht hatte.




Nur kurze 5 Minuten Fahrt vom Bow Lake war der Peyto Lake, der mir um diese Jahreszeit eigentlich besser gefällt. Und dazu noch die Spiegelung! Ojejeje.

Peyto Lake Oktober 2017

Zum Vergleich mit der Farbe hier noch ein Foto vom Beginn der Saison, wo die Schneeschmelze im vollen Gang war. Die Farbe entsteht, wenn das ganze Gletschermehl mit dem Schmelzwasser in die Flüsse und Seen mitgenommen wird. Dieses Gletschermehl enthält alle Farbnuancen. Aber diese werden alle absorbiert und nur grün und blau wird reflektiert. Je mehr Gletschermehl im Wasser, um so intensiver ist das Grün oder das Blau.

Peyto Lake Juni 2017
Auf Wiedersehen Bow Lake. Auf Wiedersehen Peyto Lake.
Man kann sich nicht beklagen. Wir hatten auch dieses Jahr einen wunderschönen Oktober und nun sind wir bereit für den Winter.

Dann, heute am 2. November ist er angekommen. Stetige Temperaturen unter Null Grad (heute gefühlte -16 Grad Celsius) und Schnee, der liegen bleibt. Das ist das Zeichen, dass er endlich da ist. Der Winter. 

Das Lustige ist: Bei Facebook wird unter der Rubrik "On this day" gezeigt, was man vor ein paar Jahren gepostet hatte. Heute kam dann die Meldung, was am 2. November der letzten Jahre passiert ist. Und was glaubt ihr, was? Genau am 2. November 2015 + 2014 +2013 hatte ich den Winter angekündigt. Schaut selbst.




1 Kommentar:

  1. Großartige Bilder, wie immer. Grüßle aus dem Black Forest. SonjaM

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